Weekend-Flash: Angriffe in Saudi-Arabien – Öl steigt, DAX fällt
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Drohnenangriffe auf ein saudisches Ölfeld, zunehmende Huthi-Attacken und mit Israel abgestimmte US-Angriffspläne gegen den Iran trieben den Ölpreis deutlich nach oben. Zusammen mit enttäuschenden Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone führte das beim DAX zu einem Wochenverlust von 1,72 %. An der Wall Street prägte die Berichtssaison den Handel: SpaceX meldete seinen ersten Gewinn, Tesla einen Gewinneinbruch.
Wochenrückblick
Die Woche stand im Zeichen der Entwicklungen am Persischen Golf. Zunächst überwog die Entlastung: US-Energieminister Wright bezifferte die Öllieferungen aus der Region wieder auf rund 80 % des Vorkrisenniveaus, am Dienstag kamen Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung zwischen Washington und Teheran hinzu. Am Mittwoch dementierte der Iran jedoch diplomatische Fortschritte. Tags darauf trafen Drohnen ein Ölfeld und einen Flughafen in Saudi-Arabien, bei Saudi Aramco wurde evakuiert. Zum Wochenschluss wurde bekannt, dass Berater von Präsident Trump mit Israel abgestimmte Angriffe auf den Iran ausgearbeitet hatten, die nach seiner Zustimmung sofort beginnen sollten. Brent verteuerte sich im Wochenverlauf um 5,12 % auf 117,7 USD je Barrel.
Der hohe Ölpreis hielt die US-Zinsfrage offen. Fed-Chef Kevin Warsh plädierte für unveränderte Leitzinsen bei der kommenden Sitzung, Händler veranschlagten die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung bis Jahresende aber auf 90 %. Das lastete ebenso auf dem Euro wie die Sorge um Frankreichs Staatsfinanzen: Der Renditeabstand französischer Staatsanleihen zu Bundesanleihen erreichte ein 15-Jahres-Hoch. EUR/USD verlor auf Wochensicht 0,32 % auf 1,12. Gold gab trotz stark aufgestockter Notenbankkäufe um 4,14 % auf 4.007,9 USD nach und fiel zeitweise unter die 4.000-USD-Marke auf ein Dreimonatstief. Bitcoin verzeichnete ein Wochenminus von 0,52 % auf 81.078,04 USD.
Konjunkturell blieben die Signale uneinheitlich. Chinas Wirtschaft wuchs im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 4,5 % statt der erwarteten 4,4 %. Damit erschien das Wachstumsziel erreichbar, die Hoffnung auf umfangreiche Stimuli aus Peking schwand. Der Hang Seng fiel am Donnerstag auf ein Vier-Monats-Tief. In Europa verschlechterten sich die ZEW-Erwartungen erstmals seit fünf Monaten, auch das Verbrauchervertrauen der Eurozone sank. Enttäuschend fielen am Freitag die Einkaufsmanagerindizes in Eurozone, Deutschland und den USA gegenüber den Erwartungen aus.
Für den DAX summierte sich das zu einem Wochenverlust von 1,72 % auf 25.181,65 Punkte. Nur der Mittwoch brachte ein deutliches Plus, als der KI-Schwung um SpaceX Technologiewerte wie Infineon stützte. An der Wall Street legte der Dow Jones auf Wochensicht um 0,41 % auf 52.215,16 Punkte zu. Dagegen verloren S&P 500 (-0,47 % auf 7.623,68 Punkte) und Nasdaq 100 (-0,79 % auf 28.957,53 Punkte), nachdem Technologiewerte am Donnerstag deutlich nachgegeben hatten.
Europa
Tops & Flops Europa — Wochensicht (L&S)
| Wert | Woche |
|---|---|
| Qiagen | +9,69 % |
| Carl Zeiss Meditec | +9,00 % |
| Evotec | +8,99 % |
| SMA Solar Technology | -17,72 % |
| Aurubis | -13,95 % |
| Siltronic | -13,68 % |
Übernahmen prägten die europäische Woche. Im Chemiesektor bekundete BASF eine Kaufabsicht für Evonik. Evonik prüfte seinerseits offenbar den Kauf des US-Konzerns Ashland. Konkret war dagegen die Offerte für Qiagen: EQT wollte gemeinsam mit dem Staatsfonds aus Abu Dhabi und dem CPP Investment Board 46,50 EUR je Aktie in bar zahlen. Die Gremien unterstützten das Angebot. Die Aktie gewann auf Wochensicht deutlich.
