ADOBE schlägt Erwartungen erneut - Aktie sinkt, KGV bei nur noch 8
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Der Konzern, lange eine der verlässlichsten Ertragsmaschinen der Softwarebranche, will in der KI-Ära nicht nur seine Stammkunden halten, sondern Hunderte Millionen neue Nutzer gewinnen. Dafür nimmt das Management bewusst kurzfristige Belastungen beim wiederkehrenden Umsatz in Kauf. Gleichzeitig verlässt Finanzchef Dan Durn das Unternehmen, nur wenige Monate nachdem Vorstandschef Shantanu Narayen seinen Rückzug auf den Verwaltungsratsvorsitz angekündigt hatte. Das sorgt für wachsende Unsicherheit bei den Anlegern.
Die Zahlen des zweiten Quartals waren auf den ersten Blick stark. Adobe steigerte den Umsatz auf 6,62 Mrd. USD, ein Plus von 13 % auf berichteter Basis und 11 % zu konstanten Wechselkursen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 5,96 USD und übertraf damit die Erwartungen. Auf GAAP-Basis verdiente Adobe 4,25 USD je Aktie, belastet durch eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 70 Mio. USD im Bereich Publishing und Advertising. Der operative Cashflow erreichte 2,17 Mrd. USD, die liquiden Mittel lagen zum Quartalsende bei 5,63 Mrd. USD. Zudem kaufte Adobe im Quartal rund 8,5 Mio. eigene Aktien zurück. Unter den bestehenden Programmen stehen noch etwa 27 Mrd. USD für weitere Rückkäufe zur Verfügung.
Auch die Prognose wurde angehoben. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Adobe nun einen Umsatz von 26,5 bis 26,6 Mrd. USD. Zuvor hatte der Konzern 25,9 bis 26,1 Mrd. USD in Aussicht gestellt. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 24,35 bis 24,45 USD erreichen. Für das dritte Quartal stellt Adobe Erlöse von 6,67 bis 6,72 Mrd. USD sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 6,05 bis 6,10 USD in Aussicht. Die bereinigte operative Marge soll im Gesamtjahr bei rund 45 % liegen.
