Analyse
12:27 Uhr, 22.03.2026

DAX - Nachrichten überschlagen sich, Lage eskaliert weiter

US-Präsident Donald Trump droht Irans Energieanlagen zu zerstören, wenn der die Straße von Hormuz nicht öffnet. Der Iran droht im Falle eines Angriffs der USA auf die Kraftwerke des Landes mit Vergeltungsschlägen. Der Iran werde dann Energieinfrastruktur und Entsalzungsanlagen der Golfregion angreifen.

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  • Brent Crude Öl - WKN: 967740 - ISIN: XC0009677409 - Kurs: 112,447 $/bbl. (JFD Brokers)

Weiterhin starker Eskalationsmodus. Es ist interessant und regelrecht beängstigend, wie Großmächte wie die USA und Russland in Kriegen dann doch unvorbereitet von bestimmten Szenarien getroffen werden. Der erste Angriff der Russen gegen die Ukraine verlief desaströs, zeitweise stand der Krieg für sie komplett auf der Kippe.

Der Irankrieg ist eine Operation am offenen Herzen, sprich direkt an einer der großen Schlagadern des weltweiten Energierohstoffkreislaufs. Geplant war wohl, den Iran durch einen ersten wuchtigen Angriff umzuwerfen. Das ist nicht gelungen. Bisher erscheint der Iran gut "eingestellt" ... man sieht die Handschrift Russlands und Chinas im Hintergrund. Die Lage ist verfahren, man hat fast schon den Eindruck, dass die USA und Israel regelrecht in eine Falle gelaufen sind. Aber die Dinge sind in Bewegung, das kann sich jederzeit auch wieder ändern. Da in Bezug auf Hormuz eine Art Time Stop abläuft, dürfte wie auch immer in absehbarer Zeit eine Lösung kommen. Strategieänderungen der Kriegsführung, Verhandlungen, etc. Es wird ein Eskalations-Peak geben und ein Ende der Blockade. Das Thema Hormuzblockade ist derzeit das bestimmende Thema an den Märkten, es sticht alle anderen Themen komplett aus. Es gilt den Newsflow genau im Blick zu behalten!

US-Präsident Donald Trump hat heute Nacht dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig öffnen. Bleibe die Blockade bestehen, werden die USA Irans Kraftwerke zerstören "beginnend mit dem größten!". Der Iran droht im Falle eines Angriffs der USA auf die Kraftwerke des Landes mit Vergeltungsschlägen. Der Iran werde dann Energieinfrastruktur und Entsalzungsanlagen der Golfregion angreifen.

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DAX - Die "Hormuzblockade" drückt die Kurse! [+] - 20:26 Uhr, 20.03.2026

Man merkt das einfach, dieses Thema "Hormuzblockade" schlägt direkt auf den breiten Aktienmarkt durch. Weltweit. USA wollen die Blockade möglichst schnell aufeisen, der Iran sie möglichst zäh beibehalten. Und derzeit setzt sich der Iran noch durch. Nachrichten genau im Blick behalten, Leute! Viele Bestandteile iranischer Drohnen und Raketen stammen aus China. Diese Waffen nutzen neben GPS zudem das russische GLONASS- und das chinesische Beidou-System, um in ihre Ziele gelenkt zu werden. Russland versorgt den Iran mit Zieldaten, Satellitenbildern. Die Russen versuchen bereits den USA Zugeständnisse in Bezug auf die Ukraine abzuringen. Im Gegenzug könne man die Versorgung des Irans mit Zieldaten zurückfahren. Ich bin kein Geostratege, aber ich vermute, dass ab einem bestimmten Punkt Russland/China und die USA beginnen, miteinander zu verhandeln ...

Die USA haben einen gewissen Vorteil gegenüber Europa und Asien, sie sind in Bezug auf Öl und Erdgas seit geraumer Zeit Selbstversorger. Sie exportieren sogar. Europa und Asien sind auf Energierohstoff-Importe angewiesen. Solange die faktische Blockade noch funktioniert, drückt das auf die Kurse. Bei derzeit 21.983 Punkten liegt der EMA100 (grün) als Auffangnetz im Markt. Ein potentieller Wendebereich nach oben. Seit dem Jahr 2023 konnten Korrekturen im Bereich dieser gleitenden Durchschnittslinie beendet werden und der DAX konnte wieder ansteigen.

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Wenn das Irankrieg-Thema die Märkte aber weiter unter Druck setzt, muss auch mit einem temporären Bruch dieses grünen Auffangnetzes kalkuliert werden. Der EMA200 auf Wochenbasis (rot) liegt bei derzeit 19.641 Punkten als nächstes Auffangnetz im Markt.

