Ölpreise geben leicht nach
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Die Ölpreise haben am Freitagmorgen leicht nachgegeben, die Gewinne vom Vorabend aber weitgehend behauptet. Brent (Lieferung Oktober) kostete zuletzt 89,31 US-Dollar je Barrel und lag damit rund 0,4 Prozent unter Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein deutlicher Rückgang: Am Montag war der Preis zeitweise noch über 93 US-Dollar.
Am Markt rücken neben möglichen neuen Entwicklungen am Persischen Golf vor allem Berichte in den Fokus, wonach Venezuela einen Austritt aus der Opec prüft. Insidern zufolge wurde die Idee bereits in Gesprächen mit den USA erörtert, eine endgültige Entscheidung steht aus. Ein solcher Schritt könnte das Kartell schwächen und einen politischen Kurswechsel in Caracas unterstreichen.
Unterdessen haben sich die Ölexporte aus dem Persischen Golf Einschätzungen zufolge auf rund zwei Drittel des Vorkriegsniveaus erholt. Die gesamten Lieferungen von Rohöl und Ölprodukten aus der Region stiegen auf etwa 15 bis 16 Millionen Barrel pro Tag. Damit liegen sie zwar weiterhin rund sieben bis acht Millionen Barrel unter dem früheren Niveau, aber deutlich über dem März-Tief von etwa fünf bis sechs Millionen Barrel täglich. Entsprechend blieben die Auswirkungen des Konflikts auf die globalen Rohölpreise bislang begrenzt.
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