Expertenkommentar

Am Ende rutscht der DAX ins Minus - Ukraine warnt Russland vor Angriffen an Unabhängigkeitstag

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Erwähnte Instrumente

  • Uniper SE - WKN: UNSE01 - ISIN: DE000UNSE018 - Kurs: 5,975 € (XETRA)
  • Dermapharm Holding SE - WKN: A2GS5D - ISIN: DE000A2GS5D8 - Kurs: 50,400 € (XETRA)
  • TAG Immobilien AG - WKN: 830350 - ISIN: DE0008303504 - Kurs: 9,170 € (XETRA)
  • Continental AG - WKN: 543900 - ISIN: DE0005439004 - Kurs: 60,660 € (XETRA)
  • adidas AG - WKN: A1EWWW - ISIN: DE000A1EWWW0 - Kurs: 157,180 € (XETRA)
  • Volkswagen AG Vz. - WKN: 766403 - ISIN: DE0007664039 - Kurs: 141,460 € (XETRA)
  • Macy's, Inc. - WKN: A0MS7Y - ISIN: US55616P1049 - Kurs: 18,610 $ (NYSE)
  • Medtronic Inc. - WKN: A14M2J - ISIN: IE00BTN1Y115 - Kurs: 90,830 $ (NYSE)
  • Zoom Video Communications Inc. - WKN: A2PGJ2 - ISIN: US98980L1017 - Kurs: 86,120 $ (Nasdaq)
  • Apple Inc. - WKN: 865985 - ISIN: US0378331005 - Kurs: 168,290 $ (Nasdaq)
  • Pfizer Inc. - WKN: 852009 - ISIN: US7170811035 - Kurs: 48,145 $ (NYSE)
  • Palo Alto Networks Inc. - WKN: A1JZ0Q - ISIN: US6974351057 - Kurs: 564,250 $ (NYSE)
  • JD.com Inc. - WKN: A112ST - ISIN: US47215P1066 - Kurs: 56,129 $ (Nasdaq)
  • Allianz SE - WKN: 840400 - ISIN: DE0008404005 - Kurs: 173,600 € (XETRA)

S&P Global: Wirtschaft der Eurozone schrumpft auch im August

DZ Bank: Aktienmarkt bleibt im Krisenmodus

Uniper schnappt sich größten Batzen der 34 Mrd. schweren Gasumlage

Macy's senkt Gewinnprognose

Zoom kappt Jahresziele

Markt

Der deutsche Aktienmarkt hat einen denkbar schwachen Wochenauftakt erwischt. Der Leitindex DAX verzeichnete am Montag einen Absturz um 2,3 Prozent, nachdem er bereits am Freitag 1,1 Prozent nachgegeben hatte. Heute zeigte sich der Index hingegen stabil, mit neuen Engagements hielten sich die Anleger allerdings zurück. Der DAX schloss 0,27 Prozent tiefer auf 13.194 Punkte. Die gesamte Augustrally ist damit getilgt. Kurzzeitig hätten sich ein paar Schnäppchenjäger aus der Deckung getraut, sagte Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Doch vor dem anstehenden jährlichen Treffen internationaler Währungshüter in den USA zeigten sich die Anleger dann doch mehrheitlich vorsichtig. Die DZ Bank sieht den Aktienmarkt ohnehin weiterhin im Krisenmodus. „Die in den Kursen enthaltenen Gewinnerwartungen für die Jahre 2022 bis 2024 liegen unterhalb der durchschnittlichen Analystenschätzungen", heißt es in einer aktuellen Studie. Insofern preise der DAX für 2022 einen Gewinnrückgang um 2,6 Prozent ein, der Konsens erwarte jedoch weiterhin eine positive Rate im mittleren einstelligen Prozentbereich.

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Unternehmen & Branchen

Die Allianz sucht Reuters zufolge in China in der Vermögensverwaltung bei chinesischen Banken einen Partner. Allianz Global Investors (AllianzGI) habe in den vergangenen Monaten unter anderem Gespräche mit der Industrial Bank und der China CITIC Bank geführt, erfuhr die Nachrichtenagentur. AllianzGI treibe unabhängig davon auch Pläne zur Gründung eines hundertprozentigen Fondsverwaltungsunternehmens in China voran.

