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06:34 Uhr, 13.08.2026

Nvidias 500-Milliarden-Dollar-Plan, Zahlen von SEA und Anthropic-IPO

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In der aktuellen Ausgabe von unserem Aktien Podcast “Aktientalk” analysieren unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow die Zahlen von SEA Limited und aktuelle Zahlen von Taiwan Semiconductor (TSMC).

Außerdem beleuchten unsere Experten den neuen 500-Milliarden-USD-Plan von Nvidia und sprechen darüber, ob dieser nun den Höhepunkt des KI-Hypes darstellen könnte. Zudem werden auch der Anthropic-IPO, die Kapitalerhöhung bei Intel und die Lage bei OpenAI thematisiert.

Wie die Zahlen von SEA ausgefallen sind, was Nvidia mit 500 Milliarden USD vor hat, eine Kapitalerhöhung bei Intel und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple Podcasts, Spotify oder direkt bei YouTube.

Key Takeaways

  • Cybersecurity profitiert vom steigenden Datenverkehr durch KI-Agenten und bleibt ein starker Softwaretrend.
  • TSMC wuchs um 45 Prozent und prüft ein gemeinsames Bildsensorprojekt mit Sony.
  • Nvidias 500-Milliarden-Finanzierungsplan kann KI-Infrastruktur beschleunigen, erhöht aber auch die Bewertungs- und Finanzierungsrisiken.
  • SEA Limited wächst in E-Commerce, Fintech und Gaming gleichzeitig profitabel weiter.

Der Markt bleibt gelassen, obwohl die Risiken nicht weg sind

Eigentlich gäbe es weiterhin genug Gründe für heftige Kursbewegungen. Die Lage rund um Iran und die Straße von Hormus bleibt angespannt, der Ölpreis reagierte zwischenzeitlich wieder spürbar und auch die Anleiherenditen zogen an. Trotzdem hielten sich die Aktienmärkte erstaunlich stabil.

Das wirkt nach einem gewissen Gewöhnungseffekt. Aussagen von Donald Trump, geopolitische Eskalationsrisiken und selbst die inzwischen üblichen KI-Superlative sorgen nicht mehr automatisch für sofortige Panik oder Euphorie. Der Markt hat viel davon schon eingepreist oder zumindest gelernt, mit ständigen Schlagzeilen zu leben.

Die Berichtssaison war zudem insgesamt stark. Üblicherweise übertreffen etwa 60 Prozent der Unternehmen aus dem S&P 500 die Erwartungen. Diesmal lag die Quote deutlich über 80 Prozent. Die Kursreaktionen blieben trotzdem extrem volatil. Gute Zahlen wurden teils abgestraft, schwache Reaktionen drehten intraday wieder ins Plus. Das kennt man aktuell: mittags sieht das Depot katastrophal aus, ein paar Stunden später ist alles wieder halbwegs entspannt.

Software und Cybersecurity zeigen wieder Stärke

Besonders auffällig ist, dass sich die frühere Gegenbewegung zwischen Chipwerten und Software teilweise auflöst. Es gibt wieder Tage, an denen KI-Infrastruktur, Halbleiter und Software gemeinsam steigen.

Gerade Cybersecurity sieht dabei stark aus. Cloudflare, Fastly, Rubrik und CrowdStrike gehören zu den Namen, die wieder deutlich anziehen. Das ist auch fundamental nachvollziehbar. Mit der Verbreitung von KI-Agenten wächst nicht nur die Effizienz, sondern auch die Angriffsfläche.

Die Vorstellung ist simpel: Wenn künftig immer mehr Menschen eigene KI-Agenten nutzen, die Reisen planen, Informationen recherchieren, Systeme verwalten oder Handelsideen auswerten, erzeugen diese Bots erheblich mehr Datenverkehr als ein einzelner Mensch. Die Erwartung, dass der Traffic von KI-Agenten in einigen Jahren ein Vielfaches des menschlichen Traffics erreichen könnte, zeigt, welche Dimension hier entstehen kann.

