Nachricht
18:24 Uhr, 23.10.2026

Evening-Flash: Schwache Einkaufsmanagerdaten – DAX gibt nach

Volvo Cars streicht 2.500 Stellen und stürzt zeitweise um bis zu 30 %, Safran bricht nach Zahlen 9 % ein – auch steigende Ölpreise drücken den DAX ins Minus.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE000KSAG888Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
    VerkaufenKaufen

    Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach. 

    Mehr erfahren Nein, danke
  • ISIN: DE0005785802Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
    VerkaufenKaufen

Schwache Einkaufsmanagerindizes und enttäuschende Safran-Zahlen belasten am Freitag den deutschen Aktienmarkt, während steigende Ölpreise zusätzlichen Druck ausüben. Der DAX schloss 0,75 % tiefer bei 25.181,65 Punkten. Im Chemiesektor steht die laut einem Bericht erhöhte Übernahmeofferte von BASF für Evonik im Mittelpunkt.

Marktbericht

Der DAX schloss bei 25.181,65 Punkten und damit 0,75 % im Minus. Belastend wirken schwache Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und der Eurozone, Verluste bei Luftfahrtzulieferern sowie deutliche Abschläge bei Volvo Cars und Kering. Hinzu kommen hohe Ölpreise infolge der Nahost-Spannungen.

An der Wall Street zeigt sich ein gespaltenes Bild: Der S&P 500 notiert bei 7.650,64 Punkten 0,17 % unter dem Vortagsschluss von 7.663,43 Punkten. Der Nasdaq 100 legt dagegen um 0,45 % auf 29.089,33 Punkte zu, nach 28.958,69 Punkten am Vortag.

Brent verteuert sich um 3,42 % auf 117,85 USD. Zunehmende Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien, ein Drohnenangriff auf ein Handelsschiff vor Rumänien und der Beschuss eines Tankers in der Straße von Hormus schüren Sorgen vor Lieferausfällen. Gold gibt trotz stark aufgestockter Goldkäufe der Notenbanken um 1,07 % auf 4.016,8 USD nach und rutscht zeitweise unter die 4.000-USD-Marke auf ein Dreimonatstief. EUR/USD notiert bei 1,12 und damit 0,22 % leichter, nachdem die EZB den Referenzkurs niedriger festgesetzt hat. Bitcoin legt um 0,20 % auf 81.475,22 USD zu; ein Großtransfer von 4.000 Bitcoin auf Handelsplattformen sorgt für erhöhte Aktivität.


stock3 Plus - alle News und Analysen

Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
K+S Aktiengesellschaft +3,69 %
Fresenius Medical Care +2,96 %
Evonik Industries +2,90 %
ATOSS Software -8,45 %
SMA Solar Technology -6,19 %
Wacker Chemie -5,15 %

Im Chemiesektor steht laut einem Bericht der Übernahmevorstoß von BASF im Mittelpunkt. Der Konzern soll für Evonik nun rund 24 EUR je Aktie und damit mehr als 11 Mrd. EUR bieten, nachdem zuvor rund 22,15 EUR im Raum standen. Die Evonik-Aktie legt deutlich zu und ist Tagesgewinner im MDax. Für Wacker Chemie senkt die Citigroup dagegen das Kursziel von 85 auf 81 EUR und bleibt bei ihrer Verkaufsempfehlung.

Die Quartalsberichte der Industrie fallen unterschiedlich aus. Safran (Aktuelle Analyse) verliert nach enttäuschenden Zahlen rund 9 % und markiert den tiefsten Stand seit Mai. Im Sog geben Rolls-Royce rund 7 %, MTU etwa 5 % und Melrose fast 3 % nach, zusätzlich belastet durch die hohen Ölpreise. Volvo Cars rutscht tief in die Verlustzone und streicht 2.500 Stellen; die Aktie stürzt zeitweise um bis zu 30 % auf ein Rekordtief ab. Der Lkw-Hersteller Volvo AB meldet dagegen höhere Profitabilität und starken Auftragseingang, gibt aber leicht nach. Bei den Baustoffen gewinnt Holcim nach starker operativer Entwicklung und angehobener Jahresprognose 5,6 %. Sika gibt wegen des schwachen China-Geschäfts nach, Vinci wegen eines enttäuschenden Auftragseingangs; Heidelberg Materials legt leicht zu.

