Analyse

PALO ALTO NETWORKS - Das ist stark! Dritte Prognoserhöhung in Folge!

Lange Zeit sträubte sich diese Aktie gegen den Abverkauf am Markt, markierte im April noch ein neues Jahreshoch. Operativ läuft es weiter wie am Schnürchen, die Prognose wurde erneut angehoben. Wie ist der nachbörsliche Kurssprung einzuordnen?

Erwähnte Instrumente

  • Palo Alto Networks Inc. - WKN: A1JZ0Q - ISIN: US6974351057 - Kurs: 436,370 $ (NYSE)

Der Cybersicherheitsspezialist Palo Alto Networks ist operativ und somit fundamental eine absolute Bank. Die Qualität des Unternehmens ist so gut, dass Anleger bis in den April warteten, ehe sie auch diesen Titel aus den Depots warfen und die Aktie innerhalb weniger Wochen um 30 % an Wert verlor.

Auch das gestern in der Nachbörse vorgestellte Quartalsergebnis ließ sich wieder einmal sehen. So stieg der Umsatz von 1,07 Mrd. USD im Vorjahresquartal auf 1,39 Mrd. USD. Der bereinigte Gewinn schoss von 1,38 auf 1,79 USD je Aktie nach oben. Analysten hatten nur mit einem Umsatz von 1,36 Mrd. USD und einem Ergebnis je Aktie von 1,68 USD gerechnet.

Auch bei Palo Alto Networks sind Lieferkettenproblematiken ein Thema. Wie das Management mitteilte, habe man die Schwierigkeiten aber gut im Griff. Das Unternehmen versucht höhere Kosten in Form von höheren Preisen weiterzugeben. Die Balance zu finden ist aber eine Herausforderung. Die operativen Kosten steigen bereits seit rund acht Quartalen, die Bruttomargen sind seit rund drei Quartalen rückläufig. Grundsätzlich könnte das Thema auch noch ins nächste Jahr hineinreichen. Auf der Nachfrageseite gibt es dagegen überhaupt keine Probleme, die Auftragslage ist weiterhin sehr robust.

Jahresprognose erneut angehoben

Auf dem Arbeitsmarkt rechnen die Verantwortlichen in sechs bis zwölf Monaten mit einer Entspannung. Start-Ups würde aktuell bereits Anstellungen stoppen, da sie auf ihr Cash achten müssen und nicht planen können, in den nächsten 1 bis 1 1/2 Jahren neue Gelder akquirieren zu können.

Für das vierte Quartal rechnet Palo Alto Networks mit einem Gewinn zwischen 2,26 und 2,29 USD und einem Umsatz zwischen 1,53 und 1,55 Mrd. USD. Analysten waren nur von einem Gewinn je Aktie von 2,22 USD und Erlösen von rund 1,53 Mrd. USD ausgegangen. Für das Gesamtjahr ist das Management erneut positiver gestimmt und hebt die Prognose ein drittes Mal in Folge an. Der Gewinn dürfte nun eine Spanne zwischen 7,43 und 7,46 USD erreichen, der Umsatz zwischen 5,48 und 5,50 Mrd. USD.

Großes Gap im Chart

Aus charttechnischer Sicht ist die Situation bei der Aktie durchaus brenzlig. Zumindest einen wichtigen Kursbereich um 419,40 USD, wo ein großes Gap im Chart beginnt, konnte die Aktie halten. Die sich nachbörslich andeutende Kurserholung könnte die Aktie zurück an eine alte Aufwärtstrendlinie bei rund 583 USD führen. Darüber liegt bei 504,47 USD ein markantes Zwischenhoch im Chart, wiederum darüber verläuft der EMA200. Solange diese Chartelemente nicht zurückerobert werden, ist der Abwärtstrend voll intakt.

Ein Bruch der Unterstützung bei 419,40 USD wäre fatal und könnte weitere deutliche Verluste in Richtung 374,13 USD nach sich ziehen.

Fazit: Die Aktie von Palo Alto Networks hat sich nach der Aufnahme in den Nasdaq 100 im Dezember 2021 lange Zeit gut geschlagen, steckt aber nun auch im Abwärtsstrudel fest. Operativ läuft es weiterhin gut, die Bewertung der Aktie ist allerdings auch ambitoniert. Trader warten daher eine Bodenbildung im Chart für ein Neuengagement ab.

Jahr 2021 2022* 2023e*
Umsatz in Mrd. USD 4,26 5,45 6,65
Ergebnis je Aktie in USD 6,14 7,29 9,05
Gewinnwachstum 18,73 % 24,14 %
KGV 71 60 48
KUV 10,1 7,9 6,5
PEG 3,2 2,0
*e = erwartet
Palo Alto Networks-Aktie
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Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Stv. Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2016 ist Galuschka Stellvertretender Chefredakteur von stock3.

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