Analyse
14:30 Uhr, 24.04.2026

ROCHE baut die größte KI-Fabrik der Pharmabranche

Der Basler Pharmakonzern Roche wächst wieder aus eigener Kraft, verteidigt seine Prognose und präsentiert eine Pipeline, die in mehreren Therapiegebieten neues Milliardenpotenzial verspricht.

Doch gerade dort, wo Roche den Kapitalmarkt am stärksten überzeugen will, liegen auch die größten Zweifel: bei Brustkrebs, Multipler Sklerose und Adipositas.

Im ersten Quartal steigerte Roche den Konzernumsatz zu konstanten Wechselkursen um 6 %. Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Pharmageschäft, das um 7 % auf 11,5 Mrd. CHF zulegte. Die Diagnostiksparte wuchs um 3 % auf 3,3 Mrd. CHF, wurde jedoch weiter von den Gesundheitsreformen in China belastet. Ohne China hätte das Diagnostikgeschäft um 5 % zugelegt. In Schweizer Franken zeigte sich indes die Wucht der Wechselkurse: Der starke Franken drückte den ausgewiesenen Umsatz um rund 1,6 Mrd. CHF, sodass Roche in Berichtswährung ein Minus von 5 % auswies.

Finanzchef Alan Hippe verwies auf die außergewöhnliche Währungsvolatilität. Rund die Hälfte der Erlöse ist dem USD ausgesetzt, während der Schweizer Franken zuletzt gegenüber wichtigen Währungen deutlich aufwertete. Zu konstanten Wechselkursen liegt Roche nach eigener Einschätzung klar auf Kurs. Die Jahresprognose bleibt unverändert: Der Konzern erwartet ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, einen Anstieg des Kerngewinns je Aktie im hohen einstelligen Prozentbereich sowie eine weitere Dividendenerhöhung in Schweizer Franken.

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