Analyse
09:00 Uhr, 24.09.2026

VERBIO - Prognose unter Erwartungen, aber...

Die Wende hatte Verbio schon vorab angekündigt, der Geschäftsbericht bestätigt sie jetzt mit einem kräftigen Cashflow. Die Prognose für 2026/27 bleibt aber klar hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Für Überraschungen hatte Verbio vorgesorgt. Das EBITDA von rund 192 Mio. EUR für 2025/26 war seit Wochen bekannt, und der endgültige Wert von 193,9 Mio. EUR bestätigt es nur noch. Neu ist im Geschäftsbericht vor allem zweierlei: wie viel Geld der Aufschwung tatsächlich in die Kasse gebracht hat, und was der Vorstand dem Unternehmen für das neue Jahr zutraut.

Der erste Punkt fällt positiv aus. Der operative Cashflow stieg von 13,9 Mio. EUR auf 164,6 Mio. EUR, während die Investitionen auf 86,6 Mio. EUR sanken. Der Free Cashflow lag bei 78,0 Mio. EUR nach –119,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die Nettofinanzverschuldung ging um 44,2 % auf 91,5 Mio. EUR zurück. Bei einem Umsatz von 1.872,7 Mio. EUR, einem EBIT von 128,2 Mio. EUR und einem Ergebnis je Aktie von 1,00 EUR schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,20 EUR vor.

Zum Jahresende hat das Geschäft noch einmal deutlich angezogen. Im vierten Quartal lag das EBITDA bei 88,2 Mio. EUR, fast die Hälfte des Jahresergebnisses. Ein Teil davon wird sich nicht wiederholen. Im Biodiesel konnte Verbio liefern, während Wettbewerber wegen Niedrigwasser am Rhein logistisch eingeschränkt waren. Bei Bioethanol half die Rücknahme von Wertminderungen auf THG-Quotenbestände.

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