Alle verkaufen panisch – so nutzt du den Krypto-Bärenmarkt clever
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Die gute Nachricht: Ein Bärenmarkt ist nicht nur Verlust, sondern auch Chance. Viele der erfolgreichsten Krypto-Investoren haben gelernt, genau diese Phasen sinnvoll zu nutzen.
In diesem Artikel zeigen wir dir einfache, praxisnahe Wege, wie du gut durch den Krypto-Bärenmarkt kommst – ohne Stress, ohne Fachchinesisch und mit Blick auf steuerliche Vorteile.
Das Wichtigste
- Der Bärenmarkt bietet die Chance, durch Tax Loss Harvesting Verluste steuerlich mit Gewinnen zu verrechnen, wobei die Haltedauer und Verrechnungsbeschränkungen zu beachten sind.
- Anstatt den Markt timen zu wollen, kann es im Bärenmarkt sinnvoll sein, auf langfristiges Halten und das systematische Investieren kleiner, regelmäßiger Beträge mittels Dollar-Cost Averaging (DCA) zu setzen.
- Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren, nur entbehrliches Geld zu investieren und die ruhigere Phase für das Aufräumen alter Konten und die saubere Dokumentation aller Transaktionen zu nutzen.
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1. Verluste als Chance nutzen: Tax Loss Harvesting
Klingt erstmal widersprüchlich – aber Verluste können dir steuerlich helfen.
Wenn deine Coins aktuell im Minus sind, kannst du diese Verluste nutzen, um Gewinne aus anderen Verkäufen auszugleichen. Das nennt sich Tax Loss Harvesting.
Gerade im Bärenmarkt ist das besonders relevant: Viele Assets stehen im Minus – und genau das schafft Potenzial für Steueroptimierung.
Aber Achtung: Zwei wichtige Punkte
- Haltefrist prüfen: Hast du einen Coin länger als ein Jahr gehalten, ist der Verkauf steuerfrei – der Verlust kann dann nicht mehr verrechnet
- Verlustverrechnung beachten: Verluste aus dem Kryptohandel kannst du nur mit Gewinnen aus dem Kryptohandel verrechnen, nicht mit Staking-Einnahmen.
Richtig genutzt kann eine Phase mit „weniger Wert“ also steuerlich zu deinem Vorteil werden.
Mit Blockpit Plus behältst du jederzeit den Überblick: Du siehst automatisch, welche deiner Assets aktuell im Minus sind, wie hoch dein steuerlicher Spielraum ist und wo sich sinnvolle Optimierungsmöglichkeiten ergeben. So sparen unsere Nutzer durch gezielte Steueroptimierung im Schnitt 2.395 € pro Jahr.
Wichtig: Das ist keine Aufforderung zu verkaufen. Es geht darum, bestehende Verluste korrekt zu dokumentieren und steuerlich sinnvoll zu nutzen.
2. Zeit im Markt vs. Markt timen
„Time in the market beats timing the market“ – ein Satz, den viele Anleger kennen sollten, besonders im Bärenmarkt.
Time in the Market
Dabei geht es darum, Investments über einen längeren Zeitraum zu halten, statt auf kurzfristige Kursschwankungen zu reagieren. Wer langfristig investiert bleibt, profitiert vom allgemeinen Wachstum – unabhängig von zwischenzeitlichen Einbrüchen.
Ein Beispiel:
Hättest du 2015 Bitcoin zu rund 300 USD gekauft und über alle Höhen und Tiefen hinweg gehalten, wärst du trotz extremer Volatilität langfristig stark im Plus gewesen. Rückblickend zeigt sich: Langfristiges Denken zahlt sich oft aus.
Timing the Market
Beim „Market Timing“ versuchst du, Tiefpunkte zu kaufen und Hochpunkte zu verkaufen. Das kann funktionieren – erfordert aber viel Erfahrung, Nerven und aktive Marktbeobachtung. Fehler, emotionale Entscheidungen oder falsches Timing können schnell zu Verlusten führen.
Fazit für den Bärenmarkt
Beide Ansätze haben ihre Berechtigung. Doch gerade im Bärenmarkt macht es für viele Sinn:
- langfristig zu denken
- Panikverkäufe zu vermeiden
- sich bewusst zu machen, dass Bärenmärkte historisch oft kürzer sind als Bullenmärkte
Nach jedem Tief kam bisher irgendwann eine Erholung.
