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18:21 Uhr, 20.10.2026

Evening-Flash: Diplomatiehoffnung drückt Ölpreis – DAX hält sich

Diplomatiehoffnungen im USA-Iran-Konflikt drücken den Ölpreis, doch schwache ZEW-Daten bremsen den DAX, der nahezu unverändert bei 25.304,42 Punkten schließt.

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Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran lässt Öl- und Gaspreise sinken. Am deutschen Aktienmarkt stehen dieser Entlastung schwächere ZEW-Konjunkturerwartungen und Verluste bei Tech- und Industriewerten gegenüber: Der DAX schloss bei 25.304,42 Punkten nahezu auf Vortagsniveau. In den USA prägen Quartalszahlen das Bild, wobei RTX seine Prognose erneut anhebt, während General Motors sein Ergebnisziel senkt.

Marktbericht

Der DAX trat zum Handelsschluss auf der Stelle und schloss bei 25.304,42 Punkten, einem Minus von 0,06 %. Rückenwind kam vom Energiemarkt: Öl- und Gaspreise gaben angesichts neuer Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im USA-Iran-Konflikt nach. Dem standen die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gegenüber, die sich erstmals seit fünf Monaten verschlechtern, sowie Kursverluste bei Tech- und Industriewerten vor der anlaufenden Berichtssaison.

An der Wall Street geht es aufwärts. Der S&P 500 steht bei 7.720,41 Punkten und damit 0,39 % über dem Vortagsschluss von 7.690,73 Punkten. Der Nasdaq 100 legt um 0,13 % auf 29.568,49 Punkte zu, nach einem Vortagsschluss von 29.529,34 Punkten, und bleibt damit hinter dem breiten Markt zurück.

Am Ölmarkt verbilligt sich Brent im Zuge der Diplomatiehoffnungen um 0,88 % auf 109,92 USD. Berichte über eine unmittelbar bevorstehende Einigung sind allerdings unzutreffend. US-Finanzminister Bessent erklärt, im Iran setze Panik ein und die Landeswährung sei eingebrochen. Zugleich melden die Revolutionsgarden Explosionen an zwei Öltankern in der Straße von Hormus. Gold gibt um 0,32 % auf 4.146,6 USD nach.

Der Euro notiert bei 1,12 USD und damit 0,11 % fester (EUR/USD). Zwischenzeitlich gibt die Gemeinschaftswährung im Tagesverlauf nach, als die EZB den Referenzkurs niedriger festsetzt und die ZEW-Daten enttäuschen. Bitcoin steigt um 0,74 % auf 82.447,67 USD. Ein großer Nettozufluss unbekannter Großhalter an Coinbase und die Reaktivierung einer seit über zehn Jahren ruhenden Wallet mit 500 Bitcoin deuten allerdings auf mögliche Verkaufsabsichten hin.


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Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
TAG Immobilien +3,97 %
Qiagen +3,64 %
Evotec +2,81 %
VERBIO Vereinigt.BioEnergie -7,40 %
SMA Solar Technology -7,13 %
K+S Aktiengesellschaft -5,34 %

Vor dem Start der Berichtssaison verzeichnen Technologie- und Industriewerte Verluste. Betroffen sind die DAX-Schwergewichte Siemens und Infineon ebenso wie der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB und der Kupferkonzern Aurubis (Aktuelle Analyse) .

Unter den Einzelwerten fallen die Analystenurteile unterschiedlich aus. Goldman Sachs stuft TAG Immobilien mit Buy und einem Kursziel von 14,30 EUR ein. Die Kaufempfehlung begründet die Bank mit dem überdurchschnittlichen Wachstumspotenzial des Polen-Geschäfts. Die Citigroup senkt dagegen das Kursziel für K+S (Aktuelle Analyse) von 16,50 EUR auf 15 EUR. Der Kaliproduzent hatte bereits in den vergangenen Wochen Verluste verbucht, weil die USA Verhandlungen über günstige Kalidünger-Importe aus Belarus aufnehmen könnten. Das würde zusätzliche Konkurrenz auf dem US-Markt bedeuten.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
Equifax +11,02 %
Thomson Reuters +9,32 %
Gartner +6,45 %
DaVita -7,92 %
General Motors Co. -7,72 %
Lumentum Holdings -5,87 %

Die vorbörslich vorgelegten Zahlen von RTX (Aktuelle Analyse) und General Motors (Aktuelle Analyse) zum dritten Quartal übertreffen die Konsensschätzungen bei Umsatz und Gewinn je Aktie, doch beim Ausblick gibt es Unterschiede: General Motors meldet einen Gewinn je Aktie von 3,70 USD und einen Umsatz von 50,02 Mrd. USD, senkt aber das Jahresziel für das bereinigte EBIT auf 14,5 bis 15,5 Mrd. USD; damit liegt die Gewinnerwartung für das Schlussquartal deutlich unter dem starken dritten Quartal und die Mitte des EPS-Ausblicks unter dem Analystenkonsens; trotz eines neuen Aktienrückkaufprogramms über 20 Mrd. USD hatte die Aktie vorbörslich mehr als 5 % verloren, während Equifax beim bereinigten EPS mit 2,26 USD ebenfalls die Erwartungen übertrifft, wegen des schwächeren US-Hypothekenmarkts jedoch die Jahresprognose senkt.

Die Industrie- und Luftfahrtkonzerne erhöhen dagegen ihre Prognosen: RTX steigert den Umsatz um 11 % auf knapp 25 Mrd. USD und hebt den Ausblick für 2026 erneut auf 97 bis 97,5 Mrd. USD Umsatz und 7,65 bis 7,75 USD Gewinn je Aktie an, woraufhin die Aktie vorbörslich rund 3 % zugelegt hatte; 3M (Aktuelle Analyse) verbessert den bereinigten Gewinn je Aktie um 12 % auf 2,50 USD und erhöht die Jahresprognose zum zweiten Mal in Folge auf 9,10 bis 9,15 USD, was vorbörslich leichte Gewinne ausgelöst hatte; GE Aerospace (Aktuelle Analyse) hebt nach einem starken Sommergeschäft die Prognose für 2026 auf ein Umsatzplus von 19 bis 20 % und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8 bis 8,10 USD an, die Aktie hatte vorbörslich bei übertroffenen Erwartungen jedoch mehr als 1 % nachgegeben.

Im Gesundheitssektor stehen behördliche Maßnahmen im Fokus. Baxter erhält nach einer Werksinspektion einen Warnbrief der FDA wegen erheblicher Verstöße; im frühen Handel war die Aktie um 4,6 % gefallen. Bei DaVita geht es um die Marktstruktur: Die US-Regierung strebt mehr Wettbewerb bei Nierenbehandlungen an, einem Markt, in dem der Dialyseanbieter zu den führenden Unternehmen zählt.

Am Softwaremarkt baut Salesforce sein Marketinggeschäft aus und übernimmt den Anbieter Braze für 47,50 USD je Aktie, was einem Unternehmenswert von rund 5,7 Mrd. USD entspricht. Vorbörslich hatte die Salesforce-Aktie mehr als 3 % verloren.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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