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18:21 Uhr, 06.11.2026

Evening-Flash: Gewinnwarnung wirkt nach – Rheinmetall fällt weiter

Rheinmetall rutscht seit der Gewinnwarnung vom Mittwoch um fast 20 % ab: Analysten senken Kursziele, der DAX schließt 1,92 % tiefer.

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Seit der Gewinnwarnung vom Mittwochabend hat Rheinmetall fast 20 % verloren, die Talfahrt hält zum Wochenausklang an. Zugleich schüren überraschend robuste US-Arbeitsmarktdaten die Erwartung einer Leitzinserhöhung der Fed im Dezember; der DAX schloss 1,92 % tiefer bei 25.820,36 Punkten. Lichtblicke bieten Übernahmefantasie bei Hochtief und angehobene Unternehmensprognosen in den USA.

Marktbericht

Der DAX verlor am Freitag 1,92 % auf 25.820,36 Punkte. Den Handel belastet das geldpolitische Umfeld: Nach dem überraschend robusten US-Arbeitsmarktbericht rechnen die Finanzmärkte überwiegend mit einer Zinserhöhung der Fed im Dezember. Hinzu kommen Abstufungen bei Rückversicherern, die anhaltende Schwäche bei Rheinmetall und Kursverluste nach Zahlen bei Daimler Truck und Stabilus.

Die Wall Street legt dagegen zu. Der S&P 500 notiert bei 7.411,53 Punkten 0,79 % fester (Vortagsschluss 7.353,73), der Nasdaq 100 gewinnt 1,76 % auf 27.097,43 Punkte (Vortagsschluss 26.629,81).

Am Devisenmarkt schlägt sich die Zinserwartung unmittelbar nieder: EUR/USD verliert 0,61 % auf 1,12, zeitweise fällt der Euro auf 1,1147 USD. Gold verbilligt sich um 1,11 % auf 4.067,7 USD. Goldman Sachs senkt nach dem Schwenk der Fed zu einer strafferen Geldpolitik sein Goldpreisziel für Ende 2026 von 4.650 auf 4.150 USD, erwartet dank anhaltender Zentralbankkäufe mittelfristig aber weiter steigende Preise. Brent fällt um 1,76 % auf 100,85 USD: In den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran über ein Ende des Iran-Kriegs zeichnet sich ein möglicher Durchbruch ab. Der Abbau der Risikoprämie dämpft den Inflationsdruck. Bitcoin notiert mit 75.823,64 USD nahezu unverändert (-0,21 %).

Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
AIXTRON +4,91 %
HOCHTIEF +4,79 %
Nordex +3,66 %
HENSOLDT AG Inhaber-Aktien o.N. -6,54 %
Auto1 Group -6,52 %
ATOSS Software -5,66 %

In der Rüstungsbranche setzt Rheinmetall (Aktuelle Analyse) seine Talfahrt auf gut 806 EUR fort. Seit der Gewinnwarnung vom Mittwochabend hat die Aktie fast 20 % eingebüßt; mehrere Analysten senken seither Kursziele oder Empfehlungen. Mehr Klarheit dürfte der Kapitalmarkttag am 27. November bringen. Für Hensoldt senkt die LBBW das Kursziel von 100 auf 85 EUR, das Votum lautet "Hold". Die Bundesregierung verhandelt weiter über einen Einstieg beim deutsch-französischen Panzerbauer KNDS mit einer angestrebten Beteiligung von 50 %; die Vertragsdetails sind noch offen.

Gegen den Markt legt Hochtief um 5,5 % auf 365,60 EUR zu. Der spanische Mutterkonzern ACS erwägt eine Komplettübernahme der deutschen Tochter oder eine Fusion beider Unternehmen. Geprüft werden könnte zudem eine Börsennotierung der US-Tochter Turner Construction in New York.

