Kommentar
14:40 Uhr, 29.07.2026

Angebotsschock statt Konsumboom: Die aktuelle Inflation stürzt die EZB in ein geldpolitisches Dilemma

Die Inflation in der Eurozone steigt. Diesmal treibt kein Nachfrageboom die Preise, sondern ein Angebotsschock durch den Nahostkonflikt. Das stellt die EZB vor ein massives Problem und ruft scharfe Kritik an ihrer Zinspolitik hervor.

Zwischen Februar und Juni 2026 kletterte die Gesamtinflation im Euroraum von 1,9 auf 2,8 %. Eine aktuelle Analyse der EZB-Ökonomen Niccolò Battistini und Giovanni Trebbi belegt nun formal, was die Märkte bereits ahnten: Im Gegensatz zum Post-Pandemie-Schock des Jahres 2022 handelt es sich bei der aktuellen Teuerungswelle um einen rein angebotsgetriebenen Kostenschock.

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