Analyse
11:00 Uhr, 14.02.2023

SFC ENERGY - Ein neues Rekordjahr winkt

Einer nach wie vor ungebrochen hohen Nachfrage erfreuen sich die Produkte des bayrischen Unternehmens, wie ein Blick auf die vorläufigen Zahlen für 2022 zeigt.

Erwähnte Instrumente

  • SFC Energy AG
    ISIN: DE0007568578Kopiert
    Kursstand: 24,100 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • SFC Energy AG - WKN: 756857 - ISIN: DE0007568578 - Kurs: 24,100 € (XETRA)

Zwei Trends spielen dem Hersteller von Wasserstoff- und Methanolbrennstoffzellen für mobile und stationäre Hybrid-Stromversorgungslösungen in die Hände: Zum einen die Energiewende und zum anderen die Nachfrage nach alternativen Energieerzeugungslösungen zur Verringerung von globalen Abhängigkeiten in Bezug auf die Versorgung mit fossilen Energieträgern.

SFC erreichte 2022 ein Umsatzwachstum von über 32 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 85,23 (Vorjahr 64,32) Mio. EUR. Damit wurde die prognostizierte Spanne von 81 bis 83 Mio. EUR übertroffen. Das Segment Clean Energy weist dabei ein Plus von 35,8 Prozent auf 57,32 (VJ 42,43) Mio. EUR auf. Das etwas kleinere Segment Clean Power Management kommt auf ein Plus von 26 Prozent auf 27,60 (VJ 21,89) Mio. EUR.

In den Regionen Asien und Nordamerika war das stärkste Wachstum zu verzeichnen. Der Anteil am Konzernumsatz der Region Asien stieg um 66,2 Prozent an und der Anteil von Nordamerika um knapp 57 Prozent. Mit 42,8 Prozent legten die Auftragseingänge überproportional zu und stiegen auf 127,20 (VJ 89,09) Mio. EUR, so dass sich der Auftragsbestand zum Jahresende auf 74,18 (VJ 30,55) Mio. EUR mehr als verdoppelte.

Das bereinigte EBITDA expandierte um rund 31 Prozent auf 8,15 (VJ 6,23) Mio. EUR und lag damit innerhalb der Guidance von 7,50 bis 8,50 Mio. EUR. Auch das bereinigte EBIT in Höhe von 3,16 (VJ 1,93) Mio. EUR lag innerhalb der avisierten Range von 2,60 bis 3,60 Mio. EUR. Der Vorstand zeigte sich damit sehr zufrieden angesichts der nach wie vor hohen Investitionen in neue Produkte, die Erweiterung der Produktionskapazitäten sowie die Internationalisierung des Geschäft.

2023 soll die 100 Mio. EUR-Marke fallen

Für das laufende Geschäftsjahr stellt das SFC-Management einen Konzernumsatz von 103 bis 111 Mio. EUR in Aussicht. Damit wäre ein weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte erreicht. Die Spannen für das bereinigte EBITDA von 8,9 bis 14,1 Mio. EUR und beim EBIT von 3,4 bis 8,6 Mio. EUR sind derzeit noch recht breit. Begründet wird dies damit, dass darin neben den gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten auch die Wachstumsinvestitionen Berücksichtigung finden. Neben der Ausweitung der Kapazitäten im Inland soll auch die neue Produktionslinie in Rumänien fertiggestellt werden. Des Weiteren werden eigene Repräsentanzen in den USA und Indien aufgebaut und die Technologiebasis im Bereich Wasserstoff erweitert. Auch für 2023 nimmt man sich bei SFC Energy also viel vor.

Fazit: Mit den vorgelegten Zahlen können die SFC-Aktionäre zufrieden sein. Vor allem der starke Auftragseingang sowie der hohe Auftragsbestand stimmen sehr optimistisch. Es steht zu hoffen, dass die Fertigungskapazitäten entsprechend zügig ausgebaut werden können, um die Nachfrage bedienen zu können. Für Anleger, die sich an einem Wasserstoffunternehmen mit Sitz in Deutschland beteiligen möchten, ist für mich die SFC-Aktie erste Wahl. Die Analysten von ODDO BHF sehen das Kursziel bei 35 Euro. Dem spricht aus meiner Sicht nichts entgegen.

Jahr 2022e* 2023e* 2024e*
Umsatz in Mio. EUR 85,23 111,00 178,66
Ergebnis je Aktie in EUR 0,17 0,23 0,61
Gewinnwachstum 35,29 % 165,22 %
KGV 140 103 39
KUV 5,0 3,8 2,4
PEG 2,9 0,2
*e = erwartet
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Über den Experten

Reinhard Hock
Reinhard Hock
Finanzmarktanalyst

Reinhard Hock ist seit über 25 Jahren an der Börse aktiv. Sein Interesse für die Finanzmärkte wurde während der Ausbildung zum Bankkaufmann geweckt. Später arbeitete er mehrere Jahre an der Börse Stuttgart und war dann jahrelang als freiberuflicher Redakteur mit dem Schwerpunkt Berichterstattung über Hauptversammlungen tätig. Dabei hat er sich ein umfassendes Wissen im Nebenwertebereich aufgebaut. Seit Oktober 2022 ist er bei stock3 für Fundamentalanalysen zuständig.

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