Analyse
09:30 Uhr, 10.08.2026

Q.BEYOND – Erst schrumpft das Geschäft, dann kommt die KI?

Bei q.beyond ist Transformation inzwischen weniger Ausnahmezustand als Dauerauftrag. Einst hieß das Unternehmen QSC, dann sollte die Cloud den Durchbruch bringen, später SaaS, anschließend "One q.beyond", Nearshoring und der Consult-to-Operate-Ansatz.

Nun übernimmt künstliche Intelligenz die Rolle des nächsten großen Hoffnungsträgers. Man möchte dem Unternehmen fast wünschen, dass wenigstens die KI noch weiß, welche Strategie gerade gilt.

Der Anlass für den erneuten Umbau ist allerdings ernst. Der Umsatz sank im zweiten Quartal 2026 um 3 % auf 43,0 Mio. EUR. Im ersten Halbjahr betrug das Minus gut 5 % auf 85,9 Mio. EUR. Besonders schwach entwickelte sich ausgerechnet das Kerngeschäft Managed Services. Dort gingen die Erlöse im Halbjahr von 60,8 auf 54,5 Mio. EUR zurück. Das Bruttoergebnis des Segments brach von 13,4 auf 9,2 Mio. EUR ein.

Das wachsende Consultinggeschäft konnte diesen Rückgang nur teilweise auffangen. Der Umsatz stieg hier im ersten Halbjahr von 30,0 auf 31,3 Mio. EUR, während sich das Bruttoergebnis deutlich von 4,3 auf 6,8 Mio. EUR verbesserte. Die strategische Verlagerung in Richtung Beratung funktioniert somit grundsätzlich. Nur fehlen bislang die erhofften Folgeaufträge im höher skalierbaren Betriebsgeschäft.

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