Midday-Flash: Chip-Einbruch vom Donnerstag – DAX fällt
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Der Einbruch der US-Halbleiterwerte vom Donnerstag erfasst Europas Börsen, zusätzlich belasten Sorgen über eine schärfere KI-Regulierung nach dem Wahlsieg der US-Demokraten. Der DAX verliert mittags 2,26 % auf 25.730,34 Punkte; überraschend starke deutsche Industriedaten bieten wenig Gegengewicht. Rheinmetall und Daimler Truck stehen unter Druck, während Barclays europäische Airlines neu bewertet.
Marktbericht
Den DAX erfasst die globale Verkaufswelle bei Tech-Aktien, ausgelöst durch den Einbruch des Philadelphia Semiconductor Index am Donnerstag. Sorgen über eine verschärfte KI-Regulierung nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen belasten auch Kospi und Nikkei in Asien. Rheinmetall und Daimler Truck zählen zu den schwächsten DAX-Werten. Gegengewicht liefert die überraschend starke deutsche Industrieproduktion für September.
Die US-Futures zeigen dagegen eine Gegenbewegung: Der Nasdaq-100-Future notiert bei 26.960,55 Punkten 1,24 % fester, nachdem der Kassaindex am Donnerstag um 6,4 % eingebrochen war und bei 26.629,81 Punkten geschlossen hatte. Der S&P-500-Future steigt um 0,25 % auf 7.372,05 Punkte nach einem Kassa-Schlussstand von 7.353,73 Punkten am Vortag.
Bitcoin notiert bei 75.947,69 USD leicht im Minus (-0,05 %). Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Donnerstag Nettoabflüsse von 430,2 Mio. USD, den fünften negativen Tag in Folge. Zudem hat Ionic Digital rund ein Viertel seiner Bitcoin-Treasury verkauft. EUR/USD verliert 0,41 % auf 1,12. Gold gibt um 0,92 % auf 4.075,7 USD je Feinunze nach, Brent um 1,16 % auf 101,47 USD je Barrel.
Konjunktur
Deutschlands Industrieproduktion steigt im September um 0,7 % zum Vormonat statt der erwarteten Stagnation. Im Vormonat hatte das Plus 1 % betragen.
Im übrigen Europa enttäuschen die Daten: Die Einzelhandelsumsätze der Eurozone sinken im September um 0,7 % zum Vormonat, gegenüber erwarteten -0,1 % nach einem Zuwachs von 0,4 %. Das Schweizer Konsumklima trübt sich im Oktober auf -45 Punkte ein, bei einer Prognose von -35 und einem Vorwert von -36 Punkten. Frankreichs Handelsbilanzdefizit beträgt im September 7,3 Mrd. EUR, gegenüber erwarteten 5,8 Mrd. und zuvor 6 Mrd. EUR.
Um 14:30 Uhr erscheint der US-Arbeitsmarktbericht für Oktober. Erwartet werden 65.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft nach 29.000 im Vormonat und eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,2 %. Zeitgleich meldet Kanada seine Arbeitslosenquote, erwartet werden unveränderte 6,5 %. Um 16:00 Uhr folgen die Verbraucherstimmung der Uni Michigan für November, prognostiziert sind 48 Punkte auf Vormonatsniveau, sowie Kanadas Ivey PMI für Oktober mit erwarteten 58 nach 58,2 Punkten.
Top-Mover
| Wert | Aktuell |
|---|---|
| AIXTRON | +4,04 % |
| SMA Solar Technology | +3,71 % |
| LANXESS | +2,85 % |
| HENSOLDT AG Inhaber-Aktien o.N. | -5,50 % |
| Zalando | -4,78 % |
| Rheinmetall | -4,56 % |
Aktien-News
Rheinmetall (Aktuelle Analyse) fällt weiter auf gut 806 EUR und notiert mittags 4,6 % tiefer. Seit der Gewinnwarnung vom Mittwochabend summiert sich das Minus auf fast 20 %. Analysten senken reihenweise Kursziele oder Empfehlungen, da der Rüstungskonzern erneut Prognosen kassieren und Umsätze aus der Boxer-Modernisierung streichen musste . Der Kapitalmarkttag folgt am 27. November. Daimler Truck (Aktuelle Analyse) bestätigt dagegen seine Jahresziele, verliert nach den Geschäftszahlen dennoch 5,5 %, nach zeitweise über 8 %. Die Aktie notiert nahe dem tiefsten Niveau seit Anfang Januar. Laut Oddo BHF verfehlt der Auftragseingang im dritten Quartal die Markterwartungen .
Infineon gewinnt nach dem Vortagesrutsch auf den tiefsten Stand seit April mittags 1,8 %. Am Donnerstag war der Halbleiterindex SOX um 12 % eingebrochen. Bernstein hält die Marktreaktion auf den Wahlsieg der US-Demokraten und mögliche Bremsen für KI-Rechenzentren für übertrieben.
Barclays stuft Air France-KLM um zwei Stufen von Underperform auf Outperform hoch und verdoppelt das Kursziel; die Aktie gewinnt 4 %. Ryanair erhält ein Overweight-Votum mit Kursziel 29 EUR, Lufthansa wird auf Equal Weight hochgestuft, mit Kursziel 8,40 EUR. Beide Aktien steigen um je 2 %. Bei der British-Airways-Mutter IAG steigt die Treibstoffrechnung im dritten Quartal um 30 % auf 2,4 Mrd. EUR, während der operative Gewinn um 16 % auf 1,7 Mrd. EUR sinkt. Der Umsatz trifft mit 9,74 Mrd. EUR die Erwartungen, der bereinigte operative Gewinn verfehlt mit 1,73 Mrd. EUR die erwarteten 1,83 Mrd. EUR. Für 2026 erwartet IAG Treibstoffkosten von 8,9 Mrd. statt 8,6 Mrd. EUR; die Aktie verliert rund 1 %.
Airbus muss für den Jahresrekord von 870 Maschinen im November und Dezember fast 250 Flugzeuge ausliefern, nach 621 in den ersten zehn Monaten. Im Oktober kommen 202 Bestellungen hinzu, der Auftragsbestand übersteigt 9.300 Flugzeuge.
Uniper beschließt eine Dividendenpolitik mit 300 Mio. EUR Basisdividende und angestrebten 7 % jährlichem Wachstum. Für 2026 soll der Hauptversammlung 2027 eine Ausschüttung von 321 Mio. EUR oder 0,77 EUR je Aktie vorgeschlagen werden. Der Leiterplattenhersteller Schweizer Electronic steigert den Neunmonatsumsatz um 9,7 % auf 139,9 Mio. EUR und das bereinigte EBITDA von minus 0,5 Mio. auf plus 3,5 Mio. EUR. Die Jahresprognose beträgt nun 175 bis 185 Mio. EUR Umsatz und 4 bis 6 Mio. EUR bereinigtes EBITDA.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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