Zwei Aktien, um den Laser-Engpass der KI-Ära zu lösen
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Erwähnte Instrumente
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- AXT Inc. - WKN: 914410 - ISIN: US00246W1036 - Kurs: 16,350 $ (Nasdaq)
- Sumitomo Corp. - WKN: 860364 - ISIN: JP3404600003 - Kurs: 29,490 € (L&S)
- POET Technologies Inc. - WKN: A3DWD8 - ISIN: CA73044W3021 - Kurs: 6,330 $ (Nasdaq)
Aus dem Halbleiter-Material Indiumphosphid (InP) werden die Laser gefertigt, die Daten mit Lichtgeschwindigkeit übertragen - neben Kupfer-Kabeln. Und InP ist knapp. Mehr zu dem Problem habe ich bereits bei einem Wert erklärt, der zu meinen Top Picks für 2026 zählen.
Die Produktion ist hochspezialisiert und auf wenige Hersteller wie AXT oder Sumitomo konzentriert.
POET: Weniger Laser pro Modul
POET Technologies baut keine Laser wie Lumentum oder Coherent. POET hat eine spezielle Plattform (Optical Interposer), die elektronische Chips und lichtbasierte Komponenten (darunter auch InP-Laser von anderen Herstellern wie Lumentum oder Coherent) auf einem einzigen Wafer verbindet und so sehr schnelle Datenübertragung ermöglicht (die Technologie kann man sich vorstellen wie Advanced Packaging bei TSMCs CoWoS).
Auf dieser Plattform baut POET Hochgeschwindigkeits-Optical-Engines, die elektronische Signale in Lichtsignale wandeln und umgekehrt. Die Technologie soll kostengünstiger, effizienter und leichter in hohen Stückzahlen herstellbar sein als herkömmliche optische Lösungen. POET konzentriert sich auf den Entwurf und die Entwicklung dieser integrierten photonikbasierten Module und lässt die Fertigung bei Partnern durchführen.
Die Idee: Wenn man geschickter integriert, braucht man weniger Laser pro Transceiver-Modul. Das Geschäftsmodell unterscheidet sich von etablierten Laserherstellern wie Coherent oder Lumentum, die alles selbst fertigen. POET konzentriert sich nur auf den Zusammenbau und kauft die Laser extern ein. Der Wert zählt bei WallStreetBets auf Reddit auch zu den Top Picks für 2026.
Im dritten Quartal 2025 erzielte POET knapp 300.000 USD Umsatz, fast ausschließlich aus Entwicklungsaufträgen. Der Verlust sank auf 9,4 Millionen USD nach 17,3 Millionen im Vorquartal. POET hat keine Gewinne erwirtschaftet und summiert seit Gründung Verluste von über 160 Millionen USD. Die Cashposition wurde durch Kapitalerhöhungen gestärkt. Institutionelle Investoren zahlten 250 Millionen USD ein, die Aktien wurden zwischen 5 und 7,25 USD ausgegeben. Ende September verfügte POET über 73 Millionen USD liquide Mittel.
Zwei Produktionsaufträge im Wert von zusammen 5,6 Millionen USD sollen 2026 ausgeliefert werden. Das Management bezeichnet dies als Beginn einer Umsatzsteigerung. Ob daraus dauerhaftes Geschäft wird, ist offen.
POETs Kernargument lautet: Die Technologie nutzt InP-Laser effizienter als herkömmliche Bauweisen. Weniger Laser pro Modul bedeutet: geringere Abhängigkeit von knapper InP-Kapazität. Das klingt plausibel, steht aber unter Vorbehalt. Die Designs müssen sich erst in der Massenproduktion bewähren. Array-Laser haben eigene Herstellungsprobleme. Und POET bleibt abhängig von externen Lieferanten, die in Knappheitsphasen ihre eigenen Kunden bevorzugen könnten.
Zwei Risiken: Lieferanten und Wettbewerber
Einerseits will POET vom InP-Engpass profitieren, indem es Material spart. Andererseits braucht es selbst InP-Laser und sitzt am Ende der Nahrungskette.
Wenn etablierte Hersteller ihre Kapazitäten ausbauen, wie Coherent und Lumentum es angekündigt haben, entspannt sich die Knappheit. Das hilft POET bei der Beschaffung, wertet aber das Effizienzargument ab. Bleibt die Knappheit bestehen, kann POET womöglich nicht liefern.