Unter den Versicherern sorgen Abstufungen durch JPMorgan für Verluste. Die Bank setzt Munich Re von "Overweight" auf "Neutral" und Hannover Rück von "Neutral" auf "Underweight" herab, belässt die Kursziele aber bei 590 beziehungsweise 270 EUR. Munich Re verliert daraufhin 3,9 % auf 571,40 EUR, Hannover Rück 4,0 % auf 294,20 EUR.

Im Fahrzeug- und Zuliefergeschäft fallen die Quartalszahlen gemischt aus. Daimler Truck (Aktuelle Analyse) hatte bis zum frühen Nachmittag rund 4 % auf 40,26 EUR verloren, Stabilus büßt nach Zahlen und gesenkten Erwartungen 4,2 % ein. Jost Werke (Aktuelle Analyse) gewinnt dagegen nach einem guten dritten Quartal und einem zuversichtlicheren Ausblick 3,1 %.

Bei Thyssenkrupp verzögert sich die grüne Stahlwende: Thyssenkrupp Steel Europe verschiebt die Inbetriebnahme der rund 3 Mrd. EUR teuren Direktreduktionsanlage von 2027 auf voraussichtlich 2029. Sie wird mit bis zu 2 Mrd. EUR staatlich gefördert. Für Nordex hebt ODDO BHF das Kursziel von 41,50 auf 44 EUR an; für Auto1 senkt Metzler das Ziel von 30 auf 28 EUR.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
Solventum +15,49 %
Coherent +12,78 %
Airbnb Inc. Registered Shares DL -,01 +12,69 %
Axon Enterprise -24,50 %
Microchip Technology -20,58 %
Insulet Corporation -7,52 %

Im Gesundheitssektor übertrifft Moderna (Aktuelle Analyse) den Umsatzkonsens um rund 47 %, hebt die Umsatzwachstumsprognose für 2026 von bis zu 10 % auf 15 bis 25 % an und erhält die US-Zulassung für mFLUSIVA, worauf die Aktie vorbörslich um 6,8 % gesprungen war; Humana schneidet beim bereinigten Ergebnis besser ab als befürchtet, erhöht die Prognose für 2026 auf mindestens 9,50 USD je Aktie und gewinnt 3,5 %, während Solventum bei Umsatz und bereinigtem EPS die Erwartungen übertrifft, die Jahresprognose anhebt und durch Neuverhandlung des Rohstoffvertrags mit 3M drohenden Margendruck abwendet. Höhere Prognosen melden auch Vistra, das bei 28 % Umsatzwachstum auf 6,35 Mrd. USD erstmals einen Ausblick für 2027 gibt, das Rückkaufprogramm um 1,5 Mrd. USD aufstockt und nach vorbörslich 3,7 % inzwischen 10,6 % gewinnt, sowie Airbnb (Aktuelle Analyse) , das im dritten Quartal die Umsatzerwartungen übertrifft und höhere Analystenkursziele erhält, darunter 230 USD von Evercore ISI; bei Charter Communications treibt die Cox-Übernahme den Umsatz über die Erwartungen, doch eine Franchise-Wertminderung von 6,3 Mrd. USD führt zu 20,50 USD Verlust je Aktie, während ein neues Betriebsmodell jährlich 2 Mrd. USD einsparen soll und die Aktie vorbörslich 6,0 % verloren hatte.

Im Technologiesektor springt Extreme Networks um 18 %, weil das Unternehmen nach Übernahmeinteresse einen Verkauf prüft; mögliche Käufer sind Fortinet, Cisco Systems und NetApp. SoftBank verliert weitere 10,8 % und seit Anfang Juni 59 %, nachdem der Konzern binnen zwölf Monaten zusätzliche Schulden von 40,4 Mrd. USD für KI-Investitionen aufgenommen hat, darunter ein Engagement von 64 Mrd. USD bei OpenAI. Für Microchip Technology senken mehrere Analysten ihre Kursziele deutlich, Evercore ISI von 117 auf 75 USD und Jefferies von 100 auf 85 USD.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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