Analyse
13:45 Uhr, 28.02.2024

PATRIZIA IMMOBILIEN - Ein Favorit im Sektor

Die Deutsche Bank hat gestern mit ihrem Research zur Patrizia-Aktie für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Experten der Deutschen Bank haben die Aktie auf "Kaufen" belassen, aber das Kursziel deutlich auf 12,50 EUR nach oben genommen.

Erwähnte Instrumente

  • PATRIZIA Immobilien AG - WKN: PAT1AG - ISIN: DE000PAT1AG3 - Kurs: 8,000 € (XETRA)

Derweil versucht sich die Aktie an einer Bodenbildung. Auch auf einer IR-Veranstaltung hat das Unternehmen bei mir erst vor einigen Wochen erneut einen positiven Eindruck hinterlassen.

Krise noch nicht beendet

Patrizia kann sich zwar nicht dem negativen Trend bei Immobilientransaktionen entziehen, doch derzeit sei der Gegenwind überbewertet und die Chancen würden vom Markt übersehen. Bereits eine geringe Erhöhung der Transaktionsgebühren hätte bei Patrizia einen erheblichen Effekt auf das EBITDA, so der Research-Bericht.

Bei der Deutschen Bank verweisen die Experten aus dem Real-Estate-Bereich zudem darauf, dass die negative Entwicklung bei den Immobilienbewertungen an Dynamik verlieren würde und die Mieteinnahmen 2024 wieder steigen könnten. Große, weltweite Immobilieninvestoren gäben bereits wieder positive Signale und seien vermehrt auf der Käuferseite unterwegs.

Die hohen wiederkehrenden Managementgebühren seien bei Patrizia eine verlässliche Einnahmequelle. Zudem habe das Unternehmen mehr als 70 % Eigenkapitalquote und eine Liquidität von 280 Mio. EUR. Das hilft nicht nur, den Sturm sicher zu überstehen, sondern auch, Chancen wahrnehmen zu können.

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Mit rund 58 Mrd. EUR Assets under Management wird Patrizia zu einer immer größeren Hausnummer, auch im internationalen Vergleich. Das Unternehmen richtet sich bei seinen Investments anhand der Megatrends wie demografischer Wandel, Dekarbonisierung und Digitalisierung aus. So hat das Unternehmen beispielsweise in Schnellladepunkte für die E-Mobilität investiert oder in die Energiespeicherung.

Kurzfristig ist bei Patrizia aber wohl noch kein Blumentopf zu gewinnen. Erst wenn der Immobilienmarkt anspringt, dürften Investoren verstärkt Interesse entwickeln. Dann würden auch die Gewinnprognosen wieder deutlich ansteigen können.

Wie Patrizia heute zudem vermeldet hat, wird das Unternehmen eine neue Dividendenpolitik verfolgen und strebt an, die Dividende künftig jährlich weiter zu erhöhen. Dabei achtet das Unternehmen aber darauf, dass die Bilanz dies auch hergibt. Zudem soll künftig 50 % des Konzernüberschusses in Form von Dividenden an die Aktionäre fließen.

Fazit: Wer eine solide Beimischung aus dem Immobiliensektor sucht, der ist meiner Einschätzung nach bei der Patrizia-Aktie auf Sicht der kommenden zwei bis drei Jahre gut aufgehoben. Wenn sich der Markt normalisiert, dürfte auch die Aktie wieder merklich anspringen. Sorgen um die Refinanzierung oder die Liquidität gibt es hier nicht.

Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.

Jahr 2023 2024e* 2025e*
Umsatz in Mio. EUR 300,33 300,50 315,70
Ergebnis je Aktie in EUR 0,10 0,13 0,25
KGV 80 62 32
Dividende je Aktie in EUR 0,34 0,35 0,36
Dividendenrendite 4,30% 4,43% 4,56%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

PATRIZIA Immobilien AG-Aktie
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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: PATRIZIA Immobilien AG (long)

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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3. Im Premium-Service Trademate betreut er das Depot "Deutsche Aktien".

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