FABASOFT wächst profitabel - KI, Cloud und eine starke Bilanz
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach.
Mehr erfahren Nein, danke
- Fabasoft AG - WKN: 922985 - ISIN: AT0000785407 - Kurs: 13,100 € (XETRA)
Besonders bemerkenswert: Das Unternehmen verfügt inzwischen über liquide Mittel von mehr als 41 Mio. EUR und zählt damit zu den finanzstärksten mittelgroßen Softwarehäusern im deutschsprachigen Raum.
Die Zahlen unterstreichen die robuste Entwicklung. Der Konzernumsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,7 % auf 90,0 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis legte überproportional von 13,3 Mio. EUR auf 15,7 Mio. EUR zu, was einem Anstieg von knapp 18 % entspricht. Noch deutlicher fiel die Verbesserung auf der Nettoebene aus: Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 9,1 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie kletterte von 0,80 EUR auf 0,97 EUR. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge auf rund 17,4 % nach 15,3 % im Vorjahr. Nach dem heutigen Kurssprung auf rund 13 EUR beläuft sich das cashbereinigte KGV gerade einmal auf 10. Die Dividende steigt auf 0,50 EUR pro Aktie.
Damit setzt Fabasoft seinen langfristigen Wachstumskurs fort. Das Unternehmen profitiert von einer anhaltenden Nachfrage nach Lösungen für digitale Aktenführung, Dokumentenmanagement und Prozessautomatisierung. Besonders öffentliche Verwaltungen sowie regulierte Branchen treiben ihre Digitalisierungsprojekte weiter voran und zählen traditionell zu den wichtigsten Kundengruppen des Konzerns.
Hohe Cashflows und außergewöhnlich starke Bilanz
Noch stärker als die Gewinnentwicklung fällt die Verbesserung der Finanzlage ins Auge. Der operative Cashflow erreichte 20,2 Mio. EUR und lag damit erneut auf hohem Niveau. Gleichzeitig reduzierte sich der Investitionsbedarf gegenüber dem Vorjahr deutlich, sodass ein erheblicher Mittelzufluss im Unternehmen verblieb. Die liquiden Mittel stiegen zum Bilanzstichtag auf 41,8 Mio. EUR nach 34,3 Mio. EUR im Vorjahr.
Die Eigenkapitalbasis wuchs parallel auf 42,4 Mio. EUR. Bei einer Bilanzsumme von 106,7 Mio. EUR ergibt sich eine Eigenkapitalquote von knapp 40 %. Für ein Softwareunternehmen dieser Größenordnung stellt dies eine komfortable Ausstattung dar. Hinzu kommt, dass die vorhandenen Finanzverbindlichkeiten mit rund 10,8 Mio. EUR vergleichsweise moderat ausfallen und den hohen Liquiditätsbestand bei weitem nicht aufzehren. Unter dem Strich verfügt Fabasoft damit über eine Nettoliquiditätsposition von rund 30 Mio. EUR, die dem Management erheblichen strategischen Handlungsspielraum eröffnet.
Diese finanzielle Stärke ist kein Zufall. Der Vorstand verfolgt seit Jahren eine konservative Bilanzpolitik und setzt auf organisches Wachstum, hohe wiederkehrende Erlöse sowie einen starken operativen Cashflow. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen überschüssige Mittel für Aktienrückkäufe. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden eigene Aktien im Wert von rund 3 Mio. EUR erworben.
KI-Offensive und Ausbau der Plattformstrategie
Strategisch befindet sich Fabasoft in einer interessanten Position. Während viele Softwareanbieter derzeit versuchen, künstliche Intelligenz in bestehende Produkte zu integrieren, verfügt der Konzern mit der Tochter Mindbreeze bereits über ein etabliertes KI-Geschäft. Die Such- und Wissensplattform Mindbreeze InSpire gilt als einer der zentralen Wachstumstreiber innerhalb der Gruppe und adressiert die steigende Nachfrage nach Enterprise-KI-Lösungen für Unternehmen und Behörden.
