Analyse
13:45 Uhr, 06.07.2026

Nach dem Hype warnt B. Riley bei APPLIED OPTOELECTRONICS & Co.

Die wohl wichtigste Frage bei vielen KI-Infrastrukturaktien lautet nicht mehr nur, wie stark die Investitionen der großen Cloud-Konzerne wachsen. Entscheidend wird zunehmend, wie viel Umsatz bei den einzelnen Zulieferern pro investiertem Dollar tatsächlich hängen bleibt.

Hier setzt die jüngste Analyse von B. Riley an und sie liest sich für Teile des optischen Infrastrukturmarktes (CPO) unbequem.

Die Analysten sehen neue Netzwerkarchitekturen von Amazon und OpenAI als strukturellen Gegenwind für Anbieter optischer Transceiver. Vereinfacht gesagt geht es um kleine, aber hochpreisige Verbindungsmodule, die Daten mit sehr hoher Geschwindigkeit zwischen Servern, Switches und Rechenzentrumsbereichen übertragen. Diese Komponenten galten bislang als einer der klaren Profiteure des KI-Ausbaus.

Die bisherige Investmentthese war einfach: Je größer die KI-Rechenzentren werden, desto mehr Daten müssen zwischen den Recheneinheiten transportiert werden. Daraus leitete der Markt einen stark steigenden Bedarf an optischen Verbindungen ab. Mehr KI-Kapazität bedeutete also nicht nur mehr Chips, sondern auch mehr Netzwerktechnik und damit mehr Umsatz für Unternehmen wie Lumentum, Coherent oder Applied Optoelectronics. B. Riley stellt nun genau diesen Zusammenhang infrage.

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