Die US-Kaufhauskette Macy’s hat ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt und erwartet nun für 2022 einen bereinigten Gewinn von 4,00 bis 4,20 Dollar je Aktie (zuvor: 4,53 bis 4,95 USD). Die hohe Inflation zehre an der Kaufkraft der Verbraucher, hieß es zur Begründung. Insbesondere Kunden mit niedrigem Einkommen müssten ihre Ausgaben senken. Im zweiten Quartal seien die Umsätze in den Macy's-Geschäften im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent auf 5,6 Mrd. Dollar zurückgegangen.

Medtronic hat wegen Engpässen in der Lieferkette im vergangenen Quartal einen Umsatzrückgang um 7,7 % auf 7,4 Mrd. Dollar verzeichnet. Der Medizintechnikhersteller zeigt sich mit Blick auf das künftige Geschäft gleichwohl zuversichtlich. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie im Jahr 2023 wurde bekräftigt.

Der Videokonferenz-Dienst Zoom enttäuschte mit schwachen Quartalszahlen und kappte seine Jahresziele. Unterm Strich sank der Gewinn zweiten Geschäftsquartal auf 45,7 Mio. Dollar nach 316,9 Mio. Dollar vor einem Jahr. Einer der Gründe des Absturzes waren spürbar gestiegene Marketing-Ausgaben.

Zoom Video Communications Inc.
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Apple will mit der Produktion des iPhone 14 in Indien etwa zwei Monate nach der Erstveröffentlichung des Produkts in China beginnen und damit die Lücke zwischen den beiden Ländern verringern, berichtet Bloomberg. Das Unternehmen habe die Zusammenarbeit mit Zulieferern intensiviert, um die Produktion in Indien hochzufahren.


Der Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer zeigt bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren eine Wirksamkeit von 73,2 Prozent, wie neue Unternehmensdaten zeigen. Das Vakzin wurde in den USA im Juni für Kinder unter 5 Jahren zugelassen.

Palo Alto Networks meldete für das Juli-Quartal dank eines starken Wachstums bei Großaufträgen Gewinne und Umsätze, die besser ausfielen als vom Markt erwartet. Zudem wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 sowie ein Aktienrückkauf angekündigt. Zahlreiche Analystenhäuser erhöhten daraufhin ihre Kursziele.

Palo Alto Networks Inc.
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Der chinesische Online-Händler JD.com meldete für das vergangene Quartal ein stärkeres Umsatzwachstum als prognostiziert, weil die Verbraucher trotz der wirtschaftlichen Abschwächung weiterhin zulangten. Das in Peking ansässige Unternehmen verzeichnete zudem einen Nettogewinn, nachdem es drei Quartale in Folge Verluste verzeichnet hatte.

Volkswagen will künftig in Kanada in Minen investieren, um die Versorgung mit Batterierohstoffen für Elektroautos abzusichern. „Wir eröffnen keine eigenen Minen, wir wollen uns aber an kanadischen Minen und Minenbetreibern beteiligen", sagte der für Technik und Batterien zuständige Vorstand Thomas Schmall dem "Handelsblatt". VW wolle sich so über Lieferabkommen Mengen und Preise sichern. Der künftige Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume, hat derweil erneut für sog. E-Fuels geworben. Nur mit Elektromobilität seien die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht zu erreichen, sagte er der "Automobilwoche". Verbrenner, die mit E-Fuels angetrieben werden, erzeugen weniger umweltschädliche Abgase als konventionelle Benzinmotoren. Mit synthetischen Kraftstoffen könnten diese Autos einen Beitrag zur schnellen CO2-Reduktion leisten, so Blume.

Die Investmentbank Stifel bewertet Adidas weiterhin mit "Buy" und einem Kursziel von 190 Euro. Der angekündigte Rücktritt von CEO Kaspar Rorsted komme zwar überraschend, sei aber folgerichtig. Gewinnwarnungen und die enttäuschende Kursentwicklung sprächen für einen Nachfolger im Amt, der im besten Fall Kenntnisse in Vertrieb und Marketing mitbringt.