Parallel baut Fabasoft seine Cloud-Plattform "Fabasphere“ weiter aus. Das Ziel besteht darin, Kunden zunehmend über Software-as-a-Service-Modelle zu bedienen und den Anteil wiederkehrender Erlöse weiter zu erhöhen. Für Investoren ist dies besonders relevant, da SaaS-Umsätze eine höhere Visibilität bieten und in der Regel mit attraktiven Margen verbunden sind. Im Geschäftsbericht betont das Unternehmen, dass wiederkehrende Umsätze aus Cloud-Services, Softwareaktualisierungen und Supportleistungen einen zentralen Bestandteil des Geschäftsmodells darstellen.
Öffentliche Verwaltung bleibt Wachstumsmotor
Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil bleibt die starke Position im öffentlichen Sektor. Fabasoft gilt im deutschsprachigen Raum als einer der führenden Anbieter elektronischer Aktenlösungen und digitaler Verwaltungsplattformen. Gerade Deutschland, Österreich und die Schweiz investieren weiterhin erhebliche Mittel in die Modernisierung staatlicher Prozesse. Von dieser Entwicklung profitiert das Unternehmen seit Jahren.
Hinzu kommt, dass geopolitische Unsicherheiten und steigende Anforderungen an Datensouveränität europäischen Softwareanbietern in die Karten spielen. Viele Behörden und Unternehmen bevorzugen mittlerweile europäische Lösungen gegenüber außereuropäischen Plattformen. Fabasoft positioniert sich genau in diesem Umfeld als Anbieter sicherer und compliance-konformer Software.
Gleichzeitig eröffnet die Kombination aus Dokumentenmanagement, Prozessautomatisierung und künstlicher Intelligenz zusätzliche Marktchancen. Die Fähigkeit, große Mengen unstrukturierter Daten intelligent auszuwerten und in digitale Workflows einzubinden, wird für Unternehmen zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor.
Für das laufende Geschäftsjahr sprechen mehrere Faktoren für eine Fortsetzung des Wachstumskurses. Die hohe Liquidität ermöglicht weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung, Akquisitionen bleiben grundsätzlich möglich und die Nachfrage nach KI-gestützten Softwarelösungen dürfte weiter zunehmen. Zudem verfügt Fabasoft über eine hohe Kundenbindung sowie einen wachsenden Bestand wiederkehrender Umsätze. Risiken ergeben sich vor allem aus einer weiteren möglichen Investitionszurückhaltung im öffentlichen Sektor oder einer schwächeren Konjunkturentwicklung.
Einen konkreten Ausblick bleibt das Unternehmen traditionell schuldig. Also wer mit ganz genauen Zahlen rechnen will, der wird hier weiter im Dunkeln tappen. Aber selbst bei einer nur stabilen Entwicklung fällt die Bewertung sehr günstig aus.
Fazit: Fabasoft liefert ein überzeugendes Geschäftsjahr ab. Das vierte Quartal lief sehr stark und hat das Jahr gerettet. Die Bewertung der Fabasoft-Aktie ist günstig. Anleger können versuchen im Bereich um 13 EUR zum Zuge zu kommen. Mittelfristig sollte die Aktie eher wieder Richtung 15 bis 20 EUR notieren.
Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.
| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mio. EUR | 90,00 | 93,00 | 98,00 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,97 | 0,98 | 1,05 |
| KGV | 13 | 13 | 12 |
| Dividende je Aktie in EUR | 0,50 | 0,50 | 0,50 |
| Dividendenrendite | 3,85% | 3,85% | 3,85% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

Eröffne jetzt Dein kostenloses Depot bei justTRADE und profitiere von vielen Vorteilen:
✓ 50 Euro Startguthaben bei justTRADE
✓ ab 0 € Orderprovision für die Derivate-Emittenten (zzgl. Handelsplatzspread)
✓ 4 € pro Trade im Schnitt sparen mit der Auswahl an 3 Börsen - dank Quote-Request-Order
Nur für kurze Zeit: Erhalte eine Überraschung von stock3 on top!
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|

Keine Kommentare
Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.