NETFLIX - Alles wichtige aus dem Investoren-Call
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Co-Chef Greg Peters rückte die internen Langfristambitionen, die im Vorjahr durch einen Medienbericht publik geworden waren, bewusst zurecht. Das seien Orientierungspunkte, keine Prognose. "Diese Ziele waren nicht als Forecast gedacht und sie setzten keine Übernahmen voraus“, sagte Peters. Neun Monate später habe sich an dieser Einschätzung nichts geändert. Im Gegenteil: Die operative Entwicklung bestätige den organischen Wachstumspfad.
Am klarsten positionierte sich Netflix im Werbegeschäft. Das Management räumte offen ein, dass der Erlös je Mitgliedschaft im werbefinanzierten Tarif noch unter dem Standardangebot ohne Werbung liegt. Genau darin sieht der Konzern jedoch das größte kurzfristige Potenzial. Peters sprach von einer "klaren Monetarisierungschance“, da die Lücke schrumpfe und sich mit wachsender Reichweite besser schließen lasse.
Operativ setzt Netflix dabei auf eine rasche Professionalisierung der eigenen Werbetechnologie. 2026 sollen Werbekunden stärker auf die hauseigenen Daten zugreifen können, „privacy safe“, wie Peters betonte. Hinzu kommen neue Anzeigenformate mit höherer Interaktivität, verbesserte Messbarkeit und effizientere Buchungsprozesse. Ziel ist es, die Auslastung des Inventars zu steigern, ohne das Premium-Preisniveau zu gefährden. Auf die Frage, ob bei stabilen Kontaktpreisen eine erneute starke Ausweitung der Werbeerlöse realistisch sei, zeigte sich das Management selbstbewusst.
