WACKER CHEMIE - Solar, Halbleiter und auch etwas Fantasie?
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Von einer konjunkturellen Erholung kann bei Wacker Chemie dann auch noch längst keine Rede sein. Dennoch hat der Spezialchemiekonzern seine operative Profitabilität im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Verantwortlich dafür waren vor allem Kostensenkungen, Preiserhöhungen und eine bessere Auslastung im Chemiegeschäft. Vorstandschef Christian Hartel brachte die Lage im Analystencall auf den Punkt: "Das war nicht das Ergebnis einer breiten Markterholung, sondern das Ergebnis von Maßnahmen, die wir selbst kontrollieren können."
Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 7 % auf 1,52 Mrd. EUR. Das EBITDA vor dem positiven Sondereffekt aus der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen erhöhte sich um 53 % auf 175 Mio. EUR. Einschließlich dieses nicht zahlungswirksamen Effekts von 37 Mio. EUR erreichte das berichtete EBITDA 211 Mio. EUR. Nach Abschreibungen von 115 Mio. EUR verblieb ein EBIT von 96 Mio. EUR.
Der Nettogewinn von 350 Mio. EUR und das Ergebnis je Aktie von 6,86 EUR zeichnen allerdings ein überhöhtes Bild der operativen Entwicklung. Darin enthalten sind Effekte von insgesamt 243 Mio. EUR aus dem Verkauf von Siltronic-Aktien und der Neubewertung der verbleibenden Beteiligung nach der Kapitalerhöhung des Waferherstellers.
