Fundamentale Nachricht
13:05 Uhr, 15.03.2016

Brexit-Angst lässt Pfund einbrechen

Die Befürworter eines EU-Austritts Großbritanniens dürften beim Referendum am 23. Juni die Nase vorn haben, wie eine neue Umfrage zeigt. Das Pfund gibt wieder deutlich nach.

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Die steigende Wahrscheinlichkeit eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) belastet erneut das Pfund Sterling. Die britische Währung sank am Dienstag um rund ein Prozent gegenüber dem US-Dollar, nachdem eine neue Umfrage zeigte, dass die Befürworter eines EU-Austritts beim Referendum im Vereinigten Königreich am 23. Juni mit einer Mehrheit rechnen können. Die Angst vor einem "Brexit" hatte das Pfund bereits in den vergangenen Monaten deutlich geschwächt.

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Nach einer in der Tageszeitung "Telegraph" veröffentlichten Umfrage befürworten 49 Prozent der Befragten einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union. 47 Prozent sind für eine Beibehaltung der EU-Mitgliedschaft. Berücksichtigt man allerdings nur diejenigen Befragten, die beim Referendum auch definitiv abstimmen wollen, kommen die Befürworter eines EU-Austritts sogar auf 52 Prozent, während die Gegner nur mit 45 Prozent rechnen können. Damit dürfte die Wahrscheinlichkeit insgesamt recht hoch sein, dass sich die Briten tatsächlich für den Austritt entscheiden.

Da London der wichtigste europäische Finanzplatz ist und die britische Wirtschaft eng mit der Wirtschaft auf dem Kontinent verknüpft ist, könnte ein EU-Austritt schwerwiegende Folgen für Großbritannien haben. Wie eine separate Umfrage zeigt, befürworten deshalb 80 Prozent der Arbeitgeber eine EU-Mitgliedschaft. Auch Premierminister David Cameron unterstützt die Kampagne für einen Verbleib Großbritanniens in der EU. Mit dem populären Londoner Bürgermeister Boris Johnson haben aber auch die Gegner ein prominentes Gesicht auf ihrer Seite.

Sollte sich die Mehrheit der Briten am 23. Juni tatsächlich für einen EU-Austritt entscheiden, könnte das britische Pfund weiter deutlich nachgeben. Die Großbank HSBC vermutet, dass das Pfund um 20 Prozent einbrechen könnte, sollten sich die Befürworter eines Austritts durchsetzen.

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20 Kommentare

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  • Julia92
    Julia92

    Kein Wunder das ihr vor den flüchtlingen angst habt. Spätestens wenn die deutsch können werden die euch mal erklären wie sich die begriffe angefühlt haben mit denen ihr unbeholfen um euch werft.

    18:42 Uhr, 15.03.2016
  • 1 Antwort anzeigen
  • kingkong007
    kingkong007

    Was für eine Chance.

    Raus, solange noch Zeit ist.

    Dieser EU Saftladen wird sich ohnehin selbst zerlegen.

    14:39 Uhr, 15.03.2016
    1 Antwort anzeigen

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Über den Experten

Oliver Baron
Oliver Baron
Experte für Anlagestrategien

Oliver Baron ist Finanzjournalist und seit 2007 als Experte für stock3 tätig. Er beschäftigt sich intensiv mit Anlagestrategien, der Fundamentalanalyse von Unternehmen und Märkten sowie der langfristigen Geldanlage mit Aktien und ETFs. An der Börse fasziniert Oliver Baron besonders das freie Spiel der Marktkräfte, das dazu führt, dass der Markt niemals vollständig vorhersagbar ist. Der Aktienmarkt ermöglicht es jedem, sich am wirtschaftlichen Erfolg der besten Unternehmen der Welt zu beteiligen und so langfristig Vermögen aufzubauen. In seinen Artikeln geht Oliver Baron u. a. der Frage nach, mit welchen Strategien und Produkten Privatanleger ihren Börsenerfolg langfristig maximieren können.

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