Der Autozulieferer und Elektronikkonzern Continental sieht für sich gute Geschäftschancen beim automatisierten Fahren. „Es gibt große Möglichkeiten, um uns in diesem Geschäft zu entwickeln. Für mich ist dieses Geschäft noch sehr offen", sagte Gilles Mabire, Technik-Chef der Sparte Automotive, wie Reuters berichtet.

Das Arzneimittelunternehmen Dermapharm hat im ersten Halbjahr dank einer guten Nachfrage Umsatz und Ergebnis weiter gesteigert. Die Erlöse stiegen vorläufigen Berechnungen zufolge im Berichtszeitraum um zehn Prozent zum Vorjahr auf 471 Mio. Euro. Das um Einmalkosten bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) erhöhte sich um neun Prozent auf 149 Mio. Euro. Firmenchef Hans-Georg Feldmeier sprach von einem erfolgreichen ersten Halbjahr, verwies jedoch auch auf das zunehmend schwierige Geschäftsumfeld durch stark gestiegene Energie- und Rohstoffpreise und die noch immer schwankungsanfälligen Lieferketten.

Dermapharm Holding SE
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TAG Immobilien kann weiter von höheren Mieten profitieren. Im ersten Halbjahr erhöhte sich das in der Branche viel beachtete operative Ergebnis (FFO 1) im Jahresvergleich um 5,1 Prozent auf 96,2 Mio. Euro, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Die Kaltmieten erhöhten sich dabei um knapp 1,9 Prozent auf 169,1 Mio. Euro. Das Konzernergebnis ging wegen Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Kauf des polnischen Wohnimmobilienentwicklers Robyg allerdings um sieben Prozent auf 301,8 Mio. Euro zurück. Den Ausblick auf das laufende Jahr bestätigte das Unternehmen.

Von der für Herbst geplanten Gasumlage dürfte der durch die Gaslieferkürzungen Russlands angeschlagene Importeur Uniper am stärksten profitieren. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters sollen rund zwei Drittel milliardenschweren Umlage an Uniper gehen. Tags zuvor hatte das Gemeinschaftsunternehmen der Gasnetzbetreiber, die Trading Hub Europe (THE), mitgeteilt, dass zwölf Unternehmen Ansprüche von insgesamt rund 34 Mrd. Euro geltend gemacht hätten. Darunter neben Uniper, die Leipziger EnBW-Tochter VNG, der Oldenburger Versorger EWE und die österreichische OMV. Diese Liste stelle noch keinen geprüften Anspruch dar, verdeutlichte THE. Die tatsächlichen Werte würden erst durch die weiteren monatlichen und testierten Werte in den Meldungen konkretisiert. Der genannte Wert sei ein Prognosewert.

Die Parfümeriekette Douglas verzeichnet nach dem Auslaufen der Corona-Beschränkungen einen unerwarteten Boom. „Die Leute haben Lust zu feiern. Das beschert der Kosmetik zurzeit eine Sonderkonjunktur", sage Douglas-Chefin Tina Müller am Dienstag. Vor allem die dekorative Kosmetik und der Duftbereich fänden großen Zusprucht bei den Kunden.

Der Handelskonzern Tchibo hat 2021 beim Umsatz um vier Prozent auf gut 3,25 Mrd. Euro zugelegt, wie die Tchibo-Holding Maxingvest am Dienstag mitteilte. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) ergab sich ein Gewinn von 176 Mio. Euro, fast doppelt so viel wie im Vorjahr mit 90 Mio. Euro.

Laut Recherchen von Finanz-Szene hat die DZ Bank mit dem Bau einer Krypto-Verwahrplattform für institutionelle Kunden begonnen. Das bedeutet beispielsweise: Wenn Kunden wie Union Investment in digitale Finanzinstrumente wie Krypto-Wertpapiere investieren wollen, stellt die DZ Bank dafür künftig selbst die Plattform mit der notwendigen Infrastruktur sowie die Prozesse zur Abwicklung der Transaktionen und zum Halten der Vermögenswerte.

Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne ist mit der Arbeit der Regierung unzufrieden. Auf die Frage der Frankfurter Allgemeine Zeitung, wie er die Arbeit der Bundesregierung beurteile, sagte er: „Die Regierung macht leider keine gute Arbeit. Die Antworten auf Russlands abscheulichen Krieg sind schwach und unzureichend. Das Gezerre um die Waffenlieferungen in die Ukraine ist beschämend“ (…). Die Ampel finde immer wieder faule Kompromisse und wurstele sich so bis zu den nächsten Wahlen durch. Aber so eine Regierung habe Deutschland nicht verdient.

Konjunktur & Politik

  • Die Ukraine hat Russland vor intensiveren Angriffen rund um den Unabhängigkeitstag des Landes am Mittwoch gewarnt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Dienstag laut Reuters vor Journalisten in Kiew, dies hätte eine entschlossene Reaktion zur Folge. Auf die Frage, wie die Ukraine auf einen möglichen russischen Raketenangriff auf Kiew reagieren werde, sagte Selenskyj, auf einen Angriff auf die Hauptstadt werde genauso reagiert wie auf aktuelle Angriffe andernorts. „Sie werden eine Antwort erhalten, eine starke Antwort", sagte Selenskyj. „Ich möchte das jeden Tag sagen ... diese Antwort wird zunehmen, sie wird stärker und stärker werden."
  • Die Lage am US-Immobilienmarkt bleibt heikel. Im Juli sind die Verkaufszahlen für neue Häuser im Monatsvergleich um 12,6 Prozent gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag mit. Analysten hatten lediglich einen geringen Rückgang um 2,5 Prozent erwartet. Auf das Jahr hochgerechnet wurden im Juli 511.000 neue Häuser verkauft. Erwartet wurden 575.000 Verkäufe.
  • Die Verbraucherstimmung in der Eurozone hat sich im August entgegen den Erwartungen aufgehellt. Der entsprechende Indikator stieg zum Vormonat um 2,1 auf minus 24,9 Punkte, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten mit einem weiteren Rückgang auf minus 28,0 Punkte gerechnet. Dies hätte nach dem Juli-Wert von 27,0 Punkten ein weiteres Rekordtief bedeutet.
  • Die USA erwarten für die kommenden Tage verstärkte russische Angriffe auf die zivile Infrastruktur und staatliche Einrichtungen in der Ukraine. Dies geht aus einer Sicherheitswarnung des Außenministeriums in Washington vom Montagabend hervor. Die Vereinigten Staaten haben deshalb ihre Bürger erneut dazu aufgerufen, die Ukraine zu verlassen.
  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj pocht darauf, dass die Ukraine die von Russland 2014 annektierte Halbinsel Krim zurückerhält. „Um den Terror zu überwinden, ist es notwendig, einen Sieg im Kampf gegen die russische Aggression zu erringen. Es ist notwendig, die Krim zu befreien", sagt Selenskyj.
  • Der bekannte US-Immunologe Anthony Fauci will zum Jahresende sein Berateramt von Präsident Joe Biden an den Nagel hängen. Der 81-Jährige kündigte am Montag an, im Dezember als medizinischer Chefberater des Präsidenten und Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten abzutreten. Er wolle das nächste Kapitel" seiner Karriere beginnen. Konkretere Angaben machte er nicht.
  • Nach der Durchsuchung seines Anwesens in Mar-a-Lago (Florida) durch das FBI will der ehemalige US-Präsident Donald Trump mit einer Klage die Einsetzung eines neutralen Prüfers durchsetzen. Dieser solle die sichergestellten Dokumente einsehen. Zugleich soll die Prüfung durch die staatlichen Ermittler bis dahin eingestellt werden, wie aus einer Trumps Anwälte in Florida eingereichte Klageschrift hervorgeht.
  • Unionsfraktionsvize Jens Spahn wirft der Bundesregierung Chaos bei der Gasumlage vor. „Die gravierenden handwerklichen Fehler der Gasumlage werden auch Gerichten ins Auge stechen", sagte er. „Die Unsicherheit am Gasmarkt wird dadurch weiter erhöht, bei Versorgern wie Verbrauchern. Die Umlage darf in dieser Form nicht umgesetzt werden, wir riskieren sonst einen Kollaps durch die Hintertür.“
