Analyse

ZOOM VIDEO - Aktie nach starken Kursverlusten shorten?

Mit über 8% im Minusbereich sicherte sich die Aktie von Zoom im gestrigen Handel einen Podestplatz bei den Schlusslichtern im Nasdaq-100. Für Anleger auf Shortseite wird damit die Aktie immer attraktiver.

Erwähnte Instrumente

  • Zoom Video Communications Inc. - WKN: A2PGJ2 - ISIN: US98980L1017 - Kurs: 341,580 $ (NASDAQ)

Hoch geflogen, tief gefallen? Noch kann man dies von dem maßgeblichen Corona-Profiteur nicht behaupten, doch die Warnzeichen mehren sich. Bis Oktober letzten Jahres war die Aktie von Zoom ein heißes Eisen. Lockdowns und eine dynamische Umstellung auf Videokonferenzen in sämtlichen Bereichen ließen das Unternehmen und auch den Aktienkurs enorm profitieren. Nachdem Höhepunkt im Oktober begab sich die Aktie in den Korrekturmodus. In den letzten Wochen versuchten Anleger nun immer wieder diese Verlustserie zu beenden und die Aufwärtsbewegung fortzuführen, doch Erfolg haben sie hierbei nicht. Spekulanten auf der Shortseite werden zunehmen aktiver und auch die jüngsten Quartalszahlen werden verkauft.

Shorties in Lauerstellung

Zwar fielen diese positiv aus und die Erwartungen der Analysten konnte übertroffen werden, doch die Euphorie hielt nur kurz.

Zoom Video übertrifft im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $1,22 die Analystenschätzungen von $0,79. Umsatz mit $882,5 Mio. über den Erwartungen von $811,77 Mio.

Quelle: Guidants News

Getreu dem Motto "Sell on the good news" kam es zum kompletten Abverkauf. Auch im gestrigen Handel gingen diese Shortaktivitäten weiter. Das Problematische dabei: Mit den Abgabedynamik der letzten Tage wurde bereits gestern der EMA200 gebrochen. Der knapp darunter liegende Support bei 333,20 USD dürfte nun ebenfalls in die Bredouille kommen. Fällt dieser im Zuge weiterer Anschlussverkäufe ebenfalls und das Gap bei 325,10 USD wird geschlossen, steht das Sell-Signal und bärische Anleger kommen auf ihre Kosten. Unter 325,10 USD liegt das Kursziel im Bereich 275 - 281 USD. Darüber hinaus wären weitere Abschläge bis 230 USD vorstellbar.

Buy the Dip?

Noch können Käufer allerdings dieses Verkaufssignal verhindern. Wird die Unterstützung genutzt um die Verlustserie zu stoppen, ergibt sich die kurzfristige Turnaroundchance mit dem Ziel 400 USD. Voraussetzung hierfür ist eine erkennbare Stabilisierung in den nächsten Handelstagen. Für prozyklisch agierende Anleger ist jedoch ein anderes Level von Bedeutung.

Kaufsignal wieder in die Ferne gerückt

Selbst ein kurzfristiger bullischer Konter würde noch keine Entwarnung geben. Wirklich aufhellen würde sich das Chartbild erst ab Kursen über 450 - 460 USD. Für genauere Informationen empfehle ich hierfür die PLUS-Analyse meines Kollegen André Rain.

Fazit: Die Wertpapiere des Coronaprofiteurs kommen in den letzten Tagen trotz guter Zahlen unter Druck, was das Momentum in bärisches Terrain verlagert. Fallen EMA200 und 333,20 USD / 325,10 USD per Tagesschlusskurs, gelten weitere Verluste als sehr wahrscheinlich. Antizykliker können bei einer Stabilisierung auf einen kurzfristigen Rebound spekulieren.

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Über den Experten

Johannes Büttner
Johannes Büttner
Technischer Analyst und Trader

Johannes Büttner begann bereits in Jugendjahren sich für die Börsenwelt zu interessieren. Nachdem er bereits zu Schulzeiten mit ersten Aktien handelte, vertiefte er seither kontinuierlich sein Wissen und wurde selbst zu einem aktiven Trader. Seine Faszination an den internationalen Finanzmärkten schlug sich vor allem in der Vertiefung seines Wissens im Bereich der Charttechnik nieder. Im Herbst 2019 absolvierte er seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften und nahm sein Masterstudium im Fach Business Administration auf. Sein Handelsschwerpunkt liegt auf Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen. Im Mittelpunkt seiner Analysen steht die technische Analyse. Hierbei fokussiert er sich auf die klassische Chartanalyse. Die persönliche Handelsstrategie von ihm besteht aus einem Mix aus optimalen CRV-Setups, Antizyklik und dem Turnaround-und Outbreakhandel. Dabei handelt er im kurz-bis mittelfristigen Bereich vorrangig mit Hebelprodukten und Optionsscheinen.

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