Rosenblatt sieht bei Marvell ein "beat and raise" Quartal kommen
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- Marvell Technology Grp Ltd. - WKN: A3CNLD - ISIN: US5738741041 - Kurs: 229,290 $ (Nasdaq)
Gegenüber dem Schlusskurs von 230 USD entspricht dies einem Potenzial von rund 31 %. Analyst Sajal Dogra zählt die Aktie zu seinen zentralen langfristigen Kaufideen.
Kurzfristig richtet sich der Blick auf die am Donnerstag nach Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen. Rosenblatt rechnet erneut mit Ergebnissen oberhalb der Erwartungen und einer Anhebung des Ausblicks. Treiber soll vor allem das Geschäft mit optischen Verbindungen für KI-Rechenzentren sein, das gegenüber dem Vorquartal um mehr als 25 % wachsen dürfte. Die jüngsten Zahlen von Lumentum, Coherent und MACOM hätten die starke Nachfrage bereits bestätigt.
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Die großen Wachstumstreiber kommen erst noch
Entscheidender als das laufende Quartal sind für Dogra jedoch die erwarteten Produktionshochläufe kundenspezifischer KI-Chips in den Geschäftsjahren 2028 und 2029. Dazu zählen Microsofts Maia-Chips, Amazons Trainium-Prozessoren und eine nach Einschätzung von Rosenblatt inzwischen deutlich ausgeweitete Zusammenarbeit mit Google.
Eine Aktualisierung der bisherigen langfristigen Ziele für das Geschäft mit kundenspezifischen Chips und Datenverbindungen erwartet der Analyst bei den Quartalszahlen noch nicht. Marvell dürfte sich entsprechende Aussagen für den Investorentag Anfang Oktober aufheben.
Rosenblatt sieht für das Geschäftsjahr 2029 ein Gewinnpotenzial von rund 10,50 USD je Aktie. Daraus leitet das Analysehaus auf Basis eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von 29 das neue Kursziel von 300 USD ab. Zusätzliche Chancen ergäben sich durch komplexere KI-Systeme, bei denen mehrere Server-Racks miteinander verbunden werden müssen. Dadurch steigen der Bedarf an Netzwerkchips und die Bedeutung optischer Datenübertragung.
Steigende Entwicklungskosten stärken Marvells Position
Dogra warnt davor, die Investmentstory allein anhand einzelner gewonnener oder verlorener Chipaufträge zu beurteilen. Die Entwicklung eines modernen Chips koste inzwischen mehr als 500 Mio. USD, verglichen mit etwa 50 Mio. USD vor gut einem Jahrzehnt. Diese Kostenexplosion dünne den Kreis leistungsfähiger Halbleiteranbieter aus und verschaffe Unternehmen wie Marvell zunehmende Skalenvorteile.
Marvell könne bestehende Technologien und geistiges Eigentum für verschiedene Kunden und Produkte wiederverwenden. Dadurch sinken die Entwicklungskosten je Auftrag, während jeder investierte Forschungsdollar höhere Umsätze ermöglicht. Die engen Entwicklungsbeziehungen zu den großen Cloudkonzernen schaffen zudem hohe Eintrittsbarrieren, längere Produktzyklen und besser planbare Erlöse.
| Kennzahl | Q2-Konsens | Flüsterschätzung | Marvell-Ausblick Q2 | Erwarteter Ausblick für Q3 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 2,709 Mrd. USD | ca. 2,73 Mrd. USD* | 2,700 Mrd. USD, ± 5 % | 3,033 Mrd. USD |
| Bereinigtes EPS | 0,93 USD | 0,95 bis 0,97 USD | 0,93 USD, ± 0,05 USD | 1,08 USD |
Fazit: Rosenblatt betrachtet Marvell nicht nur als Profiteur einzelner KI-Chipprojekte, sondern als Schaufelverkäufer des wachsenden Infrastrukturaufwands in Rechenzentren. Das Kursziel setzt allerdings voraus, dass die großen ASIC-Projekte ab 2028 tatsächlich planmäßig hochlaufen und Marvell die erwarteten Skaleneffekte in hohe Margen übersetzt. Die Zahlen und der Ausblick dürften stark ausfallen. Nach der jüngsten Erholung sind allerdings auch wieder einige Vorschusslorbeeren eingepreist worden.
Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.
| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 8,19 | 11,55 | 16,83 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 2,84 | 4,06 | 6,25 |
| Gewinnwachstum | 42,96% | 53,94% | |
| KGV | 81 | 57 | 37 |
| KUV | 24,5 | 17,4 | 11,9 |
| PEG | 1,32 | 0,68 | |
| Dividende je Aktie in USD | 0,24 | 0,24 | 0,24 |
| Dividendenrendite | 0,10% | 0,10% | 0,10% |
| *e = erwartet, Berechnungen basieren bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten |

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