ZUCKER - Die Bären bleiben klar am Drücker
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Erwähnte Instrumente
Willkommen zu einer neuen Ausgabe aus der Welt der Rohstoffe. Heute richtet sich der Blick erneut auf Zucker. Und der Markt präsentiert sich weiterhin alles andere als süß: Der Preis für ein Pfund Zucker setzt auch zu Monatsbeginn seine Schwächephase fort.
Damit bleibt der übergeordnete Abwärtstrend seit mittlerweile mehr als einem Jahr intakt. Der fallende Verlauf der 200-Tage-Linie unterstreicht die technische Schwäche eindrucksvoll.
Mit diesem Abwärtstrend sehen wir uns auch heute noch konfrontiert.
Überangebot belastet die Preise
„Zwei witterungsbedingt hoch ertragreiche Ernten in Folge haben den EU-Markt mit Zucker überschwemmt“, so das Branchenmagazin agrarheute. Die Folgen sind am Terminmarkt klar sichtbar: Das hohe Angebot sorgt für anhaltenden Preisdruck und erschwert eine nachhaltige Erholung.
Auch charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen. Die Erholung zu Beginn der Woche wurde oberhalb von 14,50 USc erneut abverkauft. Käufer schaffen es bislang nicht, die Initiative zurückzugewinnen.
Diese Marken entscheiden jetzt

Der abgebildete Chart zeigt den Preisverlauf von Zucker auf Basis von USD je Pfund. Zur besseren Lesbarkeit wurden die Kursstände in USc je Pfund umgerechnet.
Das Mai-Tief bei 13,83 USc fungiert aktuell als kurzfristige Unterstützung. Darunter rückt das bisherige Jahrestief bei 13,22 USc als nächste wichtige Haltezone in den Fokus.
Auf der Oberseite bleibt der Bereich zwischen 14,90 und 15,00 USc die erste größere Hürde. Darüber warten mit 15,50 USc und 16,08 USc weitere relevante Widerstandsmarken.
Charttechnisch befindet sich der Zuckerpreis damit weiterhin in einer klar definierten Abwärtsbewegung. Solange die genannten Widerstände nicht nachhaltig überwunden werden, spricht das Chancen-Risiko-Verhältnis eher gegen antizyklische Long-Positionen.
Wetter bleibt der große Unsicherheitsfaktor
Wie bei nahezu allen Agrarrohstoffen spielt auch beim Zucker das Wetter eine entscheidende Rolle. Die wichtigsten Anbauländer Brasilien, Indien und Thailand können durch Trockenheit, Starkregen oder andere Wetterextreme erhebliche Auswirkungen auf das globale Angebot auslösen.
Hinzu kommt ein weiterer Einflussfaktor: die Energiepreise! Steigende Energiepreise könnten die Produktion von Ethanol attraktiver machen. Da Zuckerrohr sowohl für Zucker als auch für Ethanol verwendet wird, könnte ein höherer Ethanolanteil das verfügbare Zuckerangebot reduzieren und die Preise stützen.
Wetter- und Produktionsrisiken in den wichtigsten Anbauregionen bleiben daher wichtige Einflussgrößen, die jederzeit für erhöhte Volatilität sorgen können.
Mein Fazit: Der Agrarrohstoff Zucker bleibt fest in der Hand der Verkäufer. Der übergeordnete Abwärtstrend ist intakt und bislang scheitern selbst kurzfristige Erholungen an wichtigen Widerständen. Trader sollten insbesondere die Unterstützungen bei 13,83 USc und 13,22 USc im Blick behalten. Auf der Oberseite würde erst ein Anstieg über 15,00 USc für eine spürbare Entspannung sorgen. Bis dahin bleibt das technische Bild bärisch.
Wer auf eine Gegenbewegung spekuliert, agiert gegen den Trend und sollte das erhöhte Risiko entsprechend berücksichtigen. Für trendfolgende Trader liefern Rückläufe an Widerstände derzeit weiterhin die überzeugenderen Setups.
Strategien
Auf den Basiswert Zucker (Sugar #11 Future (SB) – NYB/202607) gibt es verschiedene Derivate, mit denen Du auf steigende oder fallende Unzen-Preise spekulieren kannst. Ich nenne Dir nachfolgend zwei Strategien:
Long (Spekulation auf steigende Kurse): Mini Future Long (Hebelzertifikat) – Basis: 7,70 USc – Knockout: 8,08 USc – Laufzeit bis: open end – Hebel: 2,2 – ISIN: DE000MM6B1S7
Short (Spekulation auf fallende Kurse): OE Turbo Put Optionsschein mit SL (Hebelzertifikat) – Basis: 21,15 USc – Knockout: 20,56 USc – Laufzeit bis: open end – Hebel: 2,1 – ISIN: DE000SJ7QEN4
Das Team
Der Optionsscheine Expert Trader verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader im Oktober 2019 weisen rund 82 % der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. Hier findest Du Infos zum Produkt.
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