ALPHABET - Das sagt das Management nach dem Kursrutsch
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Als Cloud-Chef Thomas Kurian am Mittwochabend aufzählte, wer inzwischen auf Googles hauseigenen KI-Chips rechnet, fielen zwei Namen, die aufhorchen lassen: Anthropic, einer der härtesten Rivalen im Wettlauf um die leistungsfähigsten Sprachmodelle, und Apple, das seine Basismodelle auf der neuesten Generation der Tensor Processing Units (TPU) trainiert. Ausgerechnet der Konzern, dem viele den Niedergang durch Chatbots vorhergesagt hatten, liefert seinen Angreifern heute das Werkzeug.
Die zweite Pointe betrifft das Kerngeschäft. Die Google-Suche, lange als erstes Opfer der generativen KI gehandelt, verzeichnet das stärkste Wachstum bei den Suchanfragen seit fünf Jahren. Konzernchef Sundar Pichai feiert seinen "Full-Stack-Ansatz“, der Chips, Rechenzentren, Modelle und Anwendungen unter einem Dach vereint. Die Börse ließ sich davon nicht beeindrucken.
Der Grund liegt in den Details. Zwar stieg der Umsatz um 25 % auf 127,6 Mrd. USD, und die Cloud-Sparte übertraf mit einem Plus von 103 % die Prognosen deutlich. Ohne die Ausschüttungen an Partner blieben die Erlöse mit 111,2 Mrd. USD aber unter den Erwartungen, ebenso die Werbeumsätze von Suche und YouTube. Der Gewinn je Aktie lag mit 2,12 USD weit unter den erwarteten 2,99 USD, belastet durch einen Buchverlust auf die SpaceX-Beteiligung. Und der freie Cashflow rutschte mit 9,1 Mrd. USD ins Minus.
