Zuversicht unter Vorbehalt - Allianz-Ökonomen geben einen Wirtschaftsausblick
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Die Ökonomen der Allianz rechnen dennoch mit einer geordneten Entspannung, knüpfen diese Erwartung aber an drei Voraussetzungen, von denen noch keine gesichert ist.
Als der Sommer begann, hatten die Märkte eine ruhige Saison eingepreist. Es kam anders. Innerhalb weniger Wochen verschärften sich drei lange schwelende Konflikte. Aus dem Nahen Osten kam ein neuer Energieschock, an den Anleihemärkten breitete sich ein Ausverkauf von den USA über Japan bis nach Europa aus, und am KI-Boom mehrten sich die Zweifel, genährt von Engpässen bei Chips und Strom und der Frage, ob sich die enormen Investitionen je rechnen.
Bemerkenswert ist, wie wenig davon bislang in der Realwirtschaft angekommen ist. Im zweiten Quartal fiel das Wachstum höher aus als erwartet, gestützt von soliden Exportdaten, dem deutschen Fiskalpaket und kräftigen KI-Investitionen in den USA und Asien. Entsprechend verhalten optimistisch hat das Team um Allianz-Chefökonom Ludovic Subran seinen neuen Konjunkturausblick überschrieben: "Erst wurde es schlimmer, bevor es vielleicht besser wird."