Und dieser Traffic muss geschützt werden. KI ersetzt den Bedarf an Sicherheit nicht. Sie erhöht ihn eher. Genau deshalb war die Angst, KI könne Cybersecurity-Unternehmen einfach wegdisruptieren, aus heutiger Sicht schon ziemlich Käse.

Auch bei klassischer Unternehmenssoftware zeigt sich diese Realität. SAP hat nach einer schwächeren Phase wieder mehrere starke Handelstage hingelegt. Man kann SAP technisch oder bei der Nutzeroberfläche kritisieren, aber solche Systeme werden nicht einfach von heute auf morgen ausgetauscht. Sie sind das System of Record, also der zentrale Ort, an dem wichtige Unternehmensdaten, Prozesse und Buchungen zusammenlaufen.

Ein Unternehmen ersetzt diese Infrastruktur nicht mal eben durch irgendeine schnell zusammengebaute KI-Anwendung. Gerade deshalb bleibt Software ein Bereich, in dem es nach den Rücksetzern weiter Chancen geben kann.

Intel mit Kapitalerhöhung – der Speicherzyklus bleibt heiß

Intel zeigte zuletzt, wie viel Kapital weiterhin in den Halbleitersektor fließt. Nach einer angekündigten Kapitalerhöhung über 15 Milliarden US-Dollar soll die Nachfrage bei rund 100 Milliarden US-Dollar gelegen haben. Offenbar wurde das Volumen sogar noch auf etwa 20 Milliarden US-Dollar ausgeweitet.

Die offensichtliche Frage lautet natürlich: Wenn der Cashflow angeblich ausreicht, warum wird dann so viel neues Geld benötigt?

Eine mögliche Erklärung ist, dass Intel bald einen oder mehrere große Foundry-Kunden unter Vertrag nehmen könnte. Der Aufbau entsprechender Kapazitäten wäre enorm kapitalintensiv. Fabriken, Maschinen und Produktionslinien kosten Milliarden, lange bevor daraus nennenswerter Umsatz entsteht. Das wäre also kein kleines Detail, sondern ein möglicher Hinweis auf große Ambitionen im Auftragsfertigungsgeschäft.

Noch extremer bleibt die Lage bei Speicherwerten. Micron und andere Hersteller profitieren von einer Nachfrage, die schneller wächst als das Angebot. Besonders gefragt sind HBM-Speicher, also High Bandwidth Memory. Diese besonders schnellen Speicher sitzen in KI-Systemen in direkter Nähe leistungsfähiger Chips und sind zentral für die Verarbeitung großer Datenmengen.

Das Spannende: Für moderne KI-Beschleuniger wird nicht nur HBM benötigt. Je nach Systemarchitektur entsteht zusätzlich ein deutlich höherer Bedarf an klassischem DRAM-Speicher. Das erklärt, weshalb auch Werte entlang der gesamten Speicherlieferkette zuletzt so stark gelaufen sind.

Micron rechnet damit, dass die Nachfragebedingungen über 2027 hinaus stark bleiben. Für 2026 wird sogar eine noch engere Situation erwartet, weil das Angebot nicht im gleichen Tempo wachsen kann. Fabriken lassen sich schließlich nicht in wenigen Monaten hochziehen. Der Konzern plant Investitionen im Umfang von 250 Milliarden US-Dollar und spricht von technischen Roadmaps, die bis über 2030 hinausreichen.

Das ist natürlich kein Freifahrtschein. Speicher bleibt zyklisch, Spotpreise können fallen und der Markt hat gute Gründe, bei hohen Erwartungen vorsichtig zu sein. Aber ein schnelles, abruptes Ende dieses Trends klingt nach solchen Aussagen zumindest nicht besonders wahrscheinlich.

