Analyse
15:30 Uhr, 02.10.2026

Buffetts Lieblingsaktie - Langfristiger Aufwärtstrend trifft auf KI-Angst

Seit einem Vierteljahrhundert liegt Moody's im Depot von Berkshire Hathaway, aus 248 Mio. USD sind rund 11 Mrd. USD geworden.

Operativ läuft es so gut wie lange nicht. An der Börse aber hängt über der Aktie die Frage, ob künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell stärkt oder untergräbt.

Es gibt Aktien, die man kauft, und Aktien, die man behält. Moody's gehört für Berkshire Hathaway zur zweiten Sorte. Seit der Abspaltung von Dun & Bradstreet im Jahr 2000 hält die Holding ihr Paket, eingesetzt hat sie einst 248 Mio. USD. Beim aktuellen Kurs von 447 USD ist der Anteil von rund 14 % gut 11 Mrd. USD wert. Auch unter Warren Buffetts Nachfolger Greg Abel bleibt die Ratingagentur gesetzt. In seinem ersten Aktionärsbrief zählt er Moody's zu den wenigen Kernbeteiligungen, also zu Unternehmen, "die wir gut verstehen“ und die "über Jahrzehnte“ an Wert gewinnen sollen.

Diese Treue wird derzeit geprüft. Seit dem Rekordschlusskurs von 540 USD Mitte Januar hat die Aktie rund 17 % verloren, seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut 12 %. Der Grund liegt weniger in den Zahlen als in einer Sorge, die seit Februar durch die Branche der Finanzdatenhäuser zieht: dass KI-Agenten genau jene Wissensarbeit übernehmen, mit der Moody's, S&P Global oder FactSet ihr Geld verdienen.

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