2026, das Jahr der Mega-IPOs?
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Hochkaräter wie SpaceX und OpenAI stehen ganz oben auf der Liste potenzieller Börsenkandidaten.
Es ist kein Zufall, dass gerade jetzt die IPO-Fantasie zurückkehrt. Die Zinswende schreitet voran, die Volatilität ist zwar nicht verschwunden, aber besser beherrschbar, und Investoren sitzen nach Jahren der Zurückhaltung wieder auf reichlich "dry powder". Kurz gesagt: Das Umfeld, in dem lange zurückgehaltene Einhörner endlich in den öffentlichen Markt entlassen werden können, verbessert sich spürbar.
SpaceX: IPO-Pläne in einer eigenen Liga
Laut einem internen Schreiben, das Bloomberg vorliegt, bereitet SpaceX konkret einen möglichen Börsengang im Jahr 2026 vor. Der Emissionserlös soll eine "insane flight rate" für die Starship-Rakete, KI-Rechenzentren im All sowie Pläne für eine Mondbasis finanzieren. In einer jüngsten Secondary-Transaktion wurden SpaceX-Anteile zu 421 USD je Aktie bewertet, fast doppelt so viel wie die 212 USD vom Juli 2025 und auf Basis einer damaligen Gesamtbewertung von rund 400 Mrd. USD. Die angepeilte IPO-Bewertung liegt Medienberichten zufolge bei sage und schreibe etwa 1,5 Bio. USD, das Emissionsvolumen soll deutlich über 30 Mrd. USD liegen und damit in Richtung Rekord-Listing gehen. Ob Elon Musk den Schritt tatsächlich vollzieht, bleibt offen, klar ist jedoch: Sollte der Deal kommen, reden wir über einen der größten und spektakulärsten Börsengänge aller Zeiten.
OpenAI: KI-Monetarisierung im Scheinwerferlicht
OpenAI steht für das dominierende Narrativ der aktuellen Marktphase, Künstliche Intelligenz als vermeintlich alles überstrahlender Wachstumstreiber. Ein Börsengang 2026 wäre mehr als nur ein weiterer Tech-IPO, er wäre ein Stimmungsbarometer für die gesamte KI-Story.
Spannend ist vor allem die Frage, wie der Markt die Monetarisierung bewertet. Im Zentrum stehen Sprachmodelle, Enterprise-Lösungen, ein wachsendes Developer-Ökosystem, potenzielle Umsatzbeteiligungen mit Partnern und die enormen Infrastrukturkosten im Hintergrund. Genau hier lauert der Konflikt zwischen Vision und Bilanz. Wie viel Cash verbrennt das Modell noch, wie abhängig ist OpenAI von einzelnen Partnern, wie robust sind die Margen, wenn der Wettbewerb durch andere Foundation-Model-Anbieter zunimmt?
Ein OpenAI-IPO könnte zur Blaupause werden, wie der Markt KI-Werte künftig bepreist. Bleibt die Bereitschaft hoch, für reines Wachstum extreme Multiples zu zahlen, oder setzt sich eine nüchternere Sicht durch, die Profitabilität und Free Cashflow stärker gewichtet? Für aktive Anleger ist das keine akademische Frage, sondern eine direkte Vorgabe für das eigene Risikomanagement in allen KI-Trades.
Zwischen Euphorie und Risiko: der mögliche Black Swan
So weit, so euphorisch. Aber ein Ausblick auf 2026 ohne Blick auf die Risiken wäre nicht vollständig. Ein potenzieller Black Swan, den der Markt immer wieder diskutiert, ist ein militärischer Konflikt zwischen China und Taiwan.
Ein tatsächlicher Angriff würde die geopolitische Ordnung erschüttern und die globale Lieferkette im Technologiebereich direkt treffen. Taiwan ist mit TSMC das Herzstück der Halbleiterproduktion. Ein größerer Konflikt könnte zu massiven Verwerfungen bei Chips, Hardware, Automobilindustrie und allen KI-getriebenen Geschäftsmodellen führen, die auf Highend-Halbleiter angewiesen sind. In so einem Szenario würden IPO-Fenster abrupt schließen, Bewertungsmodelle über Nacht obsolet und die vermeintlich sichere Wachstumsgeschichte von heute zu einem Risikofaktor von morgen.
Das heißt nicht, dass dieses Szenario eintritt, aber es gehört 2026 zu den Risiken, die Du im Hinterkopf haben solltest.
Klarer Fahrplan statt Prognosenchaos
Doch Mega-IPOs hin und China-/Taiwan-Risiko her: Dich interessieren als aktiver Anleger vor allem Basiswerte, denen die Experten von stock3 im neuen Jahr 2026 überproportionale Chancen am Markt zutrauen und ein klarer Rahmen, in den Du mögliche Mega-IPOs einordnen kannst. Genau hier setzt unser 90-minütiges Live-Webinar am 8. Januar an.
In diesem Webinar bekommst Du einen strukturierten Fahrplan für das Börsenjahr 2026: zwei bis drei belastbare Szenarien für den Gesamtmarkt, eine fundamentale Einordnung von Zinsen, Konjunktur und Sektoren durch Oliver Baron und die charttechnischen Schlüsselmarken bei DAX, Nasdaq, Bitcoin und Co. von Harald Weygand.


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