Finanzkrise im Überblick: Schäuble fordert Maßnahmen gegen Blasen
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Wochenende, 19./20. Juli:
Portugal: Holding Espirito Santo International (ESI) beantragt Gläubigerschutz.
Griechenland: Bankenrettungsfonds HFSF vor neuen Banken-Stresstests durch EZB optimistisch. "Auch wenn sich ein zusätzlicher Kapitalbedarf ergeben sollte, dann denke ich, dass er leicht zu handhaben ist", so HFSF-Chefin Anastasia Sakellariou zur Zeitung "Kathimerini".
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) fordert die EZB auf, Anstrengungen zu erhöhen, um Finanzmarktblasen zu vermeiden. "Wir können die Vermeidung von Blasen nicht allein der staatlichen Aufsicht überlassen. Die Zentralbanken müssen das bei ihren Entscheidungen über die Geldmenge mit im Blick haben", so Schäuble gegenüber dem "Handelsblatt".
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erwartet keine größeren Überraschungen beim neuen europäischen Bankentest. "Die Prüfung der Vermögenswerte und der Stresstest sind noch nicht abgeschlossen. Aber die Banken haben eine Menge zusätzliches Kapital erhoben", so Schäuble gegenüber dem "Handelsblatt". "Deshalb ist der Finanzsektor viel weniger risikobehaftet als vorher."
Montag, 21. Juli:
Portugal: Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva fordert Bevölkerung auf, der kriselnden Großbank BES (Banco Espírito Santo) zu vertrauen. "Das Geldhaus hat mehr als genügend Kapitalreserven, um selbst in der ungünstigsten Lage mögliche Einbußen aufzufangen", so der Staatschef.
Portugal: Neuverschuldung im Mai 409,4 Mio, nach 164,2 Mio im Vormonat
Dienstag, 22. Juli:
Moodys: Sollten sich die öffentlichen Finanzen weiterhin schlecht entwickeln, könnte Finnland sein "AAA" Rating verlieren.
Mittwoch, 23. Juli:
Eurozone: Neuverschuldung im ersten Quartal 2014 bei 2,7 Prozent gemessen am BIP nach 2,6 Prozent im Vorquartal. Die Verschuldungsquote kletterte auf 93,9 Prozent auf erstmals mehr als 9 Billionen Euro.
Donnerstag, 24. Juli:
Börsen-Zeitung: Die rekordniedrigen Leitzinsen im Euroraum haben den privaten Haushalten in Deutschland im vergangenen Jahr einen Zinsverlust von rund 5,4 Milliarden Euro eingebrockt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Berechnung der Allianz.
Munich Re-Chef Nikolaus von Bomhard warnt vor neuer Finanzkrise. "Aus unserer Sicht verlieren die Waffen der Geldpolitik an Wirksamkeit. Es kommt der Punkt, an dem Sie schlimmere Nebenwirkungen bekommen, als Sie an Hauptwirkung überhaupt noch erzielen können".
Italien: Laut Premier Renzi ist es unwahrscheinlich, dass das anvisierte Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent erreicht werden kann.
ESFG, die Holdinggesellschaft von Banco Espirito Santo ist pleite und beantragt Gläubigerschutz.
Freitag, 25. Juli:
Das Vermögen der privaten Haushalte in Deutschland in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen ist im ersten Quartal 2014 um 54 Milliarden Euro gegenüber dem Vorquartal auf einen neuen Rekordwert von 5,07 Billionen Euro gestiegen.
Europäische Banken haben 2013 Schulden in Höhe von 7 Prozent bezogen auf die Aktiva reduziert und 38 Milliarden Euro Eigenkapital aufgebaut. Damit konnte die Branche ihre Kernkapitalquote im Jahr 2013 auf 16 Prozent erhöhen. Roland Berger Strategy Consultants erwartet für 2014 einen weiteren Eigenkapitalanstieg von 60 Milliarden Euro.
Zypern: Die Troika sieht das Sparprogramm auf Kurs. Die Staatsfinanzen und der Bankensektor erfüllen die Vorgaben.
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