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TSMC: 45 Prozent Umsatzwachstum und ein neues Sensorprojekt

TSMC liefert weiter Zahlen, die man fast schon absurd nennen muss. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 45 Prozent. Und das bei einem Unternehmen, das bereits riesig ist und seit Jahren auf hohem Niveau wächst.

Man fragt sich irgendwann wirklich, wo all diese zusätzlichen Kapazitäten herkommen. TSMC investiert massiv, baut weiter in Taiwan aus und hatte dort bereits vor Jahren Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich angekündigt. Trotzdem bleibt es beeindruckend, wie schnell zusätzliche Produktionskapazität offenbar am Markt aufgenommen wird.

Dazu kommen Berichte über ein mögliches gemeinsames Milliardenprojekt mit Sony in Südjapan. Geplant sein soll eine Zusammenarbeit für fortschrittliche Bildsensoren und Kamerachips für industrielle Anwendungen. Sony würde demnach 60 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten, TSMC 40 Prozent. Eine Massenproduktion könnte ab 2027 starten.

Für TSMC wäre das eine weitere Möglichkeit, die technologische Stärke über die klassischen Prozessoren und KI-Chips hinaus auszuspielen. Sony gehört im Sensorbereich zu den führenden Unternehmen weltweit. TSMC bleibt damit nicht nur der zentrale Fertiger für die großen KI-Gewinner, sondern erschließt potenziell weitere attraktive Endmärkte.

Unterm Strich ist TSMC weiterhin eines der beständigsten und am schnellsten wachsenden Big-Tech-Unternehmen überhaupt. Das kann man einfach nicht anders sagen.

Nvidias 500-Milliarden-Plan: Infrastruktur oder Financial Engineering?

Jetzt kommt der wirklich große Hammer: Nvidia hat mit Apollo Global Management, Blackstone, BlackRock, Brookfield Asset Management, Goldman Sachs und KKR eine Absichtserklärung zur Mobilisierung von mehr als 500 Milliarden US-Dollar geschlossen.

Das Geld soll über Fremd- und Eigenkapital in KI-Infrastruktur fließen. Gemeint sind Rechenzentren, Strominfrastruktur und der Kauf von KI-Chips. Im Kern handelt es sich um eine Mischung aus Private Credit und Projektfinanzierung.

Die Idee dahinter ist nachvollziehbar. Microsoft, Alphabet und Amazon können ihre Investitionen zu großen Teilen aus eigener Kraft stemmen. Kleinere Unternehmen, KI-Start-ups und andere Rechenzentrumsbetreiber haben diese finanziellen Möglichkeiten nicht. Über solche Finanzierungsvehikel könnten institutionelle Investoren, etwa Pensionskassen, Zugang zu diesem Infrastrukturthema erhalten.

Für Nvidia ist das natürlich extrem clever. Mehr Finanzierung für Rechenzentren bedeutet am Ende auch mehr potenzielle Käufer für GPUs und andere Systeme. Der KI-Money-Circle bekommt damit eine neue Dimension.

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Warum die Konstruktion trotzdem skeptisch machen sollte

Die kritische Seite darf man nicht ausblenden. Nvidia argumentiert im Grunde, dass Rechenleistung und KI-Hardware zunehmend als Infrastruktur und damit als werthaltiges Asset betrachtet werden können. Ein Rechenzentrum mit Nvidia-Chips könnte als Sicherheit dienen, um neue Finanzierung für weitere Chips zu erhalten.

Das ist ein sehr neuer Gedanke, zumindest in dieser Größenordnung. Normalerweise verliert Hardware zügig an Wert. Wer heute einen Rechner kauft, weiß: Nach wenigen Jahren ist das Gerät technisch überholt und finanziell deutlich weniger wert. Auch in der Bilanz wird Hardware über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bei KI-Chips ist die Lage aktuell anders, weil die Nachfrage extrem hoch und das Angebot knapp ist. Selbst ältere Generationen werden noch gebraucht. Aber Nvidia bringt laufend neue Produkte auf den Markt. Deshalb bleibt offen, wie werthaltig heutige Systeme in drei, fünf oder sieben Jahren wirklich noch sind.

