Ölpreise steigen nur leicht nach gemeldetem Tankerangriff
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Die Ölpreise legten am Dienstag im frühen Handel nur moderat zu. Meldungen über einen Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormus sorgten zwar für etwas Nervosität, doch der Preisanstieg blieb begrenzt. Brent zur August-Lieferung stieg zuletzt um 0,7 Prozent auf 72,52 US-Dollar je Barrel.
Die Besatzung eines Tankers berichtete von einem Treffer durch ein unbekanntes Geschoss; an Bord brach Feuer aus, Verletzte gab es nicht. Der Vorfall ereignete sich nahe der omanischen Küste. Wer verantwortlich ist, ist unklar. Aus den USA verlautete, dass mindestens zwei Raketen auf Frachter abgefeuert worden seien und zwei Schiffe stark beschädigt wurden. Eine offizielle Stellungnahme blieb zunächst aus.
Die strategisch wichtige Meerenge verbindet die Produzenten am Persischen Golf mit den Weltmärkten und ist nach einer nahezu vollständigen Schließung wieder teilweise geöffnet. Kurzfristig könnte eine begrenzte Reaktion der USA die Preise stützen; angesichts schwacher Nachfrage und negativer Stimmung dürften Erholungen jedoch nur von kurzer Dauer sein. Zusätzlich erhöht der Wettbewerb den Druck: Saudi-Arabien hat die größten Preissenkungen seit Jahren vorgenommen, da Lieferungen aus dem Golf wieder anlaufen.
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