WESTWING - Viel Cash und ein KGV von nur 10?
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Der Münchner Home-&-Living-Anbieter hat den Umbau vom rabattgetriebenen Shopping-Club zur stärker kuratierten Premium-Plattform weitgehend abgeschlossen und geht nun in die Phase über, in der Wachstum mit operativem Hebel entstehen soll. Genau das war die zentrale Botschaft des Earnings Calls: Die Transformation ist aus Sicht des Managements nicht mehr nur ein Strategieprojekt, sondern inzwischen im Zahlenwerk sichtbar.
Diese neue Ertragsqualität zeigte sich besonders deutlich im Schlussquartal. Eine starke Black Week, ein robustes Jahresendgeschäft und eine deutlich höhere Effizienz in der Abwicklung sorgten dafür, dass Westwing das Jahr auf einem hohen operativen Niveau beendete. Vorstand und Finanzchef betonten mehrfach, dass 2025 abgesehen vom pandemiebedingten Ausnahmejahr 2020 die stärkste Ergebnisqualität in der Unternehmensgeschichte gebracht habe. Der Umbau habe damit nicht nur kosmetische Verbesserungen geliefert, sondern das Gewinnprofil des Konzerns strukturell verbessert.
Im Gesamtjahr stieg das bereinigte EBITDA um 84 % auf 44 Mio. EUR, die entsprechende Marge lag bei 9,8 %. Der Umsatz legte um 1,1 % zu, das Bruttowarenvolumen wuchs um 2 %. Noch bemerkenswerter war der Mittelzufluss: Der freie Cashflow mehr als verdoppelte sich auf 34 Mio. EUR, nach Leasingzahlungen verblieben 23 Mio. EUR. Zum Jahresende verfügte Westwing über 92 Mio. EUR Nettoliquidität.
