Zahlen von Microsoft, Meta, ASML, LVMH & Tesla – Software wird versenkt
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In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” unseres Goldesels Michael Flender und Daniel von Investflow sprechen unsere beiden Experten über die spannendsten aktuellen Quartalszahlen der vergangenen Woche. Neben Tesla, Meta und ASML geht es auch um die Zahlen von Microsoft.
Weiterhin sprechen unsere beiden Experten über die anhaltende Schwäche im Software-Sektor und neue Verlaufstiefs der Paypal-Aktie.
Warum Meta nach den Zahlen profitieren konnte, was bei Tesla belastet hat und warum bei Paypal Geduld gefragt bleibt, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Ausgabe bei Spotify, Apple Podcast oder direkt bei Youtube.
Starke Zahlen, irrationale Kursreaktionen
Viele Unternehmen liefern operative Stärke und dennoch fallen die Kurse – oder Aktien steigen erst und drehen dann plötzlich ins Minus. Das deutet auf ein Marktumfeld, in dem Erwartungen, Sentiment und Nachrichtenfluss stärker gewichtet werden als nackte Fundamentaldaten.
Kurz zusammengefasst:
- Große Tech-Namen liefern solide bis starke Ergebnisse (Microsoft, Meta, teilweise Tesla).
- ASML meldet massive Netbookings, die Aktie reagiert aber volatil.
- Viele Softwarewerte (ServiceNow, Adobe u. a.) werden stark verkauft – trotz ordentlicher Berichte.
- US-Health-Player wie UnitedHealth sorgen mit schwachen Ausblicken für Verunsicherung im Sektor.
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ASML: hoher Auftragsbestand & Achterbahnfahrt
ASML meldete Netbookings deutlich über den Erwartungen. Statt der zuvor erwarteten rund 6 Milliarden Euro standen Buchungen von rund 13,16 Milliarden Euro in den Büchern – also etwa doppelt so viel.
Wichtige Punkte:
- Auftragseingang überraschend stark, getrieben durch erhöhte Investitionspläne großer Auftragsgeber (z. B. TSMC).
- ASML bleibt ein Unternehmen mit zyklischer, aber langfristig starker Nachfrage: nur wenige Kunden für extrem spezialisierte Maschinen.
- Aktienkurs bleibt volatil: Nach einem Lauf von etwa 600 auf 1200 Euro kommt es immer wieder zu schnellen Rücksetzern.
Zahlen von Microsoft, Meta und Tesla
Die Zahlen von Microsoft zeigen weiterhin Robustheit:
- Umsatz in der Berichtsperiode bei rund 81,3 Milliarden USD, Wachstum von etwa 17 %.
- Betriebsergebnis und Nettoergebnis deutlich gestiegen (operatives Einkommen rund 38,3 Mrd.).
- Azure-Wachstum: rund 39 % – knapp am Konsens, aber weiterhin hoch.
Meta liefert wieder gute Top-Line-Zahlen, aber die langfristigen Investitionen sorgen für Unsicherheit:
- Werbeumsatz und Impressionen sind signifikant gewachsen (Werbeimpressionen +18 %, durchschnittliche Preise +6 %).
- Die Ankündigung einer erhöhten Investitionsspanne für die nächsten Jahre (Capex zwischen 115–135 Milliarden USD im Mehrjahresfenster) hat die Anleger verunsichert.
- Aufwände für Infrastruktur, vor allem AI-Infrastruktur, treiben die Kosten deutlich nach oben.
Die Zahlen bei Tesla sind gemischt und zeigen das typische Muster: starke Produktankündigungen und Roadmap, aber Herausforderungen beim Kerngeschäft:
- Gesamtumsatz leicht rückläufig (-3 % auf ca. 24,9 Milliarden USD), Automotive-Umsatz deutlich gesunken (-11 %).
- Energie- und Speicherbereich wächst kräftig (+25 %), Services +18 % – margenstarke Bereiche gewinnen an Bedeutung.
- Betriebsaufwand und Investitionen steigen; Nettoergebnis stark rückläufig (-61 %), Free Cash Flow ebenfalls deutlich schwächer.
- Tesla kündigt viele Produktstarts an (z. B. Semi, Cybertruck-Volumenfertigung, Optimus/Robotaxis).
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Software-Sektor: starke Zahlen, panische Verkäufe
Viele etablierte Softwarefirmen melden solide Ergebnisse, doch die Aktien stürzen ab. Die Kursreaktionen sind weiterhin heftig. Hier einige Ergebnisse:
- ServiceNow: EPS und Umsatz leicht über Konsens, Wachstumsaussichten intakt – Aktie trotzdem unter Druck.
- Adobe, andere Cloud-/SaaS-Anbieter: teils massive Bewertungskorrekturen, obwohl operative Daten nicht katastrophal sind.
Consumer und Luxus: Starbucks, LVMH & Co.
Die Konsumwerte liefern gemischte Signale:
- Starbucks: Umsatz überraschend stark in einigen Regionen (Comparable Sales +3 %, Nordamerika +4 %, China +7 %), Guidance allerdings moderat. Bewertungskennzahlen bleiben hoch.
- LVMH: Beobachtung, dass China sich erholen könnte – dennoch schwankende Aussagen und schnelle Revisionszyklen erzeugen Unsicherheit.
Healthcare: UnitedHealth als Warnsignal
UnitedHealth sorgte für Aufsehen durch einen negativen Ausblick und Berichte, die Fragen zur Nachhaltigkeit ihres Wachstums aufwerfen. Das hat den gesamten US-Versicherungssektor belastet.
Wichtige Punkte:
- Warnungen zur Profitabilität und mögliche regulatorische bzw. investigationsbedingte Risiken.
- Sektorweiter Druck, weil Versicherer und Gesundheitsdienstleister stark miteinander verflochten sind.
Fintech & Payments: PayPal im Sinkflug
PayPal markiert neue Jahrestiefs und testet technische Unterstützungen. Oft ein typisches Beispiel: starkes Geschäftsmodell, aber Bewertung und Wachstumserwartungen konnten zuletzt nicht überzeugen, was in einem negativen Sentiment schnell abgestraft wird.
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: ServiceNow, Paypal.