  • Nach Angaben des taiwanesischen Verteidigungsministeriums wurden am Dienstag 29 chinesische Flugzeuge und vier chinesische Schiffe in der Nähe Taiwans gesichtet, darunter fünf Flugzeuge, die die Mittellinie der Taiwanstraße überquerten.
  • Der S&P Global Flash Eurozone Composite Einkaufsmanagerindex gab im August binnen Monatsfrist um 0,7 auf 49,2 Punkte nach und signalisiert damit die zweiten Wachstumseinbußen in Folge. Zuvor hatte die Eurozone 16 Monate lang ununterbrochen expandiert. Hauptverantwortlich für die erneute Schrumpfung war laut S&P Global die Industrie, wo die Produktion zum dritten Mal hintereinander kräftig zurückgefahren wurde. Doch auch der Servicesektor habe den vierten Monat in Folge abgekühlt und vermelde das schwächste Wachstum seit Beginn des Aufschwungs im April 2021. „Die aktuellen PMI-Daten deuten darauf hin, dass die Wirtschaftsleistung der Eurozone im dritten Quartal 2022 schrumpfen wird. Die steigenden Lebenshaltungskosten sorgten dafür, dass der nach Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen einsetzende Aufschwung im Servicesektor im August abgeebbt ist. Währenddessen ist die Industrie im Umfragemonat nicht nur abermals geschrumpft, sondern hatte zudem erneut einen Rekordanstieg der Fertigwarenlagerbestände zu verzeichnen, da die Unternehmen nicht in der Lage waren, ihre Erzeugnisse angesichts der sinkenden Nachfrage abzusetzen. Dieser Überhang an Lagerbeständen lässt wenig Aussicht auf eine baldige Steigerung der Industrieproduktion erwarten“, kommentierte Andrew Harker, Economics Director bei S&P Global Market Intelligence.
  • Kampf gegen Geldwäsche: Fachminister Christian Lindner plant die Einrichtung eines Bundesfinanzkriminalamts. „Wir müssen der Spur des Geldes konsequent folgen, anstatt uns mit der Aufdeckung einer Straftat, die mit Geldwäsche in Zusammenhang steht, zufrieden zu geben“, sagte Lindner dem „Spiegel“. Dafür wolle er einen „Paradigmenwechsel“ einleiten.
  • Nach dem ukrainischen Beschuss strategisch wichtiger Brücken über den Fluss Dnipro arbeitet Russland offenbar an einer Behelfsbrücke. Russische Truppen hätten damit begonnen, Lastkähne in Position zu bringen, um direkt neben der beschädigten Antoniwskyj-Brücke eine Pontonbrücke zu errichten, teilte das Verteidigungsministerium in London mit.
  • Die Inflation frisst die zusätzlichen Ersparnisse der Deutschen auf. „Die Sparpolster aus der Corona-Zeit sind bei vielen Haushalten nunmehr abgeschmolzen. Gleichzeitig werden die Verbraucherpreise weiter kräftig steigen. Damit wird der private Konsum im weiteren Verlauf des Jahres als Konjunkturmotor in Deutschland leider ausfallen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
  • Fast die Hälfte der Fläche in Europa ist laut einem Bericht der Europäischen Dürrebeobachtungsstellel von Dürre bedroht. Darin heißt es, mit Stand 10. August werde für 47 Prozent des europäischen Gebiets vor Dürre gewarnt. Darüber hinaus sei der Zustand bereits auf 17 % der Fläche alarmierend. Die Dürre habe stark negative Auswirkungen auf die Ernte von Sommerkulturen.
  • Russland bereitet nach Angaben der USA neue Angriffe auf die Infrastruktur der Ukraine vor. „Wir haben Informationen, dass Russland in den kommenden Tagen verstärkt Angriffe gegen die zivile Infrastruktur und Regierungseinrichtungen der Ukraine plant“, sagt ein US-Regierungsvertreter unter Bezug auf US-Geheimdienstinformationen.
  • Der ehemalige brasilianische Staatschef und Präsidentschaftskandidat Luiz Inácio Lula da Silva will, sollte er die Wahl im Oktober gewinnen, eine neue Umwelt- und Klimapolitik auflegen. "Wir werden den illegalen Goldabbau beenden und sehr ernsthaft gegen die Abholzung kämpfen", sagte Lula am Montag. Es müsse kein einziger Baum mehr abgeholzt werden, um Soja oder Mais anzupflanzen oder Vieh zu züchten.
