Aurubis-Aktie: Nächster Stopp bei 125 EUR?
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- Aurubis AG - WKN: 676650 - ISIN: DE0006766504 - Kurs: 142,900 € (XETRA)
- Call auf Aurubis - WKN: HT9QMR - ISIN: DE000HT9QMR5 - Kurs: 3,970 € (HSBC)
- Put auf Aurubis - WKN: HM90P7 - ISIN: DE000HM90P76 - Kurs: 3,900 € (HSBC)
Herzlich willkommen in der Welt der Rohstoffe! Heute steht mit der Aurubis ein deutscher Aktienwert im Fokus, dessen Geschäft eng mit den Entwicklungen an den Metallmärkten verknüpft ist.
Metallpreise belasten den Chart

Insbesondere Edelmetalle und Industrierohstoffe standen zuletzt unter Abgabedruck. Das macht sich inzwischen auch im Chartbild der Aurubis AG bemerkbar. Das Hamburger Unternehmen ist auf die Produktion von Primärkupfer und Edelmetallen, das Recycling von Sekundärrohstoffen sowie die Verarbeitung von Kupfer zu Endprodukten spezialisiert. Verarbeitet werden unter anderem Metallkonzentrate, Altmetalle und metallhaltige, wiederverwertbare Rohstoffe.
Am Dienstag verlor die Aktie im Morgenhandel 5 %. Damit setzt sich die Schwäche vom Montag fort, als der Titel bereits 2,8 % eingebüßt hatte. Der Bruch der 160-EUR-Marke wurde damit bestätigt. Mehr noch: Auch die psychologisch wichtige Marke von 150 EUR ist inzwischen gefallen.
Bereits Anfang September war die Aktie unter ihre 200-Tage-Linie gerutscht. Inzwischen hat der gleitende Durchschnitt zudem seinen zuvor steigenden Verlauf verlassen. Das charttechnische Bild trübt sich damit mittelfristig weiter ein.
Was derzeit überhaupt noch für die Bullen spricht, ist allenfalls die überverkaufte Marktsituation. Nach dem kräftigen Abverkauf der vergangenen Wochen ist diese allerdings keine große Überraschung. Für kurzfristig orientierte Daytrader kann sie durchaus interessant sein, etwa mit Blick auf technische Gegenbewegungen. Ein belastbares Kaufsignal ist sie jedoch nicht.
142 EUR im Fokus, darunter drohen 125 EUR
Die jüngste Schwäche kommt nicht völlig überraschend.
Bereits in meiner Analyse vom 15. September lautete die Überschrift: "AURUBIS: Jetzt wird es technisch brenzlig". Damals notierte Aurubis noch bei 166 EUR.
Inzwischen hat sich die charttechnische Situation weiter zugespitzt. Die nächste relevante Unterstützung liegt im Bereich von 142 EUR. Sollte auch diese Kurszone nachhaltig nach unten durchbrochen werden, könnte sich der Verkaufsdruck nochmals verstärken. Als nächstes technisches Kursziel rückt dann die Marke von 125 EUR in den Fokus. Damit würde die Aktie wieder auf dem Kursniveau vom Jahresbeginn notieren.
Auf der Oberseite ist die 150er-Marke zum Widerstand geworden. Erst wenn sich der Kurs stabilisiert und diese Marke wieder nachhaltig überwindet, könnte sich das kurzfristige Chartbild etwas aufhellen.
Aurubis steht mit dem Kurseinbruch zudem nicht alleine da: Bereits in den vergangenen Wochen zeigten sich europäische Minenwerte angesichts sinkender Metallpreise deutlich schwächer. Das Umfeld bleibt für Aktien mit einem starken Bezug zu den Rohstoffmärkten damit anspruchsvoll.
Fundamentale Bewertung ist kein Kaufsignal
Von fundamentaler Seite sehen Analysten durchaus noch Potenzial. Das durchschnittliche Kursziel liegt rund 14 % über dem aktuellen Kursniveau, das durchschnittliche Rating lautet "Halten". Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2027 von 15 erscheint die Aktie auf den ersten Blick nicht übermäßig teuer.
Allerdings gilt auch hier: Eine vergleichsweise moderate Bewertung schützt nicht vor weiteren Kursverlusten. Solange die charttechnische Abwärtsbewegung anhält, ist das Bewertungsargument allein keine überzeugende Long-Ansage, insbesondere nicht für mittelfristig orientierte Anleger.
Vielmehr bleibt Aurubis vorerst ein interessantes Trading-Vehikel, vor allem für aktive Marktteilnehmer, die auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends oder auf kurzfristige Gegenbewegungen setzen.
Mein Fazit: Die Aurubis-Aktie ist derzeit in den Händen der Bären. Der Bruch der 150-EUR-Marke ist ein weiteres Schwächesignal. Jetzt kommt es darauf an, ob die Unterstützung bei 142 EUR dem Verkaufsdruck standhält. Fällt auch diese Marke, eröffnet sich aus charttechnischer Sicht weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich von 125 EUR.
Für kurzfristig orientierte Trader bleibt die Aktie damit interessant, aktuell aber eher auf der Short-Seite. Antizyklische Long-Positionen sind angesichts des angeschlagenen Chartbilds riskant. Erst eine Stabilisierung und die Rückeroberung der 150-EUR-Marke würden die Voraussetzungen für eine nachhaltigere Gegenbewegung verbessern.
Strategien
Auf den beschriebenen Basiswert gibt es mehrere Derivate, mit denen Du auf steigende oder fallende Kurse spekulieren kannst. Nachfolgend zwei mögliche Ansätze:
Long (Spekulation auf steigende Kurse): Call Warrant (Optionsschein) – Basis: 110,00 EUR – Laufzeit bis: 15.12.2027 – Hebel: 3,0 – ISIN: DE000HT9QMR5
Short (Spekulation auf fallende Kurse): Put Warrant (Optionsschein) – Basis: 170,00 EUR – Laufzeit bis: 15.9.2027 – Hebel: 2,2 – ISIN: DE000HM90P76
Das Team
Der Optionsscheine Expert Trader verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader im Oktober 2019 weisen rund 82 % der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. Hier findest Du Infos zum Produkt.
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