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Wichtiger Hinweis:

Warum Geopolitik-Crashs in Boomphasen gute Kaufmöglichkeiten bieten

Unter LANGFRISTIGEN Gesichtspunkten bieten Crashphasen aufgrund geopolitischer Eskalationen bei einem NICHT rezessivem Umfeld (also wie derzeit) IMMER günstige Kaufgelegenheiten im Aktienmarkt ... in den allermeisten Fällen stand der Aktienmarkt nach eine Jahr bereits wieder höher.

Aus dem Research der Deutschen Bank:

Aktienmarkt-Dynamik (S&P 500)

Die extremsten Kursverluste traten im Zweiten Weltkrieg auf, etwa beim Angriff auf Frankreich (-38,3%) oder Pearl Harbor (-19,8%). Auch der Erste Golfkrieg (-16,9%) und 9/11 (-11,6%) lösten starke Kursrückgänge aus. Dennoch zeigt der historische Durchschnitt nach 12 Monaten ein Plus von 6,4%. Auffällig ist, dass Ereignisse in Rezessionsphasen (fett markiert, z.B. Öl-Embargo 1973 oder 9/11) wesentlich tiefere und länger anhaltende negative Renditen verursachen als Konflikte in wirtschaftlich stabilen Zeiten. Während die Kubakrise nach einem Jahr bei +26.9% stand, lag der Markt ein Jahr nach dem Öl-Embargo 1973 bei -35,1%.

Ölmarkt-Reaktionen

Die Ölpreise reagieren weitaus volatiler und ereignisabhängiger. Massive Preissprünge folgten dem Israel-Arab-Krieg 1973 (+193,4% nach 12 Monaten) und der Flucht des Schahs aus dem Iran 1979 (+131,5%). Der russische Einmarsch in die Ukraine 2022 führte kurzfristig zu einem Anstieg von 26,1% im ersten Monat, drehte aber nach einem Jahr ins Negative (-18,3%). In vielen Fällen, wie beim Kosovo-Krieg (+77,6%) oder dem Arabischen Frühling (+13,9%), wirkt Geopolitik als Preistreiber für Rohstoffe, während Interventionen in Syrien oder Angriffe auf den Iran 2025 mit sinkenden Ölpreisen korrelierten.

Geopolitische Schocks sind für Anleger meist eher kurzfristige Störfaktoren. Die langfristige Marktrichtung wird stärker vom wirtschaftlichen Zyklus (Rezession vs. Wachstum) bestimmt als vom Ereignis selbst. Während Öl oft als Risikoindikator sofort nach oben schnellt, normalisieren sich die Aktienmärkte meist binnen eines Jahres, sofern keine globale Rezession vorliegt.

Unter LANGFRISTIGEN Gesichtspunkten bieten Crashphasen aufgrund geopolitischer Eskalationen bei einem NICHT rezessivem Umfeld (also wie derzeit) IMMER günstige Kaufgelegenheiten im Aktienmarkt ... in den allermeisten Fällen stand der Aktienmarkt nach eine Jahr bereits wieder höher.

WICHTIG: Diesen Kommentar bitte nicht falsch interpretieren. Ich deute damit nicht an, dass wir jetzt den Boden an den Märkten sehen. Bodenbildung ? Trump würde sagen: Das kann sein, es kann aber auch nicht sein.

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3 Kommentare

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  • steffihallo
    steffihallo

    nur eines--wie will der xxxxxxx aus dieser Nummer (Ultimatum) wieder rauskommen?

    hier spielt einer mit der Weltwirtschaft für Jahre.

    mfg

    xxxxxx -der grösste und beste us Präsident aller Zeiten

    14:06 Uhr, 22.03.
  • YoWoo
    YoWoo

    Wenn ich der Iran wäre, würde ich wie ein trotziges Kind agieren und die ganze Weltwirtschaft durch dieses Angriff in die Tiefe stürzen. Sie haben wie gesagt, nix zu verlieren und dann lieber alle mitziehen, bevor man am Ende der alleinige Blöde ist. Interessant ist aber, dass Freunde wie Russland, China und Co. keinen Beistand leisten, aktuell ist deren Bündnis schwächer als die Nato, was nicht heißen soll, wenn es knallt, dass es besser läuft. Auf die USA kann man dann sicherlich nicht zählen, aber auf Europa denke ich schon. Hoffen wir, dass es nie dazu kommt! Vor 10 Jahren ein Buch gelesen, wo der dritte Weltkrieg in den mittleren Osten verortet wurde, so weit nicht hergeholt.

    12:58 Uhr, 22.03.
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