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10:03 Uhr, 10.10.2026

Weekend-Flash: DAX gibt nach – S&P 500 zieht an

Frankreichs Haushaltssorgen, Golf-Eskalation und Übernahmepoker um Evonik und PTC: Der Wochenrückblick zu DAX, Wall Street, Öl und Gold.

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Die Börsen liefen auf Wochensicht auseinander: Während Chip- und KI-Werte die Wall Street stützten, gab der DAX leicht nach. Frankreichs Haushaltssorgen, der Handelsstreit um chinesische Hybridautos und die Eskalation am Golf belasteten ihn, bevor Trumps Dementi zu neuen Iran-Angriffen am Freitag Entspannung brachte.

Wochenrückblick

Frankreichs Staatsfinanzen prägten die Woche: Die Sorgen trieben die Renditen der Eurozone nach oben und drückten den Euro am Montag auf ein 17-Monats-Tief. Le Pens Haushaltsvorschlag mit einem Defizitziel von unter 3 % des BIP bis 2032 entlastete am Dienstag nur vorübergehend. EUR/USD beendete die Woche bei 1,12, ein Minus von 0,45 %.

Am Donnerstag trieben Berichte über mögliche US-Angriffe auf Iran und Förderausfälle im Golf von Mexiko vor Hurrikan Isaias Ölpreis und Renditen hoch. Der DAX rutschte unter die 25.000-Punkte-Marke. Trumps Dementi und sinkende Renditen brachten am Freitag die Wende: Der DAX schloss bei 25.087,27 Punkten, auf Wochensicht 0,57 % tiefer. Brent verzeichnete ein Wochenplus von 0,21 % auf 108,16 USD; ein Angriff der Revolutionsgarden auf einen Flüssiggastanker in der Straße von Hormus hielt die Versorgungssorgen wach.

Die US-Konjunkturdaten blieben gemischt: Der ISM-Dienstleistungsindex sank auf 54,9 Punkte, die Verbraucherstimmung der Uni Michigan von 48,1 auf 46,3 Punkte. Die Erstanträge lagen mit 197.000 unter der Prognose von 200.000. Hierzulande enttäuschten die Industrieaufträge für August; die Einzelhandelsumsätze der Eurozone stiegen nur um 0,1 % zum Vormonat.

An der Wall Street erreichte der Nasdaq zu Wochenbeginn ein Rekordhoch. Im Wochenvergleich führte der S&P 500 (+1,15 % auf 7.811,54 Punkte) vor dem Dow Jones (+0,93 % auf 51.654,95 Punkte). Der Nasdaq 100 gewann nach Rücksetzern zur Wochenmitte 0,24 % auf 30.883,15 Punkte.

Sinkende Renditen, nachlassende Zinserhöhungserwartungen und Käufe der chinesischen Notenbank verhalfen Gold zu einem Wochenplus von 1,30 % auf 4.216,3 USD. Bitcoin verlor dagegen auf Wochensicht 2,32 % auf 82.544,71 USD: Abflüsse aus Spot-ETFs, hohe Liquidationen und der Transfer von 17.733 beschlagnahmten Bitcoin durch die US-Regierung an Coinbase Prime belasteten den Kurs.

Europa

Tops & Flops Europa — Wochensicht (L&S)

Wert Woche
Nemetschek +9,34 %
TeamViewer +8,43 %
Zalando +7,14 %
SUSS MicroTec -14,20 %
JENOPTIK -11,05 %
PVA TePla -10,28 %

Übernahmen prägten Europas Unternehmensnachrichten. Schneider Electric bot 205 USD je Aktie für PTC, insgesamt rund 22,6 Mrd. USD. Die erwarteten Kostensynergien beliefen sich ab dem dritten Jahr auf 250 Mio. EUR; die Käuferaktie geriet nach dem Gebot unter Druck.

