GENERAL MOTORS: Marge auf 8,2 % – die Gewinnprognose zieht nicht mit
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General Motors holt aus nur leicht höherem Umsatz deutlich mehr Gewinn und Cashflow heraus und kündigt Aktienrückkäufe über 20 Mrd. USD an. Im Ausblick bleibt der Autobauer dagegen auffallend zurückhaltend, während das Geschäft außerhalb Nordamerikas spürbar nachgibt.
| ✦ Auf einen Blick |
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• Der Umsatz steigt um 2,9 % auf 50,0 Mrd. USD und liegt über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 48,78 Mrd. USD. • Das bereinigte verwässerte EPS klettert von 2,80 auf 3,70 USD und liegt damit nahezu exakt auf dem Konsens von 3,69 USD. • Die bereinigte EBIT-Marge steigt von 6,9 auf 8,2 %, in Nordamerika erreicht sie 8,7 %. • GM engt die Jahresprognose für das bereinigte EBIT auf 14,5 bis 15,5 Mrd. USD ein und hebt die Free-Cashflow-Prognose auf 11,5 bis 12,5 Mrd. USD an. • Nach Abschluss des Programms über 6 Mrd. USD genehmigt das Board neue Aktienrückkäufe über 20 Mrd. USD. |
Der Konzernumsatz steigt im dritten Quartal um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr auf 50,0 Mrd. USD und liegt damit rund 2,5 % über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 48,78 Mrd. USD. Nach einem Minus von 0,9 % im ersten Quartal und einem Plus von 1,9 % im zweiten zieht das Wachstumstempo damit weiter leicht an.
Deutlich kräftiger wächst der Gewinn: Das bereinigte EBIT (EBIT-adjusted) klettert um 21,6 % auf 4,1 Mrd. USD, die Marge steigt von 6,9 % auf 8,2 %. Das bereinigte verwässerte EPS legt von 2,80 auf 3,70 USD zu und trifft die durchschnittliche Analystenschätzung von 3,69 USD praktisch punktgenau. Die Aktie notiert in einer ersten vorbörslichen Indikation rund 4,8 % tiefer.
Auf GAAP-Basis fällt der Sprung noch größer aus: Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn steigt von 1,33 auf 3,34 Mrd. USD, das verwässerte EPS von 1,35 auf 3,73 USD. Allerdings drückten im Vorjahresquartal Sonderbelastungen von 1,93 Mrd. USD das Ergebnis, vor allem für die Neuausrichtung des E-Auto-Geschäfts. Diesmal sind es nur 238 Mio. USD. Hinzu kommt ein Steuervorteil von 208 Mio. USD aus der geänderten steuerlichen Einstufung einer Tochter. Maßgeblich bleibt deshalb die bereinigte Größe. Sie zeigt ein klares Bild: Beim Umsatz übertrifft GM die Erwartungen, beim Gewinn je Aktie reicht es nur für eine Punktlandung.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von General Motors Co. (Quelle: Unternehmensangaben)
Nordamerika zieht den Konzern allein
Bei GM North America steigt das bereinigte EBIT von 2,51 auf 3,59 Mrd. USD, die Marge von 6,2 % auf 8,7 %. Die Auslieferungen an Händler wachsen dabei nur von 840.000 auf 870.000 Fahrzeuge; zudem enthält das Ergebnis einen Gewinn aus dem Verkauf einer Beteiligung. In den USA sinkt der Marktanteil von 16,8 % auf 16,1 %, während der Anteil der in der Regel weniger profitablen Flottenverkäufe wächst. Die höhere Marge beruht also nicht auf Marktanteilsgewinnen.
Außerhalb des Heimatmarkts wird es dünn: GM International kommt nur noch auf 28 Mio. USD bereinigtes EBIT nach 226 Mio. USD im Vorjahr. Auch die Finanzsparte GM Financial verdient vor Steuern mit 668 Mio. USD weniger als zuvor mit 804 Mio. USD. Die Abhängigkeit von Nordamerika nimmt damit weiter zu.
Rückkäufe drücken die Aktienzahl weiter
Der bereinigte Free Cashflow im Autogeschäft steigt um 40 % auf 5,88 Mrd. USD. Das Geld fließt konsequent an die Aktionäre: Das im Januar aufgelegte Rückkaufprogramm über 6 Mrd. USD ist abgeschlossen, das Board genehmigt ein neues über 20 Mrd. USD ohne Laufzeitbegrenzung. Seit Jahresende sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien von 904 auf 849 Mio.; Ende 2023 waren es noch 1,2 Mrd. Das erklärt, warum das bereinigte EPS mit 32 % schneller wächst als das bereinigte EBIT. Ein Teil des Gewinnwachstums je Aktie geht damit schlicht auf die durch Rückkäufe verringerte Aktienzahl zurück.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Das Umsatzwachstum beschleunigt sich leicht, doch die Gewinnprognose spiegelt die Stärke des dritten Quartals kaum wider. GM engt die Spanne für das bereinigte EBIT von 14,0 bis 16,0 auf 14,5 bis 15,5 Mrd. USD ein. Die Mitte bleibt unverändert bei 15 Mrd. USD. Nach neun Monaten stehen bereits 12,3 Mrd. USD zu Buche. Für das Schlussquartal bleiben rechnerisch nur 2,2 bis 3,2 Mrd. USD und damit klar weniger als die gerade erzielten 4,1 Mrd. USD.
Beim bereinigten EPS verschiebt sich die Spanne von 12,00 bis 14,00 auf 12,75 bis 13,75 USD. Die Mitte von 13,25 USD liegt unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 13,44 USD für das Gesamtjahr. Kräftig angehoben wird dagegen die Prognose für den bereinigten Free Cashflow im Autogeschäft: von 9,5 bis 11,5 auf 11,5 bis 12,5 Mrd. USD. Daraus spricht Vorsicht beim Gewinn, zugleich aber wachsende Zuversicht für den Mittelzufluss.
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2026e | 2027e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 185,02 Mrd. USD | 185,73 Mrd. USD | 189,74 Mrd. USD |
| EPS | 10,62 USD | 13,44 USD | 15,24 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 bereinigt (Summe der Quartale)
Fazit: GM lässt die Mitte der EBIT-Prognose unverändert, obwohl die Marge um 1,3 Prozentpunkte und der Free Cashflow um 40 % steigen. Nordamerika liefert, während GM International und GM Financial schwächeln und das bereinigte EPS den Konsens nur trifft. Auf Basis der Analystenschätzungen notiert die Aktie beim 6,1-Fachen des für 2026 und beim 5,4-Fachen des für 2027 erwarteten Gewinns, bei einem erwarteten EPS-Wachstum von 13 %. Das 20-Mrd.-USD-Programm stützt den Gewinn je Aktie verlässlich, doch die niedrige Gewinnerwartung des Managements für das Schlussquartal begrenzt den Optimismus.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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