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12:55 Uhr, 02.12.2013

Proteste in Thailand schlagen in Gewalt um

In Thailand sind die Proteste der Regierungsgegner am Sonntag in Gewalt umgeschlagen. Zehntausende Demonstranten setzten in Bangkok zum Sturm auf staatliche Einrichtungen an. Ihre Forderung: Rücktritt der Regierung Shinawatra.

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Bangkok (BoerseGo.de) - In Thailand sind die Proteste der Regierungsgegner am Sonntag in Gewalt umgeschlagen. Zehntausende Demonstranten setzten in Bangkok zum Sturm auf staatliche Einrichtungen an. Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra ließ sich in Sicherheit bringen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer gegen die Menge ein. Es soll Tote und Verletzte gegeben haben. Aus Sicherheitsgründen bleiben am Montag mehrere Universitäten und Schulen geschlossen.

Die thailändische Regierungschefin lehnt einen Rücktritt bislang strikt ab. Shinawatra bot am Sonntag aber weitere Gespräche mit der Opposition an, um die politische Krise zu beenden. Die Polizei werde keine Gewalt gegen die Menge anwenden, sagte sie in einer Pressekonferenz. Auch das Militär verhalte sich neutral und suche nach einem friedlichen Ausweg.

Der Anführer der Massenproteste, Suthep Thaugsuban, zeigte sich indes unnachgiebig. Die einzige Lösung in dem Konflikt bleibe der Rücktritt der Ministerpräsidentin. Es werde keine weiteren Verhandlungen geben.

Vergangene Woche hat die Bank of Thailand bei ihrer Zinssenkung die Wachstumsprognose für das Land gesenkt. Sie sieht die Wirtschaft in diesem Jahr nur noch um 3,0 statt um 3,7 Prozent zulegen. Für das kommende Jahr prognostiziert die Zentralbank ein Plus von 4,0 Prozent. Zuvor hatte sie mit 4,8 Prozent gerechnet.

Die eskalierenden Proteste haben Thailands Landeswährung, den Baht, am Montag auf den tiefsten Stand seit Anfang September fallen lassen. Für einen Dollar mussten 32,16 Baht gezahlt werden.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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