Nachricht
19:42 Uhr, 24.10.2026

Die Woche in Zahlen: Teures Öl drückt die europäischen Börsen

Brent legte um 5,1 % auf 117,70 USD zu, DAX und EuroStoxx 50 gaben nach: Der Wochenrückblick zeigt, wie der Ölpreis die Märkte diese Woche durcheinanderwirbelte.

Neue Angriffe und Drohungen in Nahost haben den Ölpreis in dieser Woche weiter nach oben getrieben und vor allem die europäischen Aktienmärkte belastet. Brent verteuerte sich um 5,1 % auf 117,70 USD je Barrel, der DAX gab 1,7 % nach, der EuroStoxx 50 1,5 %; in New York fielen die Abschläge kleiner aus, der Dow Jones schloss sogar leicht im Plus. Gold bot trotz der Eskalation keinen Halt und verlor 4,1 %, weil teures Öl die Erwartung länger hoher Zinsen nährte.

Wochenbilanz – Die Woche in Zahlen

Wochenbilanz

Was die Woche prägte

Milliardenschwere Investitionspläne für künstliche Intelligenz trafen in dieser Woche auf ein Umfeld, in dem Öl und Kapital spürbar teurer wurden. Selbst ordentliche Quartalszahlen reichten in diesem Klima nicht immer aus, um Anleger zu überzeugen.

Was die Woche prägte – Die Woche in Zahlen

Was die Woche prägte

Chart der Woche: Roper Technologies +14,5 %

Roper Technologies hat seinen Wochengewinn im Wesentlichen an einem einzigen Handelstag eingefahren. Am Donnerstag legte der Konzern Zahlen für das dritte Quartal vor, die über den Erwartungen lagen, und erhöhte zugleich seine Prognose. Die Aktie sprang daraufhin am 22. Oktober um 9,7 %, an den übrigen Tagen kam deutlich weniger hinzu. Auf die Woche gerechnet stand ein Plus von 14,5 % zu Buche, erzielt in einem Nasdaq 100, der im selben Zeitraum nachgab.

Chart der Woche: Roper Technologies +14,5 % – Die Woche in Zahlen

Chart der Woche: Roper Technologies +14,5 %

Sektoren im Blick

Gesundheitswerte legten in Europa um 3,9 % zu, stärker als jede andere Branche, und schlossen auch in den USA im Plus. Vom Ölpreissprung kam bei den Energiewerten dagegen erstaunlich wenig an, sie gewannen in beiden Regionen nur moderat. In Europa gaben die konjunkturnahen Branchen auf breiter Front nach, von den Finanzen über Rohstoffe & Chemie bis zur Industrie. In den USA legten Finanzen sowie Rohstoffe & Chemie in derselben Woche leicht zu, dort lag die Kommunikation mit einem Minus von 4,4 % am Ende. Die Industrie verlor in Europa 5,1 % und zählte auch in den USA zu den wenigen Branchen im Minus. Die schwächsten Werte beider Märkte zeigen, wo es dort hakte.

Sektoren im Blick – Die Woche in Zahlen

Sektoren im Blick

Aktien im Fokus: Deutschland

Qiagen führte die deutsche Gewinnerliste an: EQT hat ein Übernahmeangebot vorgelegt, die Aktie stieg daraufhin um 9,8 %. Auch weitere Gesundheitswerte waren gefragt: Sartorius überzeugte mit starken Zahlen und einer höheren Prognose für das Laborgeschäft und gewann 8,0 %, Evotec und Carl Zeiss Meditec legten ähnlich kräftig zu. Am anderen Ende fielen mit Siltronic und Aixtron zwei Halbleiterwerte zweistellig, noch stärker verlor SMA Solar mit 17,6 %. Siemens Energy büßte 12,1 % ein und war damit der schwächste DAX-Wert der Woche.

Aktien im Fokus: Deutschland – Die Woche in Zahlen

Aktien im Fokus: Deutschland

Aktien im Fokus: USA

Hasbros Aktie gewann 18,9 % und verzeichnete damit den größten Kurssprung an der Wall Street. Der Boom um Magic hatte für Quartalszahlen über den Erwartungen gesorgt. CrowdStrike und Nvidia weiteten ihre KI-Sicherheitspartnerschaft aus; die Aktie legte im Wochenverlauf um 13,3 % zu. Noch heftiger fiel der Ausschlag nach unten aus. Comfort Systems USA verlor 19,3 %, nachdem die Marge die Erwartungen leicht verfehlt hatte und der Finanzchef seinen Abgang angekündigt hatte. Mit Howmet Aerospace und Quanta Services fanden sich zwei weitere Industriewerte unter den größten Verlierern. Bei Lam Research belasteten Kapazitätsengpässe den Ausblick, die Aktie gab 12,8 % nach – am deutschen Markt standen mit Siltronic und Aixtron ebenfalls Chipwerte auf der Verliererseite. Unter dem Strich zeigte sich der US-Markt in der Breite robuster, als der Index vermuten lässt: Im S&P 500 schlossen 330 Werte im Plus und nur 173 im Minus.

Aktien im Fokus: USA – Die Woche in Zahlen

Aktien im Fokus: USA

Makro-Überraschungen der Woche

Die vom ZEW befragten Finanzmarktexperten blicken deutlich skeptischer auf die Eurozone als vorhergesagt: Ihre Konjunkturerwartungen lagen im Oktober bei 18,5 Punkten, erwartet worden waren 23,6 Punkte. Auch für Deutschland blieb der Wert hinter der Prognose zurück. Aus den Unternehmen selbst kam zum Wochenschluss ein freundlicheres Signal: Der deutsche Einkaufsmanagerindex für die Industrie lag bei 54,2 Punkten und übertraf damit den Konsens von 53,5 Punkten. Die Stimmung an den Finanzmärkten und die Lage in den Betrieben liefen damit in dieser Woche auseinander.

Makro-Überraschungen der Woche – Die Woche in Zahlen

Makro-Überraschungen der Woche

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.