BASF sprach Evonik unverbindlich auf ein freiwilliges Übernahmeangebot an. Ein früheres Angebot über 22,15 EUR je Aktie war abgelehnt worden. Die Evonik-Aktie erreichte am Freitag zeitweise den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2025, blieb aber unter dem Gebot.

Mögliche EU-Importbeschränkungen für chinesische Hybridfahrzeuge belasteten Mercedes-Benz und BMW zur Wochenmitte. OPMobility senkte am Donnerstag sein operatives Gewinnziel für 2026 von 490 auf bis zu 450 Mio. EUR und zog Valeo sowie Stellantis mit nach unten. Porsche meldete nach neun Monaten 16 % weniger Auslieferungen, in China betrug der Rückgang 33 %. Am Freitag vereinbarten EU und China gedrosselte Exporte chinesischer Hybridautos gegen erleichterte chinesische Ausfuhrlizenzen für seltene Erden.

Rheinmetall (Aktuelle Analyse) einigte sich grundsätzlich auf die Übernahme des Kasseler Lokomotivwerks von Alstom für die Fertigung weiterer Radpanzer. Mit Iceye startete der Konzern zudem die SAR-Satelliten-Serienfertigung im Rahmen eines Bundeswehr-Vertrags über 1,7 Mrd. EUR.

USA

Tops & Flops USA — Wochensicht (L&S)

Wert Woche
PTC +35,01 %
Crown Castle +19,87 %
Moderna +18,41 %
Arm Holdings ADR -13,40 %
Intel -12,26 %
Mosaic Co., The -11,06 %

Bei der KI-Hardware setzte Nvidia mit einem Allzeithoch und einem Börsenwert nahe 6 Bio. USD Akzente. Marvell stellte auf seinem Investorentag für 2031 einen Umsatz von 70 bis 90 Mrd. USD in Aussicht. Samsung meldete einen fast verneunfachten Quartalsgewinn, TSMC übertraf die Umsatzschätzungen. Goldman Sachs stufte Palantir mit Blick auf souveräne KI auf Buy hoch.

Teurere Speicherchips und gedämpfte Nachfrage veranlassten Apple (Aktuelle Analyse) , die Oktober-Bestellungen für das iPhone 18 Pro und Pro Max um mindestens 15 % zu kürzen. PepsiCo übertraf die Erwartungen, senkte jedoch die Gewinnprognose deutlich. Delta Air Lines (Aktuelle Analyse) verfehlte knapp den Konsens und nahm wegen stark gestiegener Treibstoffkosten den Ergebnisausblick zurück.

Ein Bericht über einen geplanten US-Mobilfunkeinstieg von SpaceX mit Starlink setzte T-Mobile US, AT&T und Verizon unter Druck. Über ihre Beteiligung an T-Mobile US war auch die Deutsche Telekom betroffen. Humana (Aktuelle Analyse) legte kräftig zu, weil 93 % der Mitglieder in Medicare-Plänen mit mindestens vier Sternen versichert waren.

Ausblick auf die neue Woche

Am Mittwoch stehen die US-Verbraucherpreise mit erwarteten 3,6 % Inflation und 2,5 % Kernrate im Mittelpunkt. Für die chinesischen Verbraucherpreise am selben Tag lautet die Prognose 1,1 %. Am Donnerstag werden für die US-Einzelhandelsumsätze 0,2 % und die US-Erzeugerpreise 0,5 % Zuwachs zum Vormonat erwartet. Bei der Industrieproduktion der Eurozone liegt die Prognose bei plus 0,1 %.

Die Berichtssaison der großen US-Banken beginnt am Dienstag mit JPMorgan Chase, Goldman Sachs, Wells Fargo und Citigroup. Zudem berichten Johnson & Johnson und UnitedHealth. Am Mittwoch folgen Bank of America, Morgan Stanley und ASML, deren Zahlen für die Chipbranche wichtig sind. Am Freitag steht der kleine Verfallstag an.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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