In der Industrie fiel die Bilanz gemischt aus. Safran (Aktuelle Analyse) sank nach enttäuschenden Zahlen auf den tiefsten Stand seit Mai und zog Rolls-Royce sowie MTU mit nach unten. Krones kappte die Umsatzprognose. Dagegen meldete ABB einen Rekord-Auftragseingang von 12,06 Mrd. USD und hob die Prognose an. Holcim steigerte den Umsatz um 15,5 % und erhöhte das Wachstumsziel für den wiederkehrenden Betriebsgewinn auf 10 bis 12 %. Größter Verlierer war Aurubis, das seine Talfahrt fortsetzte.
Im Luxussegment enttäuschte Kering (Aktuelle Analyse) : Gucci verlor auf vergleichbarer Basis 6 % Umsatz statt der erwarteten 3,29 %. Die Aktie fiel nach den Zahlen auf ein Tief seit Juli 2025. Gegen den schwachen Gesamtmarkt legte SAP zu: Nach starken Cloud-Zahlen folgten mehrere Kurszielanhebungen, die Aktie erreichte den höchsten Stand seit Januar. Bei Volkswagen drohten nach der Kündigung von zehn Tarifverträgen für rund 130.000 Beschäftigte zum Jahresende 2026 Streiks nach Ablauf der Friedenspflicht.
USA
Tops & Flops USA — Wochensicht (L&S)
| Wert | Woche |
|---|---|
| Hasbro | +18,91 % |
| Charles River Labs Intl | +15,07 % |
| Roper Technologies | +14,48 % |
| Comfort Systems USA | -19,33 % |
| Howmet Aerospace | -15,86 % |
| Flex | -15,38 % |
An der Wall Street stand die Belastbarkeit des KI-Booms im Mittelpunkt. SpaceX meldete den ersten Gewinn als börsennotiertes Unternehmen und übertraf mit 14,58 Mrd. USD die Umsatzschätzung um rund 13 %, getragen vom neuen Super-Intelligence-Segment. Zugleich bildeten Tesla und SpaceX Sonderausschüsse zur Prüfung einer Fusion. Teslas Gewinn sank um 43 % auf 787 Mio. USD, weil höhere Forschungs- und KI-Ausgaben das operative Ergebnis drückten. Bei Lam Research (Aktuelle Analyse) wurde der Rekordumsatz negativ aufgenommen, da Engpässe bei Reinraumfläche und Komponenten die Prognose belasteten. Meta übertraf mit 64,60 Mrd. USD Umsatz den Konsens. Eine Sonderbelastung von 9,89 Mrd. USD aus einem Vergleich mit 52 Staatsanwälten drückte jedoch das GAAP-Ergebnis. Netflix enttäuschte mit dem Ausblick und erhielt Kurszielsenkungen.
Abseits der Technologie dominierten Prognoseanhebungen. RTX, 3M und GE Aerospace erhöhten ihre Jahresziele, ebenso Roper Technologies, das seine Jahresziele anhob. General Motors senkte das Ziel für das bereinigte EBIT auf 14,5 bis 15,5 Mrd. USD und legte ein Rückkaufprogramm über 20 Mrd. USD auf. Comfort Systems USA übertraf die Umsatzschätzungen.
Im Gesundheitssektor belasteten Pläne des Gesundheitsministeriums für mehr Wettbewerb bei Nierenbehandlungen die Dialysebranche um DaVita und Fresenius Medical Care. Baxter erhielt einen Warnbrief der FDA. Abbott Laboratories kündigte an, sein Ernährungsgeschäft mit rund 8,5 Mrd. USD Jahresumsatz bis Ende 2027 abzuspalten.
Ausblick auf die neue Woche
Notenbanken und Tech-Bilanzen bestimmen die neue Woche. Am Montag zeigt das ifo-Geschäftsklima, ob sich die Eintrübung der Einkaufsmanagerindizes bestätigt. Am Mittwoch folgt der Zinsentscheid der Fed; Händler veranschlagten die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung bis Jahresende auf 90 %. Unternehmenszahlen legen am Mittwoch Microsoft und Alphabet vor, am Donnerstag berichtet Amazon.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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