Gleichzeitig bieten die großen Laserhersteller zunehmend Komplettlösungen an und konkurrieren damit direkt mit POETs Geschäftsmodell. Ob Modulhersteller eine offene Plattform bevorzugen oder lieber bei etablierten Lieferanten kaufen, ist unklar.
Der adressierbare Markt wächst nach Schätzungen von 1,8 Milliarden USD 2023 auf 12,5 Milliarden USD 2028. Die Frage ist, ob POET einen nennenswerten Anteil erobern kann. Es ist definitiv eine High High Risk Wette.
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AXT: Der Rohstofflieferant
AXT stellt InP-Substrate her, also die Ausgangsbasis für Laserchips. Sie sitzen eine Stufe früher in der Wertschöpfungskette. Ein potenziell weiterer spannender Wert ist hier Sumitomo Corp. (stock3 Gesamtscore von 74 %).
Im Q3 2025 stieg der Umsatz auf 28 Millionen USD, ein Plus von 56 % gegenüber dem Vorquartal. Entscheidend waren InP-Erlöse von 13,1 Millionen USD. Mehr als eine Verdopplung innerhalb eines Quartals und der höchste Wert seit 2022.
Die Bruttomarge verbesserte sich auf 22,4 % nach 8,2 % im Vorquartal. Sobald das Geschäft in Richtung InP dreht, steigt die Profitabilität deutlich. Dennoch ist AXT weiterhin defizitär. Für das vierte Quartal erwartet das Management einen Verlust von 0,01 bis 0,03 USD je Aktie. Schwarze Zahlen sollen erst 2026 kommen.
Der Auftragsbestand für InP liegt bei 49 Millionen USD, Rekordniveau. Fast das gesamte Wachstum kommt von Kunden außerhalb Chinas. Kunden akzeptieren längere Lieferzeiten und bauen Lagerbestände auf.
AXT führt mittlerweile direkte Gespräche mit Endkunden, Transceiver-Herstellern und sogar Chip-Produzenten. Das zeigt die strategische Bedeutung des Materials. AXT besitzt Beteiligungen an über 10 Rohstofflieferanten in China, was Versorgungssicherheit schaffen soll.
Das China-Problem
AXTs größtes Risiko ist politischer Natur. Sie sind auf Exportgenehmigungen aus China angewiesen. InP-Permits dauern etwa 60 Geschäftstage, gelten jeweils nur sechs Monate und werden für jeden Auftrag einzeln erteilt. Für das vierte Quartal hat AXT 20 Millionen USD Umsatz mit hoher Sicherheit, weil bereits genehmigt oder für den chinesischen Markt bestimmt. Weitere 7 bis 10 Millionen USD hängen an neuen Genehmigungen. Die Umsatzprognose von 27 bis 30 Millionen USD ist damit direkt von Behördenentscheidungen abhängig.
Die chinesische Tochter Tongmei soll an der Börse Shanghai notiert werden. Die Börse hat das Listing 2022 genehmigt, die chinesische Wertpapieraufsicht CSRC prüft weiterhin. Gelingt der Börsengang, könnte Tongmei eigenständig Kapital für Kapazitätsausbau aufnehmen. Der Zeitpunkt ist ungewiss.
Das Germaniumgeschäft von AXT ist margenschwach und bindet Kapital. Es trägt nicht zur Profitabilität bei.
Fazit: Zwei Wetten auf denselben Engpass
POET will InP effizienter nutzen, AXT will mehr davon produzieren.
Für POET entscheidend: Reduziert die Technologie messbar den InP-Verbrauch? Kann man ausreichend Laser von externen Lieferanten sichern? Und können die angekündigten Lieferungen 2026 tatsächlich in Serienproduktion übergehen?
Für AXT: Wie verlässlich erteilt China Exportgenehmigungen? Daneben: Entwickeln sich InP-Umsätze stabil weiter, bleibt die Bruttomarge auf dem aktuellen Niveau, und kommt der Tongmei-Börsengang zustande?
Beide Unternehmen sind Mico Caps mit sehr hoher Volatilität. POET hat eine Marktkapitalisierung von rund 550 Millionen USD und keine Profitabilität in Sicht. AXT ist größer mit 720 Millionen USD, aber auch weiterhin defizitär. Der Markt für optische Engines wächst bis 2028 um das Sechsfache. Ob POET und AXT davon profitieren, wird sich die nächsten Quartale zeigen.
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