Das macht die ganze Konstruktion nicht automatisch falsch. Flugzeuge, Maschinen und andere teure Wirtschaftsgüter werden ebenfalls finanziert, geleast und als Sicherheiten verwendet. Dennoch sind KI-Chips keine Flugzeuge. Ihre technologische Erneuerung läuft wesentlich schneller.

Genau das ist der Knackpunkt: Der 500-Milliarden-Plan kann den Ausbau der KI-Infrastruktur langfristig beschleunigen. Er kann aber auch ein Warnzeichen sein, falls die Branche zunehmend auf komplexe Finanzierungsmodelle angewiesen ist, um das enorme Investitionstempo zu halten.

Auch steigende Kreditausfallversicherungen, sogenannte Credit Default Swaps, für Unternehmen wie Oracle und inzwischen teilweise Nvidia sollte man im Auge behalten. Sie zeigen, dass der Markt die Finanzierungsrisiken nicht völlig ignoriert. Selbst Alphabet war zuletzt beim Cashflow nicht mehr so komfortabel unterwegs wie früher.

Es ist also weiterhin möglich, von diesem Trend zu profitieren. Man sollte nur nicht blind werden. Micron, SK Hynix, Nvidia und andere Profiteure können weiterlaufen, aber die Risiken gehören zwingend mit auf den Zettel.

OpenAI: Mitarbeiterverkauf bei einer Bewertung von 852 Milliarden Dollar

Auch rund um OpenAI werden die IPO-Vorbereitungen konkreter. Bekannt wurde ein Anteilsverkauf beziehungsweise Aktienrückkauf im Umfang von etwa 7 Milliarden US-Dollar. Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter erhalten damit die Möglichkeit, einen Teil ihrer Anteile bereits vor einem möglichen Börsengang zu verkaufen.

Die zugrunde liegende Bewertung liegt bei rund 852 Milliarden US-Dollar. Das ist natürlich eine gewaltige Zahl. Gleichzeitig wird am Markt bereits über eine potenzielle Bewertung von rund einer Billion US-Dollar beim IPO spekuliert.

Ob Mitarbeiter bei einer solchen Bewertung verkaufen oder weiterhalten sollten, muss jeder für sich entscheiden. Der Spatz in der Hand ist bei fast einer Billion Dollar Bewertung jedenfalls kein kleiner Spatz mehr. Persönlich wirkt OpenAI auf diesem Niveau massiv teuer, denn das Unternehmen muss erst noch beweisen, wie es die aktuell enormen Investitionen langfristig in nachhaltig hohe Gewinne verwandeln will.

Spannend bleibt es trotzdem. OpenAI ist einer der wichtigsten Namen im gesamten KI-Ökosystem und ein Börsengang dürfte große Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Anthropic könnte schon im Herbst an die Börse gehen

Bei Anthropic scheint es sogar schon konkreter zu werden. Ein möglicher Börsengang könnte Ende September oder Anfang Oktober erfolgen. Sollte das operativ weiterhin so laufen wie zuletzt, wäre das definitiv ein Ereignis, das man sich genauer anschauen muss.

Anthropic wächst mit einer Geschwindigkeit, die historisch kaum Vergleichbares hat. Der Nachrichtenfluss war zuletzt extrem stark, und gerade im professionellen Umfeld hat sich das Unternehmen mit seinen KI-Modellen sehr gut positioniert.

Entscheidend wird wie immer die Bewertung bei der Zuteilung. Ist der Einstiegspreis bereits völlig überzogen, kann auch ein operativ starkes Unternehmen kurzfristig schwierig werden. Kommt die Aktie dagegen zu einer halbwegs nachvollziehbaren Bewertung an den Markt, könnte das Interesse enorm sein.

