NETFLIX steigt aus Bieterkampf um Warner Bros. aus! Aktie feiert es
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- Netflix Inc. - WKN: 552484 - ISIN: US64110L1061 - Kurs: 84,605 $ (Nasdaq)
Warner Bros. Discovery steht nun vor einem Eigentümerwechsel zu einer Bewertung von 111 Mrd. USD. Netflix hatte zuvor 82,7 Mrd. USD inklusive Schulden geboten, zog sich jedoch zurück, nachdem Paramount Skydance sein Angebot auf 31 USD je Aktie erhöht hatte. Warner bewertet die Offerte als überlegen, der Verwaltungsrat muss den bestehenden Vertrag mit Netflix nun formell auflösen.
"Wir waren immer diszipliniert, und zu dem Preis, der erforderlich gewesen wäre, um das jüngste Angebot von Paramount Skydance zu erreichen, ist die Transaktion finanziell nicht mehr attraktiv", erklärte Netflix. Co-Chef Ted Sarandos hatte bereits zuvor betont, man sei ein "sehr disziplinierter Käufer". Hinter den Kulissen wird deutlicher formuliert: Man wollte nicht gegen einen Bieter antreten, der bereit ist, nahezu jeden Preis zu zahlen.
Paramount hatte seine Offerte mehrfach nachgebessert. Neben dem höheren Kaufpreis erhöhte der Konzern die Ausstiegskompensation auf 7 Mrd. USD, falls die Transaktion an regulatorischen Hürden scheitert. Zudem übernimmt Paramount 2,8 Mrd. USD, die Warner an Netflix für die Vertragsauflösung zahlen müsste. Hinter dem Angebot stehen 45,7 Mrd. USD Eigenkapitalzusagen aus dem Ellison-Trust sowie 57,5 Mrd. USD an Fremdkapital, bereitgestellt von einem Bankenkonsortium.
Ellisons Wette auf Größe
Zentraler Treiber ist Larry Ellison, Mitgründer von Oracle und Vater von Paramount-CEO David Ellison. Der Zusammenschluss würde zwei große Hollywood-Studios, die Streamingdienste HBO Max und Paramount+ sowie Nachrichtensender wie CNN und CBS unter einem Dach vereinen. Strategisch geht es um Skaleneffekte in einem Markt, in dem Netflix mit mehr als 325 Mio. Abonnenten weiterhin die Benchmark setzt.
Warner-Chef David Zaslav sprach von "enormem Wert für unsere Aktionäre". Tatsächlich kämpfen traditionelle Medienhäuser seit Jahren mit rückläufigen Kabelerlösen und hohen Streaming-Investitionen. Die industrielle Logik einer Konsolidierung ist nachvollziehbar. Doch sie ist teuer erkauft und operativ anspruchsvoll.
Der Deal dürfte intensiv geprüft werden. Neben der Bundesebene in Washington haben einzelne Bundesstaaten Widerstand signalisiert. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta betonte, die Untersuchung sei offen und werde mit Nachdruck geführt. Auch demokratische Senatoren wie Elizabeth Warren äußern wettbewerbsrechtliche Bedenken.
Die politische Dimension verleiht der Transaktion zusätzliche Brisanz. Die Ellisons pflegen enge Kontakte ins republikanische Lager, Kritiker warnen vor möglicher Einflussnahme. Befürworter wiederum argumentieren, nur größere Einheiten könnten im globalen Wettbewerb mit Technologie- und Streaminggiganten bestehen.
Während Paramount ins Risiko geht, konzentriert sich Netflix auf sein Kerngeschäft und plant weiterhin rund 20 Mrd. USD pro Jahr für Inhalte ein. Investoren honorieren diese Strategie sichtbar. Statt einer bilanziell anspruchsvollen Megaübernahme bleibt das Unternehmen flexibel und profitabel.
Fazit: Ich bin froh, dass das Management von Netflix die Einsicht hatte, aus dem Rennen auszusteigen. Das war die richtige Entscheidung. Vielleicht kann man sich in zwei bis drei Jahren Rechte aus dem Katalog sichern oder einzelne Teile übernehmen, falls das neue Konstrukt um Paramount finanziell ins Wanken gerät. Das würde mich nicht wundern. Ich hatte privat Netflix-Aktien eingesammelt in den Rutsch und stocke wohl auch nochmal auf.
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| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 45,18 | 51,13 | 57,08 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 2,53 | 3,13 | 3,82 |
| KGV | 34 | 28 | 23 |
| Dividende je Aktie in USD | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Dividendenrendite | 0,00% | 0,00% | 0,00% |
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*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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