Ölpreise springen nach Iran-Eskalation und geben Gewinne teilweise ab
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Nach der Eskalation im Nahen Osten sind die Ölpreise zunächst stark gestiegen und haben anschließend einen Teil der frühen Gewinne wieder abgegeben. In den ersten Handelsminuten der Nacht zum Montag kletterten Brent und WTI um jeweils mehr als zehn Prozent. Brent erreichte in der Spitze 82,37 US-Dollar je Barrel, WTI 75,33 Dollar – die höchsten Stände seit Mitte 2024 bzw. 2025. Zuletzt lag Brent (April-Lieferung) bei 78,05 Dollar (plus rund 7,5 Prozent), WTI bei 71,52 Dollar (plus über 4 Dollar).
Auslöser waren Angriffe und Gegenangriffe zwischen Israel, den USA und dem Iran sowie temporäre Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, eine zentrale Engstelle des globalen Energiehandels.
Etwa ein Fünftel der weltweiten Öltransporte passiert täglich die Meerenge; jede Störung kann die Preise treiben und Märkte verunsichern. Der Verbund Opec+ beschloss auf einem planmäßigen Treffen, die Förderung um 206.000 Barrel pro Tag zu erhöhen, um Engpässe und übermäßige Preissprünge zu dämpfen. Begründet wurde dies mit einem stabilen Wirtschaftsausblick und niedrigen Lagerbeständen.
Beobachter halten das weitere Ausmaß der Spannungen für offen; die Dynamik der nächsten Tage hängt von vielen Faktoren ab. Höhere Preise könnten eine Deeskalation begünstigen. Bei längeren Einschränkungen in der Straße von Hormus könnte Brent in Richtung 100 Dollar steigen; hielten erhöhte Preise mehrere Monate an, würde dies die Inflation im Euroraum rechnerisch deutlich erhöhen und das Wachstum spürbar dämpfen.
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