Kommentar
08:09 Uhr, 13.05.2022

Übertreibt es die Fed mit der Straffung der Geldpolitik?

Die straffere Geldpolitik hinterlässt bereits ihre Spuren in der Realwirtschaft. Für die Wirtschaft ist die Geldpolitik eigentlich schon zu straff.

Das weiß auch die US-Notenbank. Sie ignoriert es nur. Inflation ist ihr wichtiger als Wachstum. Kein Notenbanker in den USA will in die Geschichtsbücher eingehen, weil sie die Inflation nicht unter Kontrolle gebracht haben. Tatsächlich müssen Notenbanker abwägen, für welches Mandat sie sich entscheiden wollen. Die Hauptmandate der Fed (Vollbeschäftigung, Preisstabilität) sind zeitweise nicht gleichzeitig erreichbar. Ist Inflation zu hoch, was aktuell wohl eindeutig der Fall ist, muss man sich entscheiden. Soll Vollbeschäftigung gesichert werden oder soll die Inflation sinken? Beides gleichzeitig geht nicht.

Jetzt weiterlesen mit stock3 Plus

Mit Code STARTPLUS 1. Monat gratis!
1. Monat für
0,00 € 11,99 €

Deine Vorteile:

  • Freier Zugriff auf alle Artikel – auch mobil mit der stock3 App
  • Exklusive Trading-Setups & Investmentideen
  • Monatlich kündbar
Jetzt gratis testen
Nach kostenlosem Testmonat 11,99 € mtl. inkl. MwSt., jederzeit kündbar

Das könnte Dich auch interessieren

Über den Experten

Clemens Schmale
Clemens Schmale
Finanzmarktanalyst

Clemens Schmale hat seinen persönlichen Handelsstil seit den 1990er Jahren an der Börse entwickelt.

Dieser gründet auf zwei Säulen: ein anderer Analyseansatz und andere Basiswerte. Mit anders ist vor allem die Kombination aus Global Makro, fundamentaler Analyse und Chartanalyse sowie Zukunftstrends gemeint. Während Fundamentaldaten und Makrotrends bestimmen, was konkret gehandelt wird, verlässt sich Schmale beim Timing auf die Chartanalyse. Er handelt alle Anlageklassen, wobei er sich größtenteils auf Werte konzentriert, die nicht „Mainstream“ sind. Diese Märkte sind weniger effizient als andere und ermöglichen so hohes Renditepotenzial. Sie sind damit allerdings auch spekulativer als hochliquide Märkte. Die Haltedauer einzelner Positionen variiert nach Anlageklasse, beträgt jedoch meist mehrere Tage, oft auch Wochen oder Monate.

Rohstoffe, Währungen und Volatilität handelt er aktiv, in Aktien und Anleihen investiert er eher langfristig. Die Basiswerte werden direkt – auch über Futures – oder über CFDs gehandelt, in Ausnahmefällen über Optionen und Zertifikate.

Mehr über Clemens Schmale
  • Makroökonomie
  • Fundamentalanalyse
  • Exotische Basiswerte
Mehr Experten