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18:20 Uhr, 30.10.2026

Evening-Flash: Intel-Aktie stürzt nach schwachem Ausblick um 28 % ab

Schwache Ausblicke von Intel und Amazon schüren neue Zweifel am KI-Boom: Der Nasdaq 100 rutscht kräftig ab, der DAX schließt 0,85 % tiefer.

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Enttäuschende Geschäftsaussichten bei Intel und die schwächere Cloud-Entwicklung bei Amazon nähren am Freitag die Sorgen über die Kosten des KI-Booms und drücken den Nasdaq 100 deutlich ins Minus. Der DAX folgte den schwächeren US-Vorgaben und schloss 0,85 % tiefer bei 25.818,21 Punkten. Zusätzlich belastet der steigende Ölpreis, den die Spannungen um Iran und die Straße von Hormus antreiben.

Marktbericht

Der DAX schloss unter dem Druck der schwächeren US-Vorgaben bei 25.818,21 Punkten, ein Minus von 0,85 %. Die enttäuschenden Ausblicke von Intel und Amazon lassen die Sorgen über die Kosten des KI-Booms wieder aufleben. Zugleich belastet der Ölpreisanstieg infolge der Spannungen um Iran und die Straße von Hormus den Aktienmarkt. Die deutsche Inflation fällt dagegen niedriger aus als erwartet: Die Teuerungsrate geht im Oktober auf 2,8 % zurück und liegt damit deutlich unter den Prognosen von 3,0 bzw. 3,1 %.

An der Wall Street sind die Verluste größer. Der S&P 500 notiert bei 7.578,74 Punkten und damit 1,83 % unter dem Vortagesschluss von 7.720,39 Zählern. Noch stärker fällt der technologielastige Nasdaq 100: Er verliert 3,63 % auf 28.335,09 Punkte, nachdem er am Vortag bei 29.402,51 Punkten geschlossen hatte. Die Intel-Aktie verliert 28 % nach einem enttäuschenden Umsatzausblick fürs Schlussquartal; der Nasdaq 100 büßt mehr als 2 % ein.

Am Kryptomarkt sorgt ein Hackerangriff auf die Börse Binance für Unruhe. Der Schaden wird auf 6,3 Mrd. USD geschätzt, Ein- und Auszahlungen werden vorübergehend ausgesetzt. Bitcoin notiert bei 77.117,45 USD und damit 0,87 % tiefer, nachdem er zeitweise bis in den Bereich von rund 76.000 USD gefallen war. Der Euro verbilligt sich nach den unerwartet niedrigen deutschen Preisdaten: EUR/USD gibt um 0,22 % auf 1,12 nach.

Bei den Rohstoffen laufen die Bewegungen auseinander. Gold verliert 3,15 % auf 3.904,3 USD, während sich Brent um 2,18 % auf 118,61 USD verteuert. Den Ölpreis treiben die Sorge vor einem möglichen erneuten US-Militärschlag gegen Iran und ein Angriff auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus.


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Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
Bayer +4,88 %
PUMA +4,88 %
Beiersdorf +2,05 %
OHB -8,81 %
Siltronic -8,41 %
PVA TePla -8,39 %

Aus den USA erhält Bayer juristischen Rückenwind: Eine Geschworenenjury in Missouri entscheidet in einem Glyphosat-Prozess einstimmig zugunsten des Leverkusener Konzerns. Das Urteil stärkt die Vergleichsstrategie, mit der Bayer den Roundup-Komplex beilegen will.

Im Konsumsektor stehen Quartalszahlen und eine Analystenbewertung im Mittelpunkt. PUMA legt durchwachsene Zahlen vor, wobei Analysten das starke Umsatzwachstum in der Region Asien/Pazifik und die gesunkenen Lagerbestände positiv hervorheben. Beim Konsumgüterkonzern Beiersdorf erhöht RBC das Kursziel von 67 auf 72 EUR, was einem Aufschlag von rund 7,5 % entspricht.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
FedEx Freight Holding Co.Inc. +13,48 %
Global Payments +12,83 %
Veralto +10,73 %
Intel -30,37 %
Reddit -28,95 %
Illumina -19,11 %

Mit ihren vorbörslich vorgelegten Zahlen übertreffen AbbVie (Aktuelle Analyse) und Cboe Global Markets (Aktuelle Analyse) die Konsensschätzungen bei Umsatz und Gewinn: AbbVie meldet einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,82 USD bei 17,4 Mrd. USD Umsatz und hebt die Jahresprognose an; nachbörslich hatte die Aktie rund 3 % nachgegeben. Rivian weist einen bereinigten EBITDA-Verlust von 435 Mio. USD statt der erwarteten 591 Mio. USD aus, liefert mit 19.248 Fahrzeugen so viele aus wie nie zuvor, ein Plus von 46 % zum Vorjahr, und hebt die Jahresprognose an; die Aktie steigt um 9 %.

Das bestimmende Thema des Tages bleibt die Frage, ob sich der KI-Boom für die großen Technologiekonzerne rechnet. Intel (Aktuelle Analyse) stürzt um 28 % ab, nachdem der Umsatzausblick für das Schlussquartal die Erwartungen enttäuscht hat. Amazon (Aktuelle Analyse) gibt 1,8 % nach, belastet von einer schwächeren Umsatzentwicklung der Cloud-Sparte AWS und hohen KI-Ausgaben. Der Konzern soll eine Lieferantenkreditfazilität über 80 Mrd. USD nutzen, um seine KI-Aktivitäten mitzufinanzieren.

Die Ölkonzerne profitieren dagegen vom hohen Ölpreis. Chevron (Aktuelle Analyse) verdreifacht im dritten Quartal dank höherer Ölpreise und Raffineriemargen den den Aktionären zurechenbaren Gewinn auf knapp 9,9 Mrd. USD. Mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 5,28 USD übertrifft der Konzern die Erwartungen; vorbörslich hatte die Aktie rund 1,5 % zugelegt. ExxonMobil (Aktuelle Analyse) steigert den Quartalsgewinn von knapp 7,6 auf 15,4 Mrd. USD und kündigt für die kommenden Jahre Investitionen von mehr als 100 Mrd. USD an.

Bei möglichen Übernahmen stehen die Konditionen im Fokus. Die Übernahme von Lumentum durch Marvell soll als reiner Aktientausch ohne wesentliche Prämie erfolgen. Eine Vereinbarung könnte bereits in der kommenden Woche verkündet werden; für die Lumentum-Aktionäre fiele ein nennenswerter Aufschlag damit weg. Um ein deutlich größeres Volumen geht es bei Global Payments: Der Finanzinvestor Clayton, Dubilier & Rice soll die Übernahme des mit 40 Mrd. USD bewerteten Zahlungsabwicklers anstreben.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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