SAMSUNG - Legt ein Streik den Chipriesen lahm?
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- Samsung Electronics (GDR) - WKN: 896360 - ISIN: US7960508882 - Kurs: 2.830,000 € (L&S)
Co-CEO Jun Young-hyun stellte auf der Hauptversammlung in Suwon in Aussicht, dass die Branche vor einem "beispiellosen Superzyklus“ stehen könnte. Gleichzeitig prüft der Konzern neue Vertragsmodelle, um die traditionell starken Schwankungen im Chipgeschäft abzufedern.
KI treibt Nachfrage nach Speicherchips
Auslöser der aktuellen Dynamik ist der explosionsartige Ausbau von Rechenzentren für generative KI. Für diese Infrastruktur werden enorme Mengen spezialisierter Speicherchips benötigt, insbesondere High Bandwidth Memory (HBM). Samsung sieht sich hier inzwischen wieder stärker positioniert. Auf der Entwicklerkonferenz von Nvidia hatte CEO Jensen Huang den südkoreanischen Konzern als wichtigen Partner für KI-Infrastruktur hervorgehoben und dessen kommende HBM4-Speicherchips gelobt.
Jun zufolge bleibt das Umfeld günstig: "Wir erwarten ein positives Geschäftsumfeld durch die steigende Nachfrage nach KI und die daraus resultierende anhaltende Knappheit bei Speicherchips." Der Engpass bei Halbleitern betrifft mittlerweile zahlreiche Industrien. Neben Rechenzentren leiden auch Hersteller von Autos, Smartphones und Computern unter knapperen Komponenten.
Mehrjährige Chipverträge sollen Zyklus glätten
Um diese strukturelle Knappheit besser zu managen, erwägt Samsung eine grundlegende Änderung seines Geschäftsmodells. Statt der üblichen Quartals- oder Jahresverträge könnten künftig Liefervereinbarungen über drei bis fünf Jahre abgeschlossen werden.
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Die Idee dahinter: Stabilere Nachfrage, planbare Kapazitäten und geringere Preisschwankungen. In einer Branche, die traditionell von Boom- und Bust-Phasen geprägt ist, wäre das ein großer Schritt.
Der Hintergrund ist die drastisch gestiegene Nachfrage nach KI-Speicher. Zusammen mit SK Hynix und Micron Technology kontrolliert Samsung den Großteil des globalen Marktes für Speicherchips. Die drei Unternehmen haben ihre Produktion zunehmend auf KI-optimierte Speicher verlagert, wodurch klassische DRAM-Kapazitäten knapper wurden.
Der Höhenflug in diesem Jahr bei der Geschäftsentwicklung und der Samsung-Aktie markiert eine bemerkenswerte Kehrtwende. Noch im vergangenen Jahr musste sich das Management bei Aktionären entschuldigen, weil Samsung den frühen KI-Chipboom zunächst verschlafen hatte. Marktführer im Bereich HBM war lange SK Hynix, während Samsung erst spät aufholte.
Parallel baut Samsung sein Foundry-Geschäft aus. Nach Angaben des Unternehmens soll in der neuen Chipfabrik in Texas ab der zweiten Hälfte des kommenden Jahres die Serienproduktion von Chips für Tesla starten. Der Auftrag unterstreicht Samsungs Ambitionen, stärker in der Auftragsfertigung für große Technologiekunden mitzuspielen. Dieses Segment wird bislang von TSMC dominiert.
Arbeitskonflikt sorgt für Unsicherheit
Trotz der guten Geschäftslage droht im Heimatmarkt ein Konflikt. Gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter stimmten mit 93 % für einen möglichen Streik. Sollte es in den Verhandlungen über Boni und Gehälter keine Einigung geben, könnte die Belegschaft im Mai für 18 Tage die Arbeit niederlegen. Jun räumte ein, dass Samsung bei der Vergütung hinter Wettbewerbern zurückliege. Mit der Erholung im Halbleitergeschäft dürfte sich diese Lücke jedoch schließen, da die leistungsabhängigen Boni wieder steigen.
Fazit: Der KI-Boom verändert die Struktur der Halbleiterindustrie. Speicherchips, lange Zeit ein zyklisches Massengeschäft, werden zunehmend zu wichtiger Infrastruktur für Rechenzentren. Samsung profitiert davon gleich doppelt: durch steigende Preise und durch neue Partnerschaften im KI-Ökosystem. Die Samsung-Aktie bleibt mit einem 8er-KGV mindestens haltenswert.
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| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 233,20 | 355,63 | 399,00 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 4,62 | 16,81 | 19,33 |
| KGV | 28 | 8 | 7 |
| Dividende je Aktie in USD | 1,04 | 1,05 | 1,06 |
| Dividendenrendite | 0,80% | 0,81% | 0,81% |
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*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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