SEA Limited liefert in allen drei Sparten

Zum Abschluss noch ein Unternehmen, das im Emerging-Markets-Bereich weiterhin richtig spannend bleibt: SEA Limited.

SEA steigerte den Umsatz um 48 Prozent. Der Bruttogewinn legte nahezu im gleichen Tempo zu, das operative Ergebnis stieg um 33,3 Prozent. Der Nettogewinn wuchs zwar nur um rund 10 Prozent, wurde aber durch einen größeren Steuereffekt belastet. Deshalb ist der Blick auf das operative Ergebnis hier sinnvoller als auf den reinen Nettoertrag.

Besonders erfreulich: Alle drei Geschäftsbereiche wuchsen stark.

  • Shopee: Das E-Commerce-Geschäft steigerte den Umsatz um 49 Prozent.
  • Monee: Die Fintech-Sparte wuchs um 59 Prozent und ist inzwischen fast doppelt so groß wie Garena.
  • Garena: Das Gaming-Geschäft legte um 33 Prozent zu.

Die Fintech-Sparte ist für den Markt besonders interessant, weil dort langfristig häufig hohe Margen und wiederkehrende Einnahmen möglich sind. Gleichzeitig investiert SEA weiter kräftig in Vertrieb und Marketing. Das kann man kritisch sehen, aber bei knapp 50 Prozent Wachstum und gleichzeitig vorhandener Profitabilität ist das erst einmal nachvollziehbar.

Im vergangenen Quartal erzielte SEA fast eine halbe Milliarde US-Dollar Nettogewinn. Der operative Gewinn lag sogar bei mehr als 650 Millionen US-Dollar. Zudem will das Unternehmen in diesem Jahr den Meilenstein von einer Milliarde US-Dollar bereinigtem EBITDA erreichen.

SEA hatte in der Vergangenheit durchaus schwierige Phasen. Nach dem Corona-Hype wurde die Aktie massiv abverkauft. Auch das Management wirkte zeitweise nicht immer konsequent: Erst hieß es, Profitabilität habe Priorität, kurz darauf wurde wieder aggressiv auf Wachstum und Marktanteile gesetzt.

Inzwischen hat das Unternehmen aber über mehrere Quartale gezeigt, dass Wachstum und Ergebnisqualität zusammengehen können. Das ist der entscheidende Unterschied. Die Aktie ist seit März bereits deutlich gestiegen, liegt aber immer noch weit unter dem früheren Allzeithoch von über 300 Euro.

SEA bleibt kein ruhiger Wert. Die Aktie kann an einzelnen Tagen kräftig nach oben oder unten laufen. Langfristig stimmen die operativen Trends aber: drei funktionierende Sparten, starkes Umsatzwachstum, steigende Profitabilität und weiter viel Potenzial in den Emerging Markets.

Für alle, die unseren letzten Aktien Podcast verpasst haben: Hier geht’s lang!

Fazit: Viel Momentum, aber die Finanzierung wird zur zentralen Frage

Der KI-Boom läuft weiter. TSMC wächst mit enormem Tempo, Speicher bleibt knapp, Cybersecurity profitiert von der nächsten Welle an KI-Agenten und Nvidia schafft neue Wege, um noch mehr Kapital in Infrastruktur und Chips zu lenken.

Genau deshalb bleibt der 500-Milliarden-Plan so wichtig. Er ist einerseits ein Beleg dafür, wie groß die Nachfrage nach KI-Rechenleistung offenbar eingeschätzt wird. Andererseits zeigt er, dass die Branche immer kreativere Finanzierungslösungen braucht, um dieses Tempo durchzuhalten.

Das muss nicht sofort das Ende sein. Es kann sogar eine neue Phase des Infrastrukturaufbaus einleiten. Aber je stärker Pensionskassen, Private Credit und komplexe Sicherheiten in den KI-Zyklus hineingezogen werden, desto genauer sollte man hinschauen. Euphorie und Risiko liegen an der Börse oft sehr nah beieinander.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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