Auch die Konsumgüterbranche zeigt ein geteiltes Bild. Kering (Aktuelle Analyse) fällt nach Zahlen um 11 % auf ein Tief seit Juli 2025, LVMH und Richemont stehen ebenfalls unter Druck. L'Oréal übertrifft mit seinen Drittquartalszahlen dagegen deutlich den Konsens und gewinnt 4 %.

Gegensätzlich fallen die Prognosesignale zweier deutscher Unternehmen aus. Munich Re (Aktuelle Analyse) erzielt im dritten Quartal vorläufig rund 1,7 Mrd. EUR Nettogewinn, klar über dem Konsens von 1,479 Mrd. EUR, und hebt das Jahresziel von 6,3 auf 6,6 Mrd. EUR an. Atoss Software erwartet den Jahresumsatz nur noch am unteren Ende der Spanne von 210 bis 215 Mio. EUR. Trotz angehobenen Margenausblicks verliert die Aktie fast 9 %.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
Crown Castle +10,71 %
APA +8,55 %
Halliburton Co. +8,14 %
Bloom Energy -12,83 %
Moderna -9,53 %
Comfort Systems USA -8,15 %

Mit den vorbörslich vorgelegten Zahlen übertrifft American Express (Aktuelle Analyse) beim Gewinn je Aktie deutlich die Erwartungen und hebt die Jahresprognose an; zugleich streicht das Unternehmen rund 5 % der Stellen, etwa 3.500 Jobs, während die Aktie vorbörslich trotz der guten Zahlen rund 1 % nachgegeben hatte. Schlumberger liegt bei Umsatz und Gewinn über den Schätzungen und übernimmt den Wärmetauscherhersteller Kelvion für rund 3,4 Mrd. USD in bar; der Abschluss ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.

Bei den Konsumwerten erreicht Apple ein Rekordhoch, während das erste faltbare iPhone Duo in den Handel kommt. Frühe Tests loben das Design, kritisieren aber Abstriche bei der Kamera und nicht angepasste Apps. Deckers Outdoor kappt nach schwächeren Verkäufen der Marken Hoka und Ugg die Jahresprognose; die Aktie war daraufhin vorbörslich um rund 9 % eingebrochen.

Im Immobiliensektor setzt BofA Securities den Hausbauer NVR von Buy auf Underperform herab und senkt das Kursziel von 6.725 auf 5.900 USD wegen schwächerer Auftragseingänge, Verkaufsquoten und Margenaussichten. Raymond James hebt Prologis auf Outperform mit Kursziel 163 USD, weil die Analysten die jüngste Kursschwäche als Kaufgelegenheit sehen. Beim Funkturmbetreiber Crown Castle nähren mögliche Verhandlungen von SpaceX um Zugang zu mindestens 80.000 US-Standorten Spekulationen auf einen finanzstarken vierten Großmieter.

Bei Bloom Energy liegen Quartalszahlen und Prognoseerhöhung über den Erwartungen. Dennoch bekräftigt ein Citi-Analyst seine Verkaufsempfehlung und sieht rund 50 % Abwärtspotenzial. Citi empfiehlt auch Moderna zum Verkauf und bezweifelt die Aussagekraft der positiven Melanom-Daten zu Intismeran wegen unreifer Überlebensdaten, ungeklärter Preisgestaltung und fehlender Breitenanwendbarkeit. Comfort Systems USA legt starke Zahlen und einen Rekord-Auftragsbestand vor, verfehlt aber leicht die Erwartung bei der bereinigten EBITDA-Marge; zudem geht Finanzchef Bill George nach 30 Jahren.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

Passende Produkte

WKN Long/Short KO Hebel Laufzeit Bid Ask
Keine Ergebnisse gefunden
Zur Produktsuche