Zentralbanken steigern Goldkäufe deutlich – Russland reduziert Bestände
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Zentralbanken haben im zweiten Quartal ihre Goldkäufe deutlich erhöht: In den drei Monaten bis Ende Juni wurden rund 289 Tonnen zugekauft, nach nur 57 Tonnen im ersten Quartal. Die Nachfrage der Notenbanken hat sich damit von dem Einbruch zu Jahresbeginn klar erholt.
Der Goldpreis hatte Ende Januar ein Rekordhoch von 5.595 US-Dollar je Feinunze erreicht, fiel danach zeitweise unter 4.000 Dollar und pendelte seit Ende Juni um diese Marke.
Größter Käufer war Polen mit plus 51 Tonnen auf 632 Tonnen, gefolgt von China mit plus 33 Tonnen auf 2.346 Tonnen; beide traten bereits 2025 als aktive Käufer auf. Russland trennte sich hingegen von 22 Tonnen und war damit der größte Verkäufer.
Auch die Bundesbank verringerte ihre Bestände leicht um rund eine Tonne für die Prägung von Goldmünzen. Deutschlands Reserven beliefen sich Ende 2025 auf etwa 3.350 Tonnen – nach den USA die zweitgrößten weltweit.
Insgesamt lag die globale Goldnachfrage im zweiten Quartal bei 1.269 Tonnen, nur rund 1 Prozent mehr als im ersten. Den deutlichsten Zuwachs gab es bei Zentralbanken, während die Nachfrage nach goldgedeckten ETFs merklich zurückging.
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