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12:37 Uhr, 09.10.2026

DELTA AIR LINES: Höhere Ticketpreise – doch die Gewinnprognose sinkt

Höhere Ticketpreise fangen die um 60 % gestiegenen Treibstoffkosten kaum auf: Delta kappt die Jahresprognose auf 5,10 bis 5,60 USD je Aktie.

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Delta Air Lines meldet einen Umsatzrekord für ein Septemberquartal. Weil der Treibstoff um 60 % teurer geworden ist, kommt vom Umsatzplus beim Gewinn kaum etwas an und die Jahresprognose fällt deutlich niedriger aus.

✦ Auf einen Blick

• Der bereinigte Umsatz steigt im dritten Quartal um 16 % auf 17,59 Mrd. USD und liegt knapp unter der Analystenschätzung von 17,65 Mrd. USD.

• Das bereinigte EPS von 1,72 USD verfehlt den Konsens von 1,77 USD und die eigene Prognose von 2,00 bis 2,50 USD.

• Der bereinigte Treibstoffpreis steigt gegenüber dem Vorjahr um 60 % auf 3,61 USD je Gallone.

• Delta senkt die Jahresprognose für das bereinigte EPS von 6,50 bis 7,50 USD auf 5,10 bis 5,60 USD.

• Für das vierte Quartal erwartet Delta rund 20 % Umsatzwachstum und ein EPS von 1,15 bis 1,65 USD.

Der bereinigte Umsatz steigt im dritten Quartal um 16 % gegenüber dem Vorjahr auf 17,59 Mrd. USD und liegt damit knapp unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 17,65 Mrd. USD. Ausgeklammert sind dabei die Verkäufe der konzerneigenen Raffinerie an Dritte. Sie heben den GAAP-Umsatz auf 20,2 Mrd. USD, gehören aber nicht zum Fluggeschäft. Bei unveränderter Kapazität stammt das Wachstum damit im Wesentlichen aus höheren Ticketpreisen.

Mit diesem Tempo hält der Gewinn nicht Schritt. Das bereinigte EPS steigt nur von 1,70 auf 1,72 USD und verfehlt die durchschnittliche Analystenschätzung von 1,77 USD, während die bereinigte operative Marge von 11,1 auf 9,4 % sinkt. Nach GAAP fällt das EPS von 2,17 auf 1,15 USD, belastet vor allem durch Bewertungsverluste auf Beteiligungen und Absicherungsgeschäfte. Für die Beurteilung des operativen Geschäfts ist die bereinigte Größe maßgeblich. Die Aktie notiert in einer ersten vorbörslichen Indikation rund 2,9 % tiefer.

Gemessen an der eigenen Prognose fällt das Quartal noch schwächer aus. Im Juli hatte Delta ein EPS von 2,00 bis 2,50 USD in Aussicht gestellt. Finanzchef Erik Snell verweist auf Treibstoffkosten, die um mehr als 500 Mio. USD über dieser Planung lagen; der bereinigte Preis je Gallone steigt um 60 % auf 3,61 USD. Delta kann die höheren Kosten über die Ticketpreise auffangen, aber nur so weit, dass der Gewinn auf Vorjahresniveau bleibt. Für Gewinnwachstum reicht es unter diesen Bedingungen nicht.

Delta Air Lines: Earnings-Scorecard zum aktuellen Quartalsbericht

Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von Delta Air Lines. (Quelle: Unternehmensangaben)

Premiumkunden und Kreditkarte halten die Erlöse auf Kurs

An der Nachfrage liegt es nicht. Der bereinigte Gesamterlös je verfügbarer Sitzmeile steigt um 15 %, das Wachstum beschleunigt sich gegenüber dem Vorquartal um drei Prozentpunkte. Premium- und Loyalitätserlöse legen jeweils um 18 % zu; die Vergütung von American Express soll im Gesamtjahr 9 Mrd. USD übersteigen. Gleichzeitig baut Delta Sitze in der Economy-Kabine ab. Vorstandschef Ed Bastian nennt Flugreisen weiterhin eines der preiswertesten Angebote im Konsumbereich. Diese Lesart stellt Delta mit kräftigen Preiserhöhungen auf die Probe: Je stärker die Airline die Preise anhebt, desto mehr hängt ihr Modell an zahlungskräftigen Reisenden.

Auch ohne Kerosin wird das Fliegen teurer

Die Stückkosten ohne Treibstoff steigen um 7,3 %, getrieben von Personalkosten für die Crews und einer Kapazität, die mehrere Punkte unter Plan blieb. Für das Schlussquartal stellt das Management einen um ein bis zwei Prozentpunkte geringeren Anstieg in Aussicht, für 2027 nur noch ein Plus im niedrigen einstelligen Bereich. Kommt diese Entlastung später, steht die Gewinnerholung im kommenden Jahr auf wackeligeren Füßen.

Delta Air Lines: Umsatz- und Gewinnentwicklung der letzten Quartale

Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)

Ausblick

Delta nimmt die Jahresprognose deutlich zurück. Erwartet wird nun ein bereinigtes EPS von 5,10 bis 5,60 USD, nach zuvor 6,50 bis 7,50 USD. Die Analysten hatten den Rückschlag weitgehend vorweggenommen: Ihr Konsens von 5,51 USD liegt in der oberen Hälfte der neuen Spanne und damit über deren Mittelpunkt.

Für das Schlussquartal peilt Delta ein EPS von 1,15 bis 1,65 USD an, nach 1,55 USD im Vorjahresquartal. Der Finanzchef bleibt dabei bemerkenswert vorsichtig und sieht ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erst am oberen Ende der Spanne. Beim Umsatz rechnet Delta mit rund 20 % Wachstum und damit einer Beschleunigung gegenüber den 16 % des dritten Quartals. Die Gewinnspanne unterstellt allerdings einen Treibstoffpreis von etwa 4,25 USD je Gallone und damit eine nochmals höhere Belastung.

Für das Gesamtjahr plant Delta mit rund 2,5 Mrd. USD Free Cashflow und will mehr als 2 Mrd. USD Schulden tilgen. Die Bilanz bleibt damit der stabile Teil der Geschichte.

Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2025 2026e 2027e
Umsatz 63,36 Mrd. USD 66,77 Mrd. USD 70,66 Mrd. USD
EPS 5,82 USD 5,51 USD 7,66 USD

*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 bereinigt (Summe der Quartale)

Fazit: Dass trotz Rekordumsatz im Septemberquartal kaum mehr Gewinn bleibt, zeigt die Grenze der höheren Ticketpreise: Sie fangen die Kerosinrechnung großenteils auf, aber nicht vollständig. Für die Airline sprechen das beschleunigte Wachstum der Erlöse je Sitzmeile und die Umsatzprognose für das Schlussquartal. Dagegen stehen das deutlich verfehlte eigene Gewinnziel, die schrumpfende Marge und eine kräftig gesenkte Jahresprognose. Das KGV auf Basis der Analystenschätzungen sinkt von 15 für 2026 auf 11 für 2027. Das dafür unterstellte Gewinnplus von 38 % setzt jedoch voraus, dass sich die Kosten wie angekündigt beruhigen. Solange der Treibstoff den Takt vorgibt, bleibt die Delta-Air-Lines-Aktie stark vom Ölpreis abhängig.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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