Kommentar

Bill Gates sieht KI-Durchbruch in zwei bis fünf Jahren

In einem spannenden Interview mit dem Handelsblatt verrät Bill Gates heute seine Ansichten zum Thema KI und Chip-Verfügbarkeit. Kurzfristig sieht der Microsoft-Gründer beim Thema KI ein gewisses Plateau erreicht.

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  • Microsoft Corp. - WKN: 870747 - ISIN: US5949181045 - Kurs: 332,060 $ (Nasdaq)

Die nächste Version von ChatGPT wird noch nicht viel besser sein als die heutige, weiß Gates zu berichten. Mittelfristig würden neue Forschungsansätze die Technologie jedoch verlässlicher und nachvollziehbarer machen.

An Chips wird es nicht mangeln

In der aktuellen Knappheit an Chips für KI-Anwendungen, wie Nvidia sie herstellt, sieht Bill Gates kein Problem. Die Halbleiter werden von spezialisierten Firmen auf denselben Chip-Werkzeugen hergestellt. Das Problem wird bald gelöst sein, und Chips von AMD, Amazon, Google oder auch Microsoft werden den Markt überschwemmen.

Gates erwartet, dass in Zukunft das Thema KI auch für die Gesundheitsversorgung sehr wichtig werden wird. Gerade in armen Ländern kann KI dann Ärzte unterstützen und Diagnosen stellen. „In fünf Jahren wird es Anwendungen geben, und sie werden bedeutsame Auswirkungen haben“, sagt Gates.

Auch Medikamente können mithilfe von KI-Copiloten sehr viel schneller entwickelt werden. Beispielsweise kann KI auch bei der Antragsschreibung helfen, welche unheimlich komplex ist, und nicht nur in der Forschung hilfreich sein. An der Verlässlichkeit muss aber noch gearbeitet werden. Die KI liegt heute noch häufiger mal daneben.

Gates testet aktuell eine Betaversion des KI-Assistenten von Microsoft, der E-Mails liest und einem hilft, wenn man zu spät zu einer Konferenz kommt. Die wesentlichen Inhalte werden dann kurz zusammengefasst. Bis Ende des Jahres soll diese Version auch an Endkunden ausgerollt werden.

Ein wirklicher Fortschritt wäre es, zu verstehen, wie KI arbeitet. Wir kennen zwar den Algorithmus, aber wir wissen nicht wirklich, wie er arbeitet.

Ob und wann der Durchbruch einer allgemeinen künstlichen Intelligenz (AGI) gelingt weiß Gates hingegen nicht zu berichten. Der Softbank-CEO setzt hier einen Zeitrahmen von rund zehn Jahren an. Er kann sich zwar irren, aber er hält das aktuelle Niveau erst einmal für ein gewisses Plateau. Eine AGI würde aus einer Welt der Knappheit (Ärzte, Lehrer usw.) eine Welt des Überflusses machen. Das wirft dann auch zahlreiche philosophische Fragen auf. Mangel gäbe es dann nicht mehr in der Welt.

Fazit: Das Interview beschäftigt sich auch noch mit anderen spannenden Fragen. Hat Bill Gates recht, dann könnte die Entwicklung in Sachen KI in der nahen Zukunft zunächst die hohen Erwartungen enttäuschen. Mittelfristig sind aber weitere Durchbrüche zu erwarten. Hardwarehersteller wie Nvidia bekommen künftig große Konkurrenz. Die Preise für KI-Chips dürften in den freien Fall übergehen.

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1 Kommentar

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  • Korelewp
    Korelewp

    und dann noch einmal jaehrlich Zwangimpfung - Muell fuer jeden Koerper - und dann landen wir alle in einer echten stalinistischen Diktatur :::))

    15:52 Uhr, 18.10.2023

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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3. Im Premium-Service Trademate betreut er das Depot "Deutsche Aktien".

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