  • Bundeskanzler Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Robert Habeck setzen heute ihre Kanada-Reise fort. In Toronto nehmen sie an einem deutsch-kanadischen Wirtschaftsforum teil. Im Anschluss werden Scholz und Habeck in Neufundland im Osten Kanadas erwartet. Dort ist eine Windenergieanlage zur Produktion von Wasserstoff geplant. Neufundland gilt als günstiger Standort für die Produktion von ‚grünem Wasserstoff‘, der mit Hilfe von erneuerbaren Energien erzeugt wird. In dem Ort Stephenville soll ein Abkommen über eine stärkere Zusammenarbeit Kanadas und Deutschlands bei Herstellung und Transport von Wasserstoff unterzeichnet werden. Am Montag hatte der Bundeskanzler bei einem Treffen mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau bereits erklärt, Kanada werde für die Entwicklung des grünen Wasserstoffs eine zentrale Rolle spielen.
  • Liz Truss, die Spitzenkandidatin für das Amt des britischen Premierministers, bereitet laut Bloomberg ein Soforthilfepaket im Eiltempo vor, um den Menschen bei der Bewältigung der steigenden Energiekosten zu helfen. Die Außenministerin könnte die Maßnahmen noch vor der ersten Parlamentssitzung nach der Sommerpause am 22. September ankündigen.
  • Der Ökonom Michael Hüther, der dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vorsteht, sieht die westlichen Strafmaßnahmen gegen Russland positiv. „Die Sanktionen wirken, vor allem die auf den Export von Hochtechnologie-Gütern. Russland kann damit stets nur die vorletzte Technik einsetzen und wird so dauerhaft im technischen Fortschritt behindert“, sagt Hüther der „Rheinischen Post“. „Bei der Energie sitzen hingegen wir am kürzeren Hebel.“ Doch fossile Energie habe auf Dauer ohnehin keine Zukunft. Russland beschleunige damit am Ende nur den Umbau der deutschen Wirtschaft zu mehr Klimaschutz. „Die Sanktionen sind richtig, weil der Westen damit seine Solidarität mit der Ukraine zeigt“.
  • Alle großen Wirtschaftszweige sind auf Wasser angewiesen. Im Jahr 2019 wurden von Betrieben in Deutschland – ohne Betriebe der öffentlichen Wasserversorgung – insgesamt gut 15,3 Mrd. Kubikmeter Frischwasser verwendet, wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Weltwasserwoche vom 23. August bis zum 1. September mitteilte. Dabei setzen die Betriebe 84,7 Prozent des Wassers oder knapp 13,0 Mrd. Kubikmeter für die Kühlung von Produktions- und Stromerzeugungsanlagen ein. Dazu zählten vor allem Betriebe der Energieversorgung. Das zu anderen Zwecken eingesetzte Wasser diente hauptsächlich Produktionszwecken (10,7 %). Die übrige Wassermenge wurde für die Bewässerung insbesondere in der Landwirtschaft verwendet (2,5 %) oder ging in die hergestellten Produkte ein (1,4 %).
  • Russlands Angriff auf die Ukraine ist ungefähr ein halbes Jahr her. Eine internationale Konferenz debattiert heute die Zugehörigkeit der Krim zur Ukraine. Bei der sog. Krim-Plattform wird unter anderem NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erwartet. Es wird über Möglichkeiten einer Rückholung der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel gesprochen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte im Vorfeld, es liege „das Gefühl in der Luft, dass die Besetzung der Krim vorübergehend ist und sie in die Ukraine zurückkehrt.
  • In den kommenden Tagen rechnet die Ukraine mit verstärktem Raketenbeschuss der russischen Streitkräfte auf die Hauptstadt Kiew. Am Mittwoch feiert das Land die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Die Stadtverwaltung in Kiew hat alle Massenveranstaltungen bis Donnerstag untersagt. Zudem wird es keine Militärparade geben. Insgesamt sind laut ukrainischen Angaben seit Ende Februar fast 9.000 ukrainische Soldaten getötet worden.

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