Analyse
11:11 Uhr, 30.11.2023

EUR/USD: Inflationsrate sinkt weiter

Die Verbraucherpreisinflation in der Eurozone hat sich im November weiter auf 2,4 Prozent im Jahresvergleich abgeschwächt – der niedrigste Wert seit Juli 2021.

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
    ISIN: EU0009652759Kopiert
    Kursstand: 1,09198 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • EUR/USD - WKN: 965275 - ISIN: EU0009652759 - Kurs: 1,09198 $ (FOREX)

EUR/USD fällt im europäischen Handel am Donnerstagvormittag weiter von seinem gestern bei 1,1017 markierten Dreieinhalbmonatshoch zurück. Im Tief wurde das Währungspaar bislang bei 1,0919 gehandelt.

Die am Morgen aus Deutschland gemeldeten Wirtschaftsdaten sind gemischt ausgefallen. Die Einzelhandelsumsätze überraschten im Oktober mit einem Anstieg um 1,1 Prozent im Monatsvergleich positiv. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang um 0,8 Prozent im Oktober. Auf Jahressicht sanken die Einzelhandelsumsätze um 0,1 Prozent. Erwartet worden war mit minus 2,0 Prozent jedoch ein deutlich stärkerer Rückgang, nach minus 4,3 Prozent im September.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg im November wie von Volkswirten im Konsens erwartet um 22.000. Im Oktober lag der Anstieg bei 31.000 Personen. Die Arbeitslosenquote legte entgegen den Erwartungen leicht von 5,8 Prozent im Oktober auf 5,9 Prozent im November zu (Konsens unverändert).

Die Verbraucherpreisinflation in der Eurozone hat sich im November weiter auf 2,4 Prozent im Jahresvergleich abgeschwächt – der niedrigste Wert seit Juli 2021. Volkswirte hatten im Konsens lediglich mit einem Inflationsrückgang auf 2,7 Prozent gerechnet, nach 2,9 Prozent im Oktober. In der Kernrate lag die Teuerung im November bei 3,6 Prozent (Konsens 3,9 Prozent, nach 4,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote im Euroraum verharrte im Oktober wie erwartet bei 6,5 Prozent.

Gegen 11:10 Uhr MEZ notiert EUR/USD bei 1,0922. Die nächsten wichtigen Unterstützungen finden sich an den Tiefs vom 22. November 2023 bei 1,0852 und 17. November 2023 bei 1,0824. Oberhalb des o.g. Dreieinhalbmonatshochs vom 29. November 2023 bei 1,1017 liegt der nächste markante Widerstand am Hoch vom 10. August 2023 bei 1,1065.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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