3. Ruhig bleiben und systematisch investieren: Dollar-Cost Averaging (DCA)
Viele erfolgreiche Investoren setzen im Bärenmarkt auf eine einfache Strategie:
regelmäßig kleine Beträge investieren – unabhängig vom aktuellen Kurs.
Diese Methode nennt sich Dollar-Cost Averaging (DCA).
Warum hilft DCA?
- Du musst nicht den perfekten Zeitpunkt erwischen
- Deine Einstiegspreise gleichen sich über Zeit aus
- Du bleibst gelassener bei kurzfristigen Schwankungen
Beim DCA investierst du regelmäßig einen festen Betrag – zum Beispiel monatlich – statt alles auf einmal. So kaufst du automatisch mal teurer, mal günstiger, was emotionale Fehlentscheidungen reduziert.
Das ist keine Anlageberatung, sondern eine häufig genutzte Methode, um diszipliniert zu bleiben und Stress aus Investitionsentscheidungen zu nehmen.
4. Chancen für günstige Einstiege bewusst nutzen
Wenn im Markt Angst dominiert und viele panisch verkaufen, entstehen oft günstige Einstiegspreise. Trotzdem gilt gerade im Bärenmarkt: mit Bedacht handeln.
Ein paar einfache Grundprinzipien helfen dir dabei:
- Investiere nur Geld, das du wirklich entbehren kannst.
- Halte bewusst etwas Cash zurück, um bei starken Rücksetzern flexibel zu bleiben.
- Vermeide Überinvestitionen aus Ungeduld oder FOMO – also der Angst, etwas zu verpassen.
Wer ruhig bleibt und strukturiert vorgeht, kann auch im Bärenmarkt Chancen nutzen, ohne unnötige Risiken einzugehen.
5. Dokumentation nicht vergessen: Ordnung schaffen & Konten aufräumen
Bärenmärkte sind eine gute Gelegenheit, Ordnung ins Portfolio zu bringen. Gerade wenn weniger passiert, lohnt es sich, die eigene Dokumentation sauber aufzusetzen.
Nicht genutzte Konten aufräumen
Mit der neuen EU-Richtlinie DAC8 sind Krypto-Börsen und bestimmte Wallet-Anbieter verpflichtet, deine Aktivitäten ab dem 01.01.2026 zu erfassen und ab 2027 an die Finanzbehörden zu melden.
Deshalb kann es sinnvoll sein, rechtzeitig aufzuräumen. Vielleicht liegen auf alten oder kaum genutzten Börsenkonten noch Assets, die du gar nicht mehr aktiv verwendest. In diesem Fall kannst du die Bestände auf dein eigenes Wallet übertragen und die Konten anschließend schließen.
Wichtig: Bevor du Börsenkonten löschst, stelle sicher, dass deine vollständige Transaktionshistorie sauber in Blockpit integriert ist.
Je früher du deine Daten sauber dokumentierst, desto einfacher wird später die Steuererklärung – und desto entspannter bist du bei möglichen Rückfragen vom Finanzamt.
Fazit: Mit Strategie statt Panik durch den Bärenmarkt
Ein Bärenmarkt fühlt sich oft bedrohlich an, doch historisch folgte auf jede Schwächephase irgendwann eine Erholung. Wer jetzt einen kühlen Kopf bewahrt, sich auf langfristige Ziele konzentriert, realistische Entscheidungen trifft und Steuern gezielt optimiert, kann diese Phase sinnvoll nutzen. Steuerberaterin Afra Stöhr fasst abschließend zusammen:
“Der Bärenmarkt ist eine gute Phase, um in Ruhe die eigene Investmentstrategie zu überdenken, die Vollständigkeit der Dokumentation zu prüfen und vergessene oder ungenutzte Accounts aufzuräumen. Aus steuerlicher Sicht kann es sinnvoll sein, verlustreiche Positionen zu veräußern, um diese Verluste mit Gewinnen zu verrechnen. Dabei solltest du dir jedoch unbedingt der Verlustverrechnungsbeschränkungen bewusst sein und insbesondere prüfen, ob die Haltedauer bereits überschritten wurde – denn nichts ist ärgerlicher als steuerfreie Verluste. Steuerliche Überlegungen sollten dabei immer nur ein Teil der Entscheidungsfindung sein. Am Ende zählt die Gesamtsituation.”
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