Kommentar
15:30 Uhr, 09.02.2026

Wetten gegen die USA - Hedgefonds shorten wie verrückt

Es ist ein Misstrauensvotum in Zahlen gegossen. Hedgefonds haben in der vergangenen Woche in historischem Ausmaß auf fallende Kurse bei US-Aktien gesetzt.

Nach Daten der Prime-Brokerage-Einheit von Goldman Sachs erreichte das nominale Volumen der Leerverkäufe in Einzeltiteln den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2016. Auf jeden Dollar, der in Long-Positionen floss, kamen zwei Dollar, die auf sinkende Kurse setzten. Ein Kräfteverhältnis, das selten Gutes verheißt.

Der Stimmungsumschwung kam abrupt. Die Sorge, dass künstliche Intelligenz ganze Branchen schneller und tiefer umkrempeln könnte als bisher angenommen, hat die Märkte erfasst. Besonders die Vorstellung neuer Automatisierungstools durch Anthropic PBC wirkte wie ein Katalysator. Was als technologische Innovation begann, mündete in eine handfeste Verkaufswelle. Allein 164 Aktien aus den Bereichen Software, Finanzdienstleistungen und Asset Management verloren binnen einer Woche rund 611 Mrd. USD an Börsenwert, so